Berichte & Tageträumereien eines weisen, gerechten & bescheidenen Herrschers

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    • Berichte & Tageträumereien eines weisen, gerechten & bescheidenen Herrschers



      Prolog-Eintrag

      Wir Herrscher hatten es früher auch einfacher, besser. Irgendwie.
      Aber man will ja nicht jammern. Jeder Beruf, der gleichzeitig Berufung ist, hat seine Schwernisse & Schattenseiten. Ärzte, Lehrer, Foren-Mods - sie alle tragen unvorstellbare Verantwortung für Leib & Seele ihrer Schützlinge. Fehler & menschliche Schwächen haben in ihrem Wirkungsbereich Auswirkungen weit über die jeweils eigene Person hinaus. Und dennoch lasten sie sich diese Bürde auf. Sie sind Helden. Die Helden des Alltags.

      Doch wir Herrscher, die wir außerhalb des Alltags & der Lebenswirklichkeit gewöhnlicher Menschen stehen, haben es bei dem Maß an Verantwortung, das wir tragen, schon am Schwersten.
      Wohlstand, Fortschritt, die Zufriedenheit der Untertanen - jeden Tag quälen wir uns mit der Frage wie diese hehren Ziele zu erreichen sind, welche Opfer wir selbst zu bringen vermögen um jeden anstehenden Tag strahlender glänzen zu lassen als den Vorangegangenen. Dazu lasten noch die Entscheidungen von Krieg oder Frieden auf unseren breiten Schultern.

      „Ha!“, mag ein geneigter Leser denken: „Ihr Herrscher, und es schwer haben? Das ich nicht lache. Ihr wohnt in einem glanzvollen, prächtigen Palast, allenthalben verehrt man euch, euer Wort ist Gesetz, und die Willkürherrschaft eurer tyrannischen Ahnen sichert euch auch heute noch das Vorrecht der ersten Nacht mit allen frisch verheirateten Untertaninnen.“

      Das klingt natürlich alles ziemlich toll. Aber ich kann dir, liebe Welt, versichern, so toll ist das alles auch nicht mehr wirklich, in diesen modernen antiken Zeiten.
      „Mein Wort sei Gesetz“? Das ICH nicht lache! Bürgerkomitees, Gewerkschaften, einfache Untergebene - alle meinen sie ein Wort mitzureden zu haben. Wie oft heißt es heutzutage: „Nein, Herr Graf von Plüsch. Alle Lagerhäuser abzureißen, nur um an ihrer Stelle Tempel zu bauen, die irgendwelchen Göttern huldigen sollen, von denen noch nie jemand gehört hat, das halten wir für keine gute Idee. Wir sperren uns dagegen.“ Oder, wie erst kürzlich: „Nein, Herr Graf von Plüsch, wir werden keine Super-Flotte aus tausenden von Tauchbooten bauen, mit der allein wir den gesamten Server unterjochen würden. Weder haben wir genug Gold, noch genug Kristall, geschweige denn überhaupt genug Bevölkerung für ihren aberwitzig-absurden Plan.“
      Tja, Bedenkträger, überall Bedenkträger.
      Oder, wie hat der alte Graf von Plüsch immer gesagt: große Visionen scheitern an kleinen Geistern. Recht hatte er. Wie so oft.
      Das „Recht der ersten Nacht“ ist übrigens auch nicht mehr das was es mal war, seit dank dieser „Emanzipation“ überall Frauen in Hosenanzügen unterwegs sind und Einem während der gemeinsam verbrachten Brautnacht Vorträge darüber halten, wie man seine Reiche zu führen hätte & seinen Untertanen ein noch weiserer, gerechterer & bescheidenerer Herrscher sein könnte. Einige von denen nehmen sogar ein Schimpfwort wie „konstitutionelle Monarchie“ in den Mund, verlangen freie Wahlen & Volkssouveränität. An und für sich mag ich ja Dirty Talk, aber das geht eindeutig zu weit!
      Mit diesen Hosenanzügen fing ja alles an, damals. Was ist heutzutage nur so verkehrt an Miniröcken?
      Und würde es die Tradition nicht verlangen, ich hätte dieses Recht der ersten Nacht, das mir mittlerweile eher wie ein Fluch der ersten Nacht erscheint, schon längst aufgegeben.

      Aber wenigstens sind meine Paläste schön, und die Statthaltersitze, in denen ich residiere & meinen verschwenderischen Lebensstil pflege, wenn ich mein Herrschaftsgebiet bereise.
      Reisen ist eine der wichtigsten Aufgaben denen ein Herrscher nachzukommen hat. Und eine der Schwersten.
      Nach einem langen Tag des Regierens, Repräsentierens & Diplomatierens, des eigenhändig-Minister-oder-Statthalter-Auspeitschens (oder anderer verdienter Untertanen, die sich eine Verfehlung zu Schulde kommen haben), nach einem Tag des Speisens, Trinkens & Abendveranstaltungen-Genießens ist man mitunter derart erschöpft & ausgelaugt, dass man tatsächlich auf den Statthaltersitz mit seinen dutzenden Dienern & dem Bett aus purem Gold angewiesen ist. Irgendwie muss man sich einfach erholen, sich mit kleinen, dezenten Anwandlungen von Luxus für sein schweres Tagwerk belohnen & die Anstrengungen vergessen machen (selbst wenn Einem das nicht immer gelingt, etwa wenn Einen eine Depesche zu sehr aufwühlt, wenn man Jemanden von konstitutioneller Monarchie hat reden hören oder wenn Einem das Übermaß an Braten schwer im Magen liegt).
      Der Pöbel kann sich diese Belastungen alle gar nicht vorstellen. Verständlicherweise vermutlich, so wie er sich permanent den Ausschweifungen in den Tavernen hingibt.
      Und dann wird sogar manchmal, unter der Hand, geschimpft, wenn ich Teile der Bevölkerung höchstselbst auf Abenteuerreisen in fremde Städte anderer, feindlicher oder inaktiver Herrscher schicke, oder wenn ich sie auf Weinbergen, in Steinbrüchen, Schwefelgruben & Sägewerken mit körperlicher Arbeit von ihrem trägen, von Ausschweifungen geprägten Lebenswandel ablenken lasse.
      Undank ist eben aller Welten Lohn. Eine weitere kluge Erkenntnis des alten Grafen von Plüsch.
      Wir Herrscher hatten es vermutlich schon immer nicht einfach.

      Damit grüßt dich, liebe Welt,
      dein größter Fan,
      Graf von Plüsch,
      bzw. unter bürgerlichem Namen,
      DasGeheimnis


      P.S.:
      Damit auch ikariam-Neuanfänger von meinem reichen Erfahrungsschatz profitieren können, möchte ich jedem meiner Beiträge eine lehrreiche Erkenntnis meines ika-Lebens hinten anstellen.
      Hier nun der erste gute Ratschlag:
      Was du nicht willst, dass man dir tu'
      das füg auch keinem Anderen zu!


      Off-Topic
      ... :knirsch:
      ... mal sehen wie weit ich mit meinem "Tagebuch" komme, wie lange die "Idee" dahinter trägt.


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―


    • 1. Eintrag*

      „Hasenbraten“.
      Wie mir dieses Wort auf die Nerven geht: „Hasenbraten“.
      Und wie oft ich dieses Unwort dennoch zu hören gezwungen bin.
      Allzu häufig, wenn ich gemütlich & nichts Böses denkend (wie es meine Natur ist) mit anderen Herrschern in einer der Tavernen zusammensitze, ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem jemand dieses zweitscheußlichste Wort, dass man sich vorstellen kann, in den Mund nimmt. Ich möchte nicht mit dem Plüschfinger auf diejenigen zeigen, die zu dergleichen Gemeinheiten fähig sind, doch sind es meistens Wilhelmine und Neko!
      Naja.
      Wie ich dir, liebe Welt, bereits berichtet hatte: Herrscher haben es eben nicht einfach, noch dazu wenn sie gutmütig sind & sich dank ihrer außerordentlichen Befähigungen ein prosperierendes Reich geschaffen haben. Die Neider sind da nie weit.
      Ich bin wenigstens froh, dass „ :zensiert: “** zunehmend aus der Sprach- und Fluchgebrauchsmode gekommen ist.
      Dafür kommt in letzter Zeit die seltsame, hinterhältige Gepflogenheit auf, meine Wenigkeit als „sie“ zu diffamieren & die unsinnige These in den Raum zu stellen, eine rosa Fellfarbe könne unter keinen Umständen geschlechtsneutral sein. Auch hier möchte ich nicht auf die Stufe meiner Peiniger herabsinken und Namen nennen***.

      Das wollte ich jedenfalls mal loswerden.
      Bevor ich von meinen Reichen bereichte.
      „Reiche“?
      Bewunderer meiner kleinen, bescheidenen Berichte werden es sicher bemerkt haben, schließlich haben sie mit der Wahl ihrer Lektüre nicht nur einen großartigen Geschmack, gutes Aussehen und höchste moralische Integrität bewiesen, sondern vor allem einen wachen, intelligenten Geist aufgezeigt.
      Hier ist von „Reichen“ die Rede, nicht von „Reich“. It’s Mehrzahl, Baby!
      Unumwunden gestehe ich:
      JA, ich bin ein multipler Herrscher!

      *Kunstpause lass*

      Wie vielen Reichen ich als weiser, gerechter & bescheidener Herrscher vorstehe?
      Diese Frage wird erstmal aufgeschoben werden müssen.
      Alles zu seiner Zeit!
      Denn es gibt Wichtiges zu verkünden:
      Ich darf meine 14. feste, dauerhafte Stadt gründen, ihr eine Insel und vor allem einen Namen suchen.
      Wobei dank eines kurzen Zwiegesprächs mit MadameO, ihres Zeichen selbst angehende Stadtgründerin (in ferner, sehr sehr ferner Zukunft), bezüglich des Namens vermutlich schon der Durchbruch erzielt wurden ist:
      Kujiji.
      Oder in einer kleinen Abwandlung dieses Namens: Jiji oder Mji.
      Bzw. für einen Stadtnamen aus zwei Wörtern, je nach Zählweise: Kujiji_Nane oder Kujiji_Saba. Aber ein Stadtname aus zwei Wörtern wäre in meinen Reichen eine ungeheuerliche Neuerung … Ungeheuerlich!
      Und wenn man einmal mit Neuerungen anfängt, weiß man schließlich wo sowas meistens endet. Ich sage nur Hosenanzüge.
      Man muss nicht jedem Trend hinterherlaufen. Mit den harmlos wirkenden Begebenheiten wie einer Stadtnamenreform fängt es sicherlich meistens an, und plötzlich, nachdem man nur mal kurz von seinen Anrecht auf einen gesundheitsfördernden Mittagsschlaf gebraucht gemacht hat, stellt man überrascht fest, dass die Leibeigenschaft abgeschafft worden ist.
      Nicht mit mir!
      Welch großartige Gelegenheit ein weiteres Mal den alten Grafen zu zitieren: „Neuerung? Die hat’s früher auch nicht gegeben! Das kam aller erst auf mit diesen Vor-Christus-68ern! Hacchhhh, diese Vor-Christus-68er … “
      Es war köstlich, wie er sich ereiferte, jedes Mal sobald die Sprache auf die Vor-Christus-68er kam, oder er sie selbst darauf brachte.

      Jedenfalls: so wird’s wohl Kujiji für meine nächste Stadt.

      Und einen Platz für die Stadt habe ich …
      *Cliffhanger zum nächsten Beitrag, in dem ich nicht nur den beabsichtigten Standort von Kujiji enthülle, sondern auch vom neuesten Klatsch & Tratsch aus dem schwedischen Königshaus berichten werde („Kriselt es zwischen Prinzessin Victoria & ihrem Daniel? Und was sagt Königin Silvia dazu?“)*

      … deswegen ohne Gruß,
      Graf von Plüsch


      P.S.:
      Was auch eine klasse Geschichte wäre:
      Gestern hat mein Militärberater rot geleuchtet, da eines meiner Städtchen plötzlich zum Ort einer kriegerischen Auseinandersetzungen mehrerer fremder Herrscher geworden ist.
      Es kam zu Kampfhandlungen, zu freundlichen diplomatischen Kontakten, zu allerlei aberwitziger Verwicklungen & der Offenbarung von Hintergründen.
      Wahrlich ein Abend, der an Dramatik kaum zu überbieten war & der sicherlich eine wunderbare Geschichte abgegeben hätte.
      Hätte!

      P.P.S.:
      Da an mich schon jetzt der Wunsch angetragen wurde einen Kommentarthread zu eröffnen, werde ich das eben doch schon tun.
      So gewähre ich dir, liebe Welt, also die Möglichkeit Lobeshymnen & pseudokritischen Anmerkungen abzugeben.
      Aber wehe es gibt (negative) Kritik! Meine GP-Zahlen sind vierstellig!!!
      :knuddel:
      Nein, Spaß, negative Kritik wäre mir sogar am Liebsten.
      So wie etwa Hinweise auf Satzverschachtelungen oder übermäßige Satzlänge allgemein.
      Ich arbeite dran!

      P.P.P.S.:
      Der schon sehnlichst erwartete Tipp an Spielanfänger & wissbegierige Alteingesessene:
      Aus großer Kraft folgt große Verantwortung!



      ------------------------------------------------

      * … Ha! Das mit den Fußnoten bringe ich also auch!
      ** … „
      :zensiert: “ = „konstitutionelle Monarchie“.
      Super, eine unachtsame Minute, und jetzt habe sogar ich dieses Unwort in den Mund genommen. Wenn das dem alten Graf von Plüsch zu Ohren kommen würde, er würde sich vermutlich aus seinem Mausoleum erheben & mich mit einem Stück Kernseife in der toten Pfote heimsuchen …
      *** … Es sind MadameObscure, Stormrage, einige Weitere, darunter natürlich auch Neko & vor allem, besonders hervorzuheben, Chimi.


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―


    • Interludium-Eintrag

      1.000.000 Punkte!
      Whoohoo!
      Ich habe 1.000.000 Punkte.
      Mehr dazu im nächsten Eintrag!

      Und, ebenfalls ganz aktuell:

      Wir haben Geburtstag.

      Soviel zu feiern, das alles an einem Tag!
      Liebe Welt, du siehst mich gerührt.


      Vielleicht mal am Rande:
      Heute früh hat sich ein kleiner, ungewöhnlicher Spatz direkt vor dem Fenster meines Schlafgemachs niedergelassen.
      Es war ein erhebendes Erlebnis den kleinen Vogel zu beobachteten, wie er sich schüchtern dem kleinen, mit allerlei Leckereiern befüllten Vogelhäuschen annäherte bevor er nach einigen Minuten Bedenkzeit hineinhuschte, und ich nur noch sein rotbraunes, befelltes Schwänzchen in dem kleinen Vogelhaus wackeln sah.
      Einen Spatz wie diesen hatte ich auch noch nie gesehen, obwohl hier eigentlich häufig Spatzen von dem Futterangebot Gebrauch machen. Nicht nur, dass er für einen Spatz ungewöhnlich groß war & mit einem noch ungewöhnlicheren, langen Puschelschwanz ausgestattet war, mehr noch verwunderte mich sein Flugstil, der in Abwesenheit von Flügeln (dafür besaß er Vorderpfoten & lange, kräftige Hinterläufe) eher einem Klettern entsprach. Eben ein ungewöhnlicher Spatz. Eine Laune der Natur.

      Die Erinnerung an diesen kleinen Vogel begleitet mich seither durch den Tag, wärmt mir das Gemüt.
      Es ist schön mit offenen Augen durch die Welt zu gehen & sich auch an den kleinen Alltäglichkeiten des Lebens erfreuen zu können. Wie oft in unseren modernen, antiken Zeiten hetzen wir uns ab, nur auf der Suche nach diesem nächsten Kick, dem nächsten Glücksgefühl, dass uns doch allzu oft direkt vor unseren Augen begegnet, etwa als kleiner, verfressener Spatz am Fenster unseres Schlafgemachs.


      … erneut grußlos, dafür umso freudiger & mit gewärmten Gemüte,
      Graf von Plüsch


      P.S.:
      Der nächste wertvolle Tipp darf natürlich nicht fehlen:
      Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite.
      Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid.


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―


    • 2. Eintrag

      Ärger im schwedischen Königshaus?
      Das junge Glück von Prinzessin Victoria vor dem Aus?
      Ein Insider packt aus. Exklusiv & nur hier!

      Liebe Welt,
      es gibt Tage an denen überschlagen sich die Ereignisse:
      Allianzgeburtstag, eine Million Punkte, der Spatz vorm Fenster, der besser als die Taube auf dem Dach ist, & so manch andere Denkwürdigkeit.
      Doch sie alle zerfließen ins Nichts angesichts DER Neuigkeit:
      Varg ist zurück.
      Varg.
      Varg!
      Wir alle, du voran liebe Welt, werden wieder Demut lernen, lernen was es heißt im Staube zu kriechen.
      Ich möchte über dieses Ereignis nicht allzu viele Worte verlieren, denn allein mit Nennung des Namens scheint mir eigentlich alles gesagt.


      Deswegen zurück zu den kleinen Erlebnissen & Freuden:
      Ich habe 1.000.000 Punkte!
      Ich dürfte mich endlich „offizieller ika-Millionär“ nennen, würde ich auf derlei Titel irgendeinen Wert legen!
      „Offizieller ika-Millionär“, das können wahrlich nicht viele von sich behaupten.
      Deswegen erfüllt es mich auch mit einem besonderen, gerechtfertigten Stolz, diese magische Schwelle bereits zum zweiten Mal zu überqueren. Beim ersten Überschreiten dieser sagenumwobenen Marke hatten damals ja noch Handelsschiffe & unkorrekt berechnete Zukunftsforschungen ihren Anteil (meinen Vorschlag einen zweiten Gesamthighscore einzuführen damit wenigstens ich meine Punkte behalte, hat man leider nicht mal einer Prüfung unterzogen * (Achtung Fußnote!)).

      Das war der Moment an dem ich meine Leistung bemerkt hatte: .
      Da. Eine Million Punkte. Welch Freude! --->
      ... und selbst mein Städteberater, "Bartmann", freut sich & strahlt:

      Jedenfalls möchte ich diese Gelegenheit nutzen um bestimmten Personen meinen aufrichtigen Dank anteilig werden zu lassen:
      Zuallererst natürlich mir selber.
      Ohne mich hätte ich das nie geschafft & würde vermutlich noch immer im niedrigen sechsstelligen Punktebereich umherlustwandeln. Doch ich war mir stets ein ehrlicher, hilfs- & aufopferungsbereiter Freund.
      Mit einer kleinen Träne der Dankbarkeit erinnere ich mich noch wie ich damals, vor fast zwei Jahren, angefangen hatte, als kleiner, unbedarfter Herrscher über eine kleine 60-Einwohner Stadt. Wie beschwerlich war doch diese Zeit, und ein wie Vielfaches beschwerlicher hätte sie sein können, hätte ich mich selbst nicht bei mir gewusst.
      Dafür danke ich mir. Aus tiefstem Herzen.

      Außerdem danke ich natürlich ikariam.
      Hätte es dieses Spiel nicht gegeben, ich hätte, trotz meiner außergewöhnlichen Befähigungen & meines guten, hilfsbereiten Freundes, höchstwahrscheinlich niemals die 1.000.000-Marke erreicht.
      Das Lob samt eines ika-Präsentkorbes aus reiner Vorstellungskraft, gefüllt mit Holz, Wein, Marmor, Kristallglas und Schwefel, möchte ich an eine Vielzahl der ikariam-Macher vergeben: an die Serververwalter, die Angestellten im Rechnungswesen & in der Personalabteilung, an das mittlere Management & nicht zuletzt an das Kantinen-Personal **.
      Doch vor allem geht mein herrschaftlicher, großmütiger Dank an die Programmierer. Ich habe vom Programmieren keine Ahnung. Wie sollte ich auch, schließlich lebe & herrsche ich in der Antike, in der an Computer & so einen verrückten Kram nicht im Entferntesten zu denken war. Wir hier sind schon froh, dass wir den Satz des Pythagoras haben! Und Archimedes samt seiner Leistungen (zum Beispiel die mit dem Baden). Außerdem hat ein Herrscher über 14 feste Städte im Gegensatz zu Programmierern wirklich wichtigeres zu tun als stundenlang vor dem Computer zu sitzen! Rebhühner jagen sich nicht von alleine!

      Wenn man manchmal mit den anderen Herrschern am Stammtisch oder in den öffentlichen Trinkforen zusammensitzt, und sich so umhört, fällt auf, dass besonders die Lautesten unter ihnen nicht so gut von den Programmierern reden: das diese keine Ahnung hätten, ihre Seelen verkauft hätten, usw..
      Meistens wird es dann erst ruhig und andächtig wenn ich meine zarte Stimme erhebe um die Wahrheit zu verlautbaren:
      „Freunde! Ihr seid ungerecht! Ihr beschuldigt die Falschen!“
      Ich lasse hernach eine Kunstpause, um die Spannung zu steigern.
      „Es sind die Leute vom Marketing!
      Sie sind es, die danach streben das Böse in die Welt zurückzubringen.
      Ihr wollt Beweise?
      Ich gebe euch Beweise!
      Seht diesen leuchtenden Ambrosia-Kelch!“

      An dieser Stelle halte ich schwankend mein halb geleertes Bierglas in die Höhe & drehe es um die eigene Achse.
      „Seht, den leuchtenden, hellen ‚Kelch von Bethlehem’, der euch in Versuchung führen soll ihm zu folgen.
      Die Leute vom Marketing sind schuld!“
      Dann spendiert man mir unter lautem Lobpreis meiner Geisteskräfte jedes Mal eine Vielzahl Freigetränke, vor allem diesen widerlichen Ziegenmilchschnaps, den ich so schlecht vertrage und nie und nimmer in diesen Mengen zu mir nehmen würde, würde er mir nicht geschenkt werden.

      Ich bemerke gerade, ich bin total vom Thema abgekommen.
      Das passiert mir leider häufiger.
      Vermutlich eine Frage der Disziplin.
      Oder die antiautoritäre Erziehung?
      Hat der alte Graf daran Schuld?

      Und wem hätte ich noch danken wollen in diesem Beitrag, bevor ich mich so verrannt habe?
      Was ist eigentlich mit dieser Stadt, die ich gründen wollte?
      Wie hieß die noch mal?
      Und was kommt nach der Post-Apokalypse? Die Zeit der Post-Post-Apokalypse? Das würde doch voll dämlich klingen!
      Werden die Leute vom Marketing überhaupt auch bei der Apokalypse ihre Finger im Spiel haben?
      Übertreibe ich es mit den Cliffhanger-Fragen? Gerade da ich eh’ nicht vorhabe den Großteil dieser Fragen im nächsten Beitrag zu beantworten? Sind das überhaupt Cliffhanger oder bloß doofe, nicht im Geringsten die Neugier weckende Fragen?


      Ach ja, bevor ich’s vergesse:
      Das schwedische Königshaus.
      Da ist übrigens alles in bester Ordnung. Prinzessin Victoria und Daniel lieben sich wie am ersten Tag & sind absolut glücklich miteinander.

      Manchmal muss man Überschriften nur leider etwas zuspitzen, um die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit zu gewinnen, vor allem wenn man selbst nicht mit intulektuallen & literarischen Leistungen auf sich aufmerksam machen kann, so wie zum Beispiel Ganath.
      Auffallen heißt eben sich von der Masse absetzen. Entweder nach oben, über Qualität, oder, wenn das aus welch’ Gründen auch immer nicht möglich bzw. günstig ist ***, nach unten, durch Absenken des eigenen Niveaus auf das seiner Zielgruppe.
      Und was böte sich da mehr an als irgendwas mit Prominenten, gerade da die Forenregeln (leider) enge Grenzen in Sachen „nackter Haut“ setzen ****. Und oft, wenn man selbst nicht an der Quelle sitzt, hilft da nur „Ausdenken“, oder, wie es im „Tagebuch“-Schreiber-Fachjargon heißt: „Zuspitzen“.
      Und wer hätte sich für diese diffizilen Zuspitzungen besser angeboten als die beiden Schweden, schließlich hatten sie es versäumt mich zu ihrer Hochzeit einzuladen, obwohl ich an dem Wochenende Zeit gehabt hätte & sicher auch eine Glückwunschkarte & ein paar Blumen hätte auftreiben können.

      Und das soll auch dir, liebe Welt, eine Lehre sein,
      dir, die ich dich ansonsten lieb und untertänigst grüße,
      Graf von Plüsch


      P.S.:
      Tipp-Time:
      Wer andere beherrscht ist stark; wer sich selbst beherrscht ist mächtig.



      ------------------------------------------------

      * … Um dem Vorschlag vielleicht noch mal zu etwas Geltung zu verschaffen:
      Mein Plan sah vor, dass neben dem Highscore für die ganzen mäßigen Herrscher, in dem alles korrekt berechnet ist und eben Handelsschiffe nicht zählen, es einen gesonderten Highscore gibt, einen für mich ganz allein, in dem dann auch die Handelsschiffe & die unkorrekt berechneten Zukunftsforschungen mit einbezogen wurden wären.
      Doch ich gebe die Hoffnung nicht auf!
      Ein Graf kämpft für seine Überzeugungen! Ich will unkorrekt berechnete Zukunftsforschung in meinem Highscore! Ich will, ich will, ich will!

      ** … Wie wichtig das Kantinen-Personal ist, wird jeder nachvollziehen können, der schon mal in einem Statthaltersitz übernachten musste, bei dem die Köche in eine nahe Schlacht abgezogen wurden waren um dort die kämpfenden Truppen zu versorgen und deren Moral zu steigern. Derowegen hatte man den Herrscher (mich!) viereinhalb Stunden lang hungern lassen. Bis endlich jemand (ich) auf die glorreiche Idee kam, die Köche aus der Schlacht abzurufen & die kämpfenden Einheiten sich selbst zu überlassen.
      Das gab dann ein ein leckeres Sandwich. Von wegen 20 Köche verderben den Brei das Sandwich.

      *** …Gründe können etwa sein: mangelnde eigene Befähigung ( :rolleyes: ); andere haben diese kleine Nische des Hochgeistigen und qualitativ Hochwerigen schon in Beschlag genommen; es sind überall Verschwörungen & üble Machenschaften gegen Einen im Gange!
      **** :(


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―

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    • 3. Eintrag

      Wer das liest, ist doof!

      Provokation!
      Und zack, schon ist der Leser gefangen.
      Provokation!
      Wenn man so will, neben „Zuspitzung“ & Qualität, die dritte Form, um sich von der Masse abzusetzen. Der dritte Pfeiler eines ordentlichen „Tagebuchs“.
      Provokation schafft innere Beteiligung beim Leser, eine emotionale Bindung an den Text (Wut, Abscheu, Erregung, Zustimmung? ... – Egal! Hauptsache Bindung!).
      Und der Leser fragt sich gleich darauf, zumindest meiner Vorstellung nach:
      „Häh? Woher will denn diese Type das wissen?
      Ich werde dieses Geschreibsel
      mal anlesen, von dem ich bisher nicht wirklich gewusste habe, ob ich es lesen möchte oder nicht.
      Einfach um zu erfahren, mit welcher argumentativen Grundlage diese spitzfindige, pfiffige Type seine unverschämte Behauptung rechtfertigt.“
      Zack.
      Wieder Einen reingezogen in die intulektualle & literarische Mittelmäßigkeit, dank der glücklicherweise geringen Manipulationshemmung auf Seite des ansonsten zu höchsten moralischen Standards selbstverpflichteten Autors.

      Nachdem die Überschrift ihren Zweck erfüllt hat *, kann man dann problemlos das Thema wechseln ** & auf die Themen zu sprechen kommen, die Einem als Autor am Herzen liegen ***.

      So wie ich jetzt hier:
      Kjiji
      Kijiji ist gegründet!
      Als sechszehnte Niederlassung vervollständigt sie das kleine Eiland Slameios, beehrt auch diesen Flecken Erde mit der Eingliederung in mein Herrschaftsgebiet.
      Meine Anwesenheit wurde von einigen Nachbarn bereits (trink)freudig begrüßt. Nun gut, es war vielleicht nur eine Nachbarin die mein Erscheinen in (Trink-)Freude versetzt hatte, doch, nunja, immerhin. Jedenfalls, wir verstanden uns so gut, dass wir uns spät abends plötzlich beim gemeinsamen Gesang unanständiger Lieder widerfanden.
      Mehr ist dann allerdings nicht gelaufen zwischen uns, in dieser Nacht ****.

      Ich selbst habe Kijiji bisher noch nicht persönlich meine Aufwartung gemacht.
      Ich mag es nicht in diesen kleinen Statthaltersitzen zu übernachten. Da ist immer alles so muffig & eng. Das nimmt mir irgendwie die Luft zum Atmen. Nur 20 bis 30 Räume zur eigenen Verfügung? Wo sollen denn da die Indoor-Golfanlage & das 1:4-Modell „Trojanischer Krieg“ hin, mit denen ich mir so gern meine kostbare Zeit ausfülle? Die benötigen schließlich Platz!
      Zwar würde man vielleicht noch den kleinen Wanderzirkus & meine Sammlung seltsam geformter Marmorbrocken (manche sehen aus wie Wolken!) unterkriegen, aber wo sollen denn zum Beispiel die Diener (samt deren Familien) schlafen, die mich auf der Reise begleiten müssen. In so einer kleinen Stadt mit nur 130 Wohnraum, der noch dazu größtenteils belegt ist, in so einer „Stadt“ kriegt man die Dienerschaft doch auch nicht unter. Und die Dienerschaft (samt deren Familien) mal ein paar Nächte unter freiem Himmel schlafen zu lassen, das geht ja ebenfalls nicht. Da darf man sich dann bloß wieder tagelang das Gejammer anhören ... „Ah, mein Rücken“ ... „Ah, ich glaub mich hat ein Fuchs gebissen“ ... „Ah, der blöde Monsun, und keine Wechselklamotten dabei“ ... „Ah, warum bekommen wir nichts zu essen?“ ... usw. usf., den lieben langen Tag über. Nervig!
      Tja, die täglichen Sorgen & Nöte eines Herrschers.
      Da mag man auch noch so weise, gerecht & bescheiden sein.

      Obwohl ich nicht höchstselbst vor Ort war & das auch auf absehbare Zeit nicht sein werde, bin ich doch gut informiert darüber, wie es in meiner neuen Stadt voran geht.
      Bartmann, mein Städteberater, sagt jedenfalls in Kijiji wäre alles in bester Ordnung. Nur die Korruption in der Stadt bereite ihm noch etwas Sorgen, die läge bei 63%.
      Wie er mir das ins Gesicht gestanden hatte, so offen & ehrlich, bin ich gleich voller Jähzorn aus meinem Thronsessel hochgefahren, und hab ihn angeschrien, noch den halben Hähnchenschenkel im Mund: „KORRUFFION???“
      Der nächste Griff ging zur Peitsche.
      Das beruhigt die eigenen Nerven ungemein.
      Als Herrscher hat man's ja nicht leicht, aber ich will mich auch nicht wiederholen.

      Habe ich eigentlich schon einmal erklärt, warum „Kijiji“ auf so einem megacoolen Namen wie „Kijiji“ getauft wurde? Und warum zum Beispiel nicht auf den Namen „Kujiji“?
      Und was meine ich eigentlich wenn ich von einem „Marmorgürtel“ spreche? (Okay, das habe ich hier bisher noch nicht getan, aber macht das diesen „Cliffhanger“ nicht noch geheimnisvoller?)
      Wo bleiben die netten Trolle, die im Kommentarthread so energisch gefordert wurden?
      Was hätte eigentlich der alte Graf überhaupt zu dem Ganzen gesagt?

      Was bleibt, sind Fragen.
      Wie so oft, nicht wahr, liebe Welt?
      Erneuter freudiger Gruß,
      dein großer Fan,
      Graf von Plüsch

      P.S.:
      Zum Abschluss ein weiteres Mal ein mit Vorfreude erwarteter Tipp:
      Die vier Jahreszeiten - Herbst
      (ist was zum Nachdenken)



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      * ... wobei sie, das mal am Rande, ihren Wahrheitsgehalt ganz beiläufig & unauffällig bewiesen hat. Haha. Hahaha.
      Grundlose Publikumsbeleidigung ist toll. ... Haha.
      Vor allem, wenn das Publikum sowie der Autor beidseitig wissen, dass die Leserschaft hier vermutlich zu dem Schlausten gehört, was die antike Welt zu bieten hat!

      ** ... Anfänger gehen häufig das Risiko ein ihre Provokation tatsächlich auch begründen zu wollen. Das ist durchaus ein gangbarer Weg & eine gute Möglichkeit das Interesse eines Lesers weiter zu steigern (etwa durch eine zweite, nochmals gesteigerte Provokation); jedoch nur solange man es vermeidet mit sachlichen Begründungen glänzen zu wollen!!!
      *** ... Bei meiner Recherche bin ich übrigens auf etwas gestoßen, dass mich derart in Rage versetzt hat, dass ich gleich darauf völlig grundlos meinem Mundschenk eine Ohrfeige verpasst habe: „Frauen sollen aufhören, sich aufreizend zu kleiden. Je provokanter die Robe, desto weniger sexy ist die Frau.“ Das hat tatsächlich jemand gesagt!
      Unglaublich!
      „Weniger ist mehr!“ halte ich dagegen.
      Es sind doch wirklich schlimme Zeiten, in denen wir leben, wenn selbst diese einfachen, althergebrachten & nie in Frage gestellten Weisheiten mit einem Mal der Rechtfertigung bedürfen.

      **** ... Und das obwohl ihr Name auf ein gewisses Potenzial an Wildheit schließen lässt. (Und eine Vorliebe für Kirschen?) Vermutlich habe ich es aber wieder mal verbockt, weil ich zu sehr Gentleman war. Die Trunkenheit einer Dame ausnutzen, nein, das kommt für mich als Hase von Welt nicht in Frage.
      Mein Ehrgefühl ist leider weiterhin eine meiner größten Schwächen.


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―

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    • 4. Eintrag

      „Herr Graf von Plüsch, ich darf Ihnen die gute Nachricht übermitteln, dass in Kijiji der Korruptionsgrad auf 38% gesenkt werden konnte, Tendenz fallend. Damit liegen wir mehr als im Soll, und werden diesen Sumpf der Unmoral & Zersetzung womöglich schon bis Ende der Kalenderwoche ausgemerzt haben.“
      Bartmann, mein Städteberater, berichtet mir die neuesten Entwicklungen aus meiner 14. festen Stadt.
      Ich hatte erwartet, dass er für die Korruptionsbeseitigung einige Zeit benötigen würde, und war über die rasche positive Entwicklung freudig überrascht. Mit meiner neuen Niederlassung ging es aufwärts.
      Sobald die Korruption besiegt wäre, könnte man die Produktion aufnehmen. Dann hieße es endlich: Marmorgürtel erwache!
      Es waren so viele gute Nachrichten, die mir mein Städteberater stolz kund tat: der zweifache erfolgreiche Ausbau der Kriegswerft von Shujaa, einen neuen garstigen, felltragenden Kulturpartner, dazu zwei verbesserte Sägewerke in meiner anderen Welt, usw. usf..
      Was hätte ich mich darüber freuen können. Ich hätte mich bei Bartmann für seine erfolgreichen Mühen erkenntlich zeigen können, ihm etwa meinen aufrichtigen Dank zuteil werden lassen können. Wenn ich ihm schon kein Gehalt bezahle & ihn manchmal aus einer schlechten Laune heraus mit Schimpfwörtern unterster Schublade belege, wäre so ein Zeichen der Anerkennung doch das Mindeste.
      Doch mich stürzten diese Berichte in ein Dilemma, denn trotz allem verspürte ich in mir dieses dringende Bedürfnis irgendjemanden auspeitschen zu wollen.
      Einfach so.
      Keine Ahnung warum. Vielleicht der ganze Stress, dem man als Herrscher ausgesetzt ist. Vielleicht auch die Verärgerung darüber, dass alle sagen eine rosa Fellfarbe wäre ein Attribut von Weiblichkeit *.

      Armer Bartmann, zur falschen Zeit am falschen Ort.
      Hätte er mir die neuesten Entwicklungen nur ein paar Stunden später berichtet, ich hätte meine etwas besorgniserregenden Neigungen zu Züchtigung & Willkür sicher schon an einem anderen meiner Berater ausgelassen gehabt.
      Zum Beispiel an Theo, meinem Militärberater, nachdem er mir berichtete wir hätten an der Stufe-15-Mauer eines Inaktiven drei Speerträger verloren.
      Drei tapfere Speerträger.
      Ich dachte an die Familien dieser Männer, an deren Kinder, die nie wieder mit ihrem Vater Mau Mau würden spielen können, nie wieder das kleine Einmaleins des griechisch-römischen Ringkampfes zusammen einüben könnten.
      Aber Theo dafür auspeitschen? Damit war doch auch Keinem geholfen.
      Außerdem hatte es 68.141 Rohstoffmengen gegeben, volle Schiffe.

      Das Leben der drei Speerträger würde ihren Nachkommen, würde den Nachkommen aller meiner Untertanen, ein besseres Leben ermöglichen. Da wird hier der Marmor verwendet für eine neue Mauerstufe, die allen mehr Sicherheit gewährt. Und da das viele Holz verbaut für den Ausbau des Statthaltersitzes in Kijiji, der meinen Untertanen den Herzenswunsch erfüllt die Zufriedenheit ihres überschwänglich geliebten Herrschers temporär zu steigern.
      Wie oft habe ich dir, liebe Welt, schon über die Verantwortung eines Herrschers geklagt. Hier zeigte sie sich exemplarisch.
      Welche Bürde ist es, eine Entscheidung zu fällen, die die Kinder dreier tapferer Männer zu Waisen macht, drei Frauen zu Witwen. Dabei gleichfalls zu wissen, dass es die richtige Entscheidung ist, zum Wohle aller & im Besonderen zu meinem etwas höher gewichteten Wohle.
      Eine wahrhafte Bürde!



      Nun aber mal zu etwas völlig Anderem **:
      Trolle.
      Hinterhältig, bösartig, übelriechend, hässlich, dumm.
      *Kunstpause lass*

      Zumindest die männlichen Exemplare.
      Weibliche Trolle sind glücklicherweise das genaue Gegenteil dieser Beschreibung, auch wenn sie mit ihren großen Füßen sicher nie anmutig Absatzschuhe tragen können. Die Aussicht ein Leben, haha, auf großem Fuße *** führen zu können, sollte diesen Nachteil dennoch problemlos ausgleichen können.
      Angeblich sollen die weiblichen Trolle auch launisch sein, doch erschließt sich mir als „Fachmann“ nicht wirklich, warum dieses Attribut besonders hervorzuheben wäre, wenn wir doch von weiblichen Trollen sprechen ****.

      Jedenfalls: ich mag weibliche Trolle.
      Das wollte ich mal loswerden.


      Damit ende ich hier, liebe Welt,
      wie stets mit lieben, begeisterten Gruß,
      jedoch nicht ohne auf die nachfolgend startende Serie „Rothäschen & das böse Neugiertier“ aufmerksam zu machen,
      Dein peitschenschwingender & (weibliche) Trolle mögender Fan,
      Graf von Plüsch


      P.S.:
      Na? Was kommt wohl jetzt noch zum Abschluss dieses Eintrags?
      Genau!
      Der Tipp:



      ------------------------------------------------

      *… was übrigens absolut nicht stimmt! Wie das >>Zeta Journal << in seiner letzten Ausgabe berichtete, ist rosa mittlerweile offiziell als geschlechtsneutral anerkannt & bestätigt wurden.
      Mein Dank für diese Kenntlichmachung und Festschreibung eines eigentlich offensichtlichen Fakts geht an den Chefredakteur dieses Leitmediums mit viel zu geringer Reichweite, Herrn Pandadima.

      ** … Ja. Diese Überleitung ist geklaut. Na und?
      Ich habe mir immerhin die Mühe gemacht sie leicht zu verändern. Außerdem sollte das eine huldvolle Reminiszenz sein. :püh:

      *** … :lachheul:
      **** ... ich muss immer noch schmunzeln: „auf großem Fuß leben“ … haha. Weil Trolle doch so große Füße haben. Haha.

      Rothäschen und das böse Neugiertier
      Ein märchenhaftes Lehrstück, in dem auch eine nette Trollin eine nicht geringe Rolle spielt
      – Teil 1

      Es war einmal ein kleines Häschen. Das wurde aufgrund der kleinen roten Kappe, die es stets auf dem Kopf trug, lange Zeit von allen nur Rotkappenhäschen genannt, bis sich in der letzten Zeit die griffigere Verkürzung zu Rothäschen durchgesetzt hatte.
      Rothäschen war voll nett. Es grüßte stets freundlich, half bei Großfamilien im Haushalt und bei den alltäglichen Besorgungen, und es trennte auch immer ordnungsgemäß den Hausmüll, der Umwelt zuliebe.
      Die Bewohner des kleinen antiken Dorfes mochten ihr freundliches, gutmütiges Rothäschen und hatten es lieb. Und die Mutter des Rothäschens war stolz darauf wie sich ihr Kind entwickelt hatte. Genauso wie deren Mutter, Rothäschens Oma, die, wie alle älteren Leute jener Zeit, etwas abseits von der Dorfgemeinschaft leben musste. Aus nachvollziehbaren Gründen sollten die Alten den Jüngeren nicht mehr so zur Last fallen, selbst wenn sie so vital und hübsch waren wie Rothäschens Oma.
      Um die abgeschiedene Seniorensiedlung zu erreichen, hatte man durch einen reißenden, kleinen Bach zu schwimmen und einen dichten, dunklen Wald zu durchqueren. Die Bewohner wünschten es offensichtlich wirklich nicht die Älteren in der Nähe zu wissen (wenngleich die Seniorensiedlung trotz allem besser war als das traditionelle „von der Klippe geschubst werden“).
      Rothäschen fand diesen Umgang mit den Ahnen sehr gemein.
      Es mochte seine Oma und hätte sie gern öfter besucht. „Man hätte ja wenigstens eine Brücke über den Bach bauen können“, dachte es manchmal. Denn ohne Brücke war man immer auf gutes Wetter und niedrige Pegelstände des Bachs angewiesen.
      Und der Oma Geschenke mitbringen, das stellte sich auch als schwer heraus.

      Heute war es glücklicherweise ein sonniger Tag. Zwar hatte es am Vormittag ein wenig geregnet, und es bildeten sich noch immer Pfützen auf den kleinen Kieswegen des Dorfes, doch es drohten an Nachmittag und Abend weder weitere Regenfälle noch ein besonders reißender Bach.
      Rothäschen würde heute seine Oma besuchen können!
      An ihrem Geburtstag.
      Seine Mutter hatte sogar einen kleinen Korb gepackt, den es der Oma mit „den besten Wünschen usw., bla bla, von der ganzen Familie“ schenken sollte. Gefüllt war er mit allerlei Leckereien und Nützlichkeiten: darunter ein kleiner Geburtstagskuchen aus dem Supermarkt, ein Bund Möhren, Weintrauben, Rheumasalbe, etwas Schafwolle sowie eine kleine Flasche Ouzo.

      So machte sich Rothäschen am späten Nachmittag endlich auf den Weg, verließ das kleine antike Dorf über den Mühlsteinweg, bis es an der Felsformation „Aphrodite“ nach Osten abbog.
      Frohen Mutes und voller Vorfreude auf den überraschten Gesichtsausdruck seiner Oma bei seinem Erscheinen hoppste es über den schmalen Feldweg in Richtung des Baches und des sich anschließenden Dunkelwaldes. Vorsichtig war es darauf bedacht sich nicht das rote Käppchen vom Kopf wehen zu lassen oder in eine der kleinen Pfützen zu tappsen. Im Schein der sinkenden Sonne summte und dichtete es gutgelaunt vor sich hin.
      „Ach, wie ist mein Herzchen rein,
      wenn ich so spring und hoppse fein.
      Denn für mein liebstes Omilein,
      will ich das bravste Häschen sein.“

      Immer wieder variierte es die Zeilen, veränderte Melodie und Rhythmus, und hoppste dabei den Feldweg entlang, bis es sich endlich am Bach angekommen sah. Der Wasserstand schien wirklich angenehm niedrig, und es würde ein Leichtes sein ihn zu durchqueren. Nur leichtsinnig durfte es nicht werden, schließlich hatte es Rothäschen trotz allem mit einer echten Naturgewalt zu tun.

      … Fortsetzung folgt …


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―


    • 5. Eintrag

      Vier Drei Auflösungen von Cliffhangern & ein Todesfall Geständnis

      1. Halbmillion erreicht.
      Manchmal hat man einfach einen Lauf.
      Vor allem wenn man mit außergewöhnlichen Begabungen gesegnet ist.
      Vermutlich das Glück des Tüchtigen.
      Jedenfalls: nachdem ich in der letzten Woche bereits in den kleinen, exquisiten Klub der „offiziellen ika-Millionäre“ aufgestiegen bin, bin ich seit Neuestem auch Mitglied im offiziellen Klub der ika-Halbmillionäre.
      Wahnsinn!
      Ja, mir hätte gestern erneut ausgelassen gratuliert werden können, so wie es nur der gute, alte Olli getan hat. Der gute, alte Olli, ohne dessen anerkennendes Glückwunschtelegramm ich nichtmal gemerkt hätte, dass ich Halbmillionär bin. So bescheiden bin ich, dass ich so etwas einfach nicht beachte. Ich wette ja, es gibt keinen Herrscher der bescheidener ist als ich. Und keinen der gerechter ist. Und weiser.

      Jedenfalls:
      Da ist mir wieder aufgefallen, am 13.09. um 13:06 Uhr und 6 Sek.
      Eine Million Punkte (und davon die Hälfte) ->
      Doofster Städteberater! Diese News ist Bartmann kein Strahlen wert!

      Fortan bin ich nun also auch Halbmillionär.
      Damit habe ich doch nun wirklich nahezu alles erreicht, was man als Herrscher erreichen kann. Millionär. Halbmillionär. Was gibt’s noch? Wo liegen die neuen Herausforderungen?
      In Disneyland war ich ja auch schon … na ja, fast.
      Ich weiß zumindest wo’s liegt.
      Aber Koordinaten darf man ja nicht ins Tagebuch schreiben.
      Ach was soll’s.
      Ich tu’s trotzdem: Dislneyland liegt auf :zensiert: *
      Mist!
      Aber zum Zeichen, dass ich nicht lüge, und wirklich weiß wo das liegt:

      Wüsste ich nicht, dass ich mich in maßlosen Abschweifungen verlieren würde sobald ich mit dem Thema anfangen würde, wäre der Anlaß meiner Halbmillion sicher ein guter Zeitpunkt meine Danksagungen fortzusetzen.
      Doch irgendwie …
      Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schw… nein, das ist eigentlich auch recht schwungvoll & danksagungsbereit. Das Wetter ist vielmehr eher ungünstig im Moment. So dunkel draußen, und überhaupt.
      Ja, das Wetter. Das macht uns wieder mal einen Strich durch die Rechnung.
      Vielleicht ein anderes Mal **.


      2. Marmorgürtel
      Was ist dieser sagenumwobene Marmorgürtel?
      Eine gute Frage.
      Ein Gürtel aus Marmor? – Ist das nicht unpraktisch, da er sicher ziemlich schwer auf den Hüften lasten würde? Andererseits wäre das sicher chic, gerade wenn ja nicht jeder so ein Ding hätte. Und wer schön sein will, soll ja angeblich auch leiden müssen. Ist das nicht auch der Grund warum Diogenes immer in der Tonne hockte? – Dieser eitle Fatzke! ***
      Oder ist das so was wie das Goldene Vlies? **** „Warst du wieder mit den Argonauten unterwegs, Nichtsnutz“, höre ich mich den alten Grafen stimmmächtig schallen. „Du weißt doch dass die nicht der richtige Umgang für dich sind! Wir kennen doch alle noch nicht die Geschichte vom letzten Mal als du & Jason & die ganzen anderen Racker mit dem Schiff entschwunden seid & wir euch halbe Ewigkeiten lang suchen mussten, weil ihr nicht zum Abendbrot erschienen seid! Und vergiss nicht, wie sie dich gehänselt haben, weil du dich nicht vom Schiff getraut hattest! ***** “

      Doch genug aus meiner wilden Jugend.
      Der Marmorgürtel.
      Hmmm.
      Manche Dinge sind mit Worten nicht leicht zu erklären.
      Ich male dir den Marmorgürtel am Besten mal auf, liebe Welt.
      Sogar in bunt.


      1. Auf der Insel wohnt meine Hauptstadt, und da verbringe auch ich den Großteil meiner Zeit mit Jagen, Trinken & Regieren. ... *hurray* \o/
      2. Da ist Kijiji gelegen ... *hurray* \o/
      3. Da sollte Kijiji ja erst hin. Die beiden Inseln waren nur leider voll :-((
      4. Auf der Insel, da wohnt auch gleich die Chefin. Und einige andere von uns. ... *hurray* \o/
      5. Da wohnt meine Plünderpolis. Dort bin ich auch nie, denn dort ist's viel zu gefährlich. Außerdem gibt's da noch nichtmal einen Statthalterpalast auf Stufe 1!
      Die Flecken in diesem geschlechtsneutralen rosa Farbton. Das sind natürlich Inseln meines Herrschaftsbereiches! Meine, meine, meine! ... *hurray* \o/


      3. „Schlacht um Helli“ *****
      Ich habe die „Schlacht um Helli“ gewonnen!

      (für die Pfiffikusse unter uns: Ja, der Kampfbericht ist gekürzt!)



      4- Mein bitteres, schamvolles Geständnis.
      Die vier drei Cliffhanger-Auflösungen habe ich hinter mir.
      Jetzt kommt der schwerste Teil dieses Eintrags.







      Doch oh’ weh, wie ist mir.
      Mir fehlt die Kraft.
      Mir fehlt die Kraft, liebe Welt, dir mein dunkles Geheimnis zu gestehen.
      Beim nächsten Mal. Vielleicht.

      Dich voller Scham auf meinen nächsten Eintrag vertröstend,
      Graf von Plüsch


      P.S.:
      Auch heute wieder, ein Tipp, dieses Mal erneut etwas frei interpretierbarer.
      Und erneut als grafische Weisheit:




      ------------------------------------------------

      * … Hmmm. Wirklich widerspenstig, das mit den Koordinaten. Vielleicht klappt’s in der Fußnote besser. Disneyland liegt auf Insel :zensiert:
      Nee. Nicht zu überlisten das Forum. Sollte ich in ihm wirklich meinen Meister gefunden haben?

      ** … wie mir auffällt, habe ich im Rahmen meiner Einträge bisher noch nicht einmal die Chefin erwähnt. Oje. Wenn das rauskommt. Sie ist manchmal aber auch so jähzornig. Eine der vielen Frauen vor denen ich insgeheim Angst habe … seit damals … der alte Graf … in den Frauenkleidern … denen einer einfachen Dienerin … angetrunken … voller Verdruss … ja, seit damals.
      *** … Boah! Ey! Im Quadrat!
      Eine scherzhafte feingeistige Anspielung.
      Hier wird sogar noch klassische Bildung vermittelt. Auf amüsante Weise. Was für ein tolles Tagebuch! Ich denke, ich werde mal diesem famosen Autor mal einen Kommentar in seinen >>"Tagebuch"-Kommentarthread << schreiben. Angeblich soll er ja ziemlich bescheiden sein. Und gerecht. Und weise. Doch ich finde, das ist kein Grund nicht rühmen zu wollen, was zu rühmen wert wäre.

      **** … Und noch eine dieser geistreichen Verweise! Was für ein gar hochwohl erzogener Graf. Ja, man erkennt die straffe Schule des alten Grafen. Für die klassische Bildung hatte er einiges über, da hielt er viel drauf.
      ***** … Bevor hier falsche Eindrücke entstehen. Das ich mutig bin, das hatte ich nie behauptet.
      ****** … Natürlich war die „Schlacht um Helli“ ein Cliffhanger! Irgendwo einem der vorangegangenen Einträge hatte ich eine Andeutung fallen lassen. Da bin ich mir ganz sicher! Bestimmt in einer der vielen Fragen am Ende. Oder? Es gab doch auch diesen einen Eintrag, in dem’s um Apfelmus ging, und wie ich mal da drin gebadet hatte, weil das angeblich gut für die Haut sein sollte. Da stand das garantiert drin! Wenn du nicht richtig & aufmerksam lesen kannst, liebe Welt, dann bist du selber Schuld!
      Na klar. Fang mir jetzt bloß noch damit an, auch zu behaupten, die Sache mit der Halbmillion sei kein Cliffhanger gewesen!


      Rothäschen und das böse Neugiertier
      Ein märchenhaftes Lehrstück, in dem auch eine nette Trollin eine nicht geringe Rolle spielt
      – Teil 2

      Kurz betete es stumm zu Poison Poseidon um ihn wohlzustimmen, bevor es die flachste, ruhigste Stelle des Baches aufsuchte. Ein wenig kannte sich Rothäschen bereits aus. Es würde den Bach ja nicht zum ersten Mal überwinden.
      Einige Hoppser später stand es an seiner bevorzugten Uferstelle: umgeben von hohem Schilf zog langsam strömend das Wasser in Richtung Zitronentümpelsee.
      Bei dem niedrigen Wasserstand würde Rothäschen heute sogar einfach durchwaten können. Nur bei den glitschigen Steinen am Bachgrund würde es vorsichtig sein müssen.
      Tapfer und entschlossen setzte es sein rotes Käppchen ab und verstaute es im Korb, mehr aus Gewohnheit denn aus Sorge es könne nass werden. Zweieinhalb nasse Meter waren für seine kleinen Pfötchen zu überwinden.
      Noch einmal huldigte es Poseidon, dann stampfte Rothäschen festen Schrittes los.


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      ― Taylor Swift ―

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    • 6. Eintrag

      Geständnis!
      – Entdecke die dunkle Seite des Grafen von Plüsch! –
      – Hat er Dreck am Stecken? Ist doch nicht alles Gold was glänzt? –

      Ich bin Baukostenreduzierer!

      Ich war nicht ganz ehrlich bisher, in meinen Berichten an dich, liebe Welt.
      Denn mißmutig darüber eine Verfehlung zugeben zu müssen, bin ich dennoch gezwungen der Wahrheit durch mein schamvolles Geständnis Geltung zu verschaffen:
      Ja, ICH bin wirklich Baukostenreduzierer!

      Wie konnte jemand mit einem derart einwandfreien Leumund nur so auf die schiefe Bahn geraten?
      Es fing alles ganz harmlos an, so wie diese Geschichten das meistens tun.
      Man sitzt beisammen mit einigen anderen Herrschern, man schwätzt, trinkt, lästert, trinkt, schließt unsinnige Wetten ab*, trinkt, peitscht wechselseitig die Untergebenen der anderen Herrscher aus & man trinkt.
      Und wie das so ist: Irgendwann verlassen die Ersten den Pfad der Tugend, jemand bringt das Thema auf Drogen, ein anderer auf Betrug bei der Rebhuhnjagd**.
      Bis jemand Einem leise zutuschelt: „Probiere das doch Mal aus. Baukostenreduzierung.“ Der Sitznachbar, der doch etwas von dem Gesprächsthema mitbekommen hat, nickt andächtig, gibt selbst eine Geschichte zum Besten, prahlt was er seitdem an Baukosten spart & was für ein geiles Gefühl das sei.
      Die Einwände, dass das doch unmoralisch sei, dass das nicht viel anders wäre als sich Hochzuforschen, werden einfach beiseite geschoben.
      Dann beginnt jeder seine krassesten Erfahrungen kund zu tun: „Ich hab’ seit Kurzem `nen Optiker, ne. Das Teil flasht einen vielleicht. Irre!“ Oder: „Da meinste du fliegst, mit so einer 32er-Zimmerei!“
      Und man selbst sitzt nur da. Denkt sich so, ja, so eine „Zimmerei“ tut ja sicher nicht weh, könnte ich sicher auch mal probieren. Die reduziert die Baukosten ja nur um 1%. Was kann schon passieren? Außerdem, bei dem Statthaltersitz auf Stufe 7, da lohnt sich das tatsächlich richtig dolle. Und danach kann ich sie ja wieder abreißen lassen.
      Eh’ man sich versieht, gibt man noch in der gleichen Nacht, heftig angetrunken, den Befehl in Shujaa, wo man ja noch voll viele Bauplätze frei hat, eine „Zimmerei“ zu bauen.
      Nur so. Ums mal zu probieren. Es machen doch alle. Total ungefährlich.

      Und mit einem Mal steckt man drin in diesem Sumpf, diesem Treibsand, der Einen direkt in die Hölle hinunter zieht.
      Immer höher wächst die erste „Zimmerei“, bis man plötzlich auch in Maliki & Fumbo so ein Ding auf Stufe 16 stehen hat.
      Bartmann, mein Städteberater, berichtete mir kürzlich, wir hätten in Kijiji gar zum ersten Mal so eine „Zimmerei“ von Beginn an gebaut. Ich wollte es nicht glauben. „Das habe ich doch nie & nimmer unterschrieben*** “, lautete mein erboster Einwand.
      Nein, ich wollte, ich konnte es mir nicht eingestehen.
      Es gibt dieses Stadium, in dem man selbst das Offensichtliche leugnet, es sich & der Welt nicht eingestehen kann, dass man Fehler begeht, seine eigenen Werte verrät & sie mit (gut manikürten) Füssen tritt & tritt & tritt.
      Man leugnet, was jedem Außenstehenden erkennbar ist.
      Selbst als Bartmann mir den Bauauftrag für die Zimmerei in Kijiji vorzeigte, mit seinem Bauerntrampel-Finger unbarmherzig auf meine Unterschrift wies, vermochte ich nicht meine Weisung als die Meinige anzuerkennen.
      „Du Lump,“ schrie ich, „Du Lump.“ Vermutlich wütete ich noch irgendetwas von „Das würde ich nie tun!“ oder „gefälscht!“, „auch du mein Sohn Brutus?“ oder „Verrat, Verrat!“. Ich weiß es nicht mehr. Ich war nur erhitzt, wütend, voller Scham, reuegeplagt.

      Ja!
      Ich bin Baukostenreduzierer, liebe Welt,
      und ich komme nicht mehr davon los.
      Doch ich bin erleichtert, zumindest dir, auf diese private, intime Weise meine Verfehlung, meinen schwachen Charakter gestanden zu haben.
      Vielleicht der erste Schritt zur Besserung.


      So grüßt dich erneut,
      geplagt mit schlechtem Gewissen, Selbstvorwürfen & einem unstillbaren Verlangen nach Braten,
      Graf von Plüsch


      P.S.:
      Weiß ja nicht ob’s schon Jemandem aufgefallen ist, aber kann es sein, dass gamestats nicht funktioniert? Vielleicht sollte ich, anstatt einfach zu warten bis sich die Betreiber melden bzw. anstatt großartig im Forum rumzusuchen, mal einen Thread im Forum aufmachen & fragen was los ist.

      P.P.S.:
      Der Tipp darf natürlich nicht fehlen:
      Sprich leise und höflich, aber trage stets einen dicken Knüppel bei dir.



      ------------------------------------------------

      *Von einer dieser Wetten muss ich unbedingt mal berichten, eine Wette, die so unglaublich ist, dass sie sicher einen famosen Romanstoff abgeben würde, fände sich jemand der sie niederschreiben würde.
      Wir saßen alle so zusammen, schon ziemlich heftig beschwippst, bis Johnny Stefanopopolus wieder mit diesem Unsinn anfing: „Die Erde ist eine Kugel! Vielleicht nicht ganz so rund, aber eben kugelförmig-ähnlich.“ Wir lachten nur, wie stets bei Johnnys Unsinn. Nur dieses Mal wollte er es anscheinend wissen: „Ihr habt doch keine Ahnung. Selbst Pythagoras hat’s doch gesagt.“ Das Gespräch wurde immer hitziger und aufgeregter. Bis schließlich der Klügste von uns (vermutlich war ich das) mit der genialen Idee aufwartete: „Johnny, wenn du meinst die Erde wäre eine Kugel, würdest du sie doch sicher umrunden können, ohne von ihr runterzufallen?“ Und als Johnny das bestätigte, schlugen wir ihm vor, doch den Beweis anzutreten. Als er zögerte nannten wir ihn „Feigling“ & rieten ihm, er solle doch nach Hause zu seiner Mama rennen um da zu heulen. Schließlich willigte er ein den Beweis antreten zu wollen. Um es ihm nicht zu einfach zu machen, und auch weil wir alle ziemlich betrunken waren, haben wir ihm noch die Frist gesetzt, dass in 80 Tagen schaffen zu müssen.
      Johnny zog noch an eben jenem Abend los, nur von seinem treuen, französischstämmigen Diener begleitet, gen Osten.
      Wir haben seit Jahren nichts mehr von ihm (& seinem Diener) gehört.

      **ich würde dergleichen nie tun! Rebhuhnjagd ist ein ehrenwerter Sport! Ein Kräftemessen Hase (samt Begleiter & antiker Schießgewehre) gegen Rebhuhn, bei dem nur der Beste bestehen kann. Ohne Betrug!
      ***jaja. Ich benutze auch in der wörtlichen Rede „&“ statt „und“. Ist so eine Angewohnheit. Aber sie unterscheidet mich eben vom Rest, macht mich zu etwas Besserem Besonderem.
      Ich benutze ja selbst die Fußnoten, die jeder so frei nutzen darf weil es da kein Copyright drauf gibt, noch in der wörtlichen Rede, anstatt sie etwa an die wörtliche Rede hinten an zustellen.



      Rothäschen und das böse Neugiertier
      Ein märchenhaftes Lehrstück, in dem auch eine nette Trollin eine nicht geringe Rolle spielt
      – Teil 3

      Keine halbe Minute später war Rothäschen sicher auf der anderen Seite angekommen.
      Was für ein Abenteuer!
      Der Geburtstag seiner Oma musste sein Glückstag sein. Nichts Schlimmes war ihm widerfahren. Das Wasser hatte ihm nur bis zur Hüfte gereicht und der umsichtig getragene Lebensmittelkorb hatte bei dem ganzen Ereignis nicht einen Spritzer Wasser abbekommen. Noch dazu wurde der nasse Teil seines Fells rasch durch die letzten, warmen Strahlen der untergehenden Sonne getrocknet.
      Beseelt setzte Rothäschen sich wieder sein rotes Käppchen auf den Kopf, vergaß in seinem Übermut sogar Poseidon zu danken, und zog in den düsteren, dunklen Dunkelwald hinein.

      Zufrieden hoppste Rothäschen den schmalen, engen, von wildem Gestrüpp umwucherten Waldpfad entlang. Zügig kam es voran. Es kannte den Weg.
      Da war auch schon die letzte Weggabelung.
      Rothäschen wusste: keine halbe Stunde mehr und es würde bei seiner Oma vor der Haustür stehen, ihr herzlich gratulieren, zum Dank von ihr gedrückt werden, und sie würden anschließend gemeinsam Geburtstagskuchen essen und Ouzo trinken.
      Nur noch das letzte, dunkelste, düsterste und dichteste Waldstück lag zwischen ihm und diesen freudvollen Stunden.
      Doch da.
      Ein Rascheln. Ganz nah.
      Plötzlich wuselte etwas aus dem Unterholz, direkt auf Rothäschen zu, ließ Rothäschen erschrocken zusammenzucken. Keinen Meter vor ihm baute sich das unförmige, seltsame Wesen auf, den fleischigen Körper dabei stets von einer neugierigen Aufregung erfüllt. Mehrere Augenblicke lang taxierte es Rothäschen aus seinen ungewöhnlich vielen, hastig huschenden Augäpfeln, bevor es mit krächzender Stimme zu sprechen begann:
      Halt, du Selbstmörderkarniggel! Du, das du dich durch einen schlechten Charakter und Verdorbenheit auszeichnest, halt an!
      Rothäschen hatte Geschichten gehört. Schauderhafte Geschichte.
      Doch noch nie hatte es eines dieser vieläugigen und -beinigen Ungetüme zu Gesicht bekommen. Bisher.
      Nun stand ein Exemplar direkt vor ihm, wuselte auf den vielen, den aberwitzig vielen Beinen vor sich hin.
      Ein Neugiertier.
      Ganz eindeutig. Rothäschen erkannte trotz der geschwind tänzelnden Beine die Zehenfarbe: zartrosa mit Stich in Zwetschgenfarben. Eindeutig! Sie waren ungefärbt.
      Bevor Rothäschen auch nur an Flucht denken konnte, die Gefahr in der es sich befand auch nur realisieren konnte, krächzte das Neugiertier erneut: „Du schurkisches Scheusal! Reiche mir herüber den Lebensmittelkorb, den du deinem unverbesserlichen, durchtriebenen Omalein zu schenken beabsichtigst! Und vernachlässige bloß nicht, mir auch die vielen Fähnchen herüber zu reichen, die du in deiner grenzenlosen Niedertracht bei dir zu tragen gewohnt bist!


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―

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    • 7. Eintrag

      Skandal!
      – sowie weitere weitaus weniger theatralische Begebenheiten –

      Nun ja.
      Liebe Welt, ich nehme mal an du verfolgst meine Einträge an dich auf eine ebenso aufmerksame & konzentrierte Weise, wie in der, in der ich sie dir regelmäßig niederschreibe, mit meiner so geistreichen & gewitzten Feder.
      Demnach wirst du schon erraten haben, welchen Zweck die prägnante Überschrift zu leisten haben soll.
      Also wirst du dich auch gewiss nicht wundern, dass in diesem Beitrag nicht wirklich skandalöse Vorfälle & Themen behandelt werden.

      Zuvorderst möchte ich mich für meinen Moment der Schwäche entschuldigen, der mich wohl am gestrigen Abend heimgesucht & verweichlicht hatte.
      Ich bin natürlich kein Baukostenreduzierer!
      Dergleichen würde ich nie tun!
      Jeder weiß in welchem Maß die Baukostenreduzierung gegen die guten Sitten verstößt, wie sehr selbst der gute Knigge in ein paar hundert Jahren gegen die Baukostenreduzierung wettern wird. Und das völlig zu Recht!

      Das Neueste aus meiner vierzehnten festen Stadt, Kijiji, ist, dass wir dort noch immer nicht die Produktion aufnehmen konnten, so dass der sagenumwobene Marmorgürtel noch immer nicht seine ganze Macht zu entfalten vermag.
      Irgendwie gibt’s noch Probleme beim Statthaltersitz. Lagerprobleme, heißt’s. Die Lagerkapazitäten der Stadt wären angeblich noch zu gering um die für eine siebte Statthalter-Stufe unablässige Sammlung an Götzenstatuen & goldenen Kälbern ordentlich & sicher lagern zu können. Und um Lagerkapazitäten zu schaffen, braucht’s anscheinend recht viel Zeit *.

      Naja.
      Die Korruption in Kijiji liegt aktuell bei 13 %.
      Bei Dreizehn! Prozent!
      Jeder weiß, dass das Unglück bringt.
      Die Uhr geht nicht umsonst nur bis 12. Die Uhr-Erfinder werden sich schon was dabei gedacht haben, auf die 13te Stunde verzichtet zu haben.
      Und auch aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass die „13“ einem nicht so besonders bekommt, eine November-2009-Erfahrung: Kriegserklärung >>"[13te] vs [H A]"<<
      Und dann die Korruption nicht einfach nur bei "13", sondern bei "13 Prozent"!
      "Prozent"!
      Auch da weiß ein Jeder, wie weit es in Sachen Desaster schon steht, wenn Angaben in „Prozent“ gemacht werden. Schließlich ist allgemein bekannt, dass Prozentangaben nur in Verbindung mit Negativereignissen gemacht werden: „Arbeitslosenquote bei bla bla Prozent“, "Aktie von Plüsch&Co nach aufgedecktem Insidergeschäft bla bla Prozent im Minus", "FDP legt in den Umfragen bla bla Prozent zu!“.

      Immer noch 13% Korruption in Kijiji.
      Das mir.
      Wir Herrscher haben es wahrlich nicht einfach!

      Seit mir Bartmann, mein mittlerweile sicher allseits bekannter Städteberater, den Korruptionsgrad von 13% mitgeteilt hat, schlaf ich schlecht des Nachts, wende mich unter meinen warmen, hitzigen & schweren Bettlaken aus purem Gold, stelle mir die schlimmsten Unglücksszenarien vor, die aus dieser verdammenswerten Situation entspringen könnten.
      Ist das die Rache für meine Sünden **?
      Für das Dasein als Baukostenreduzierer ***?

      Ich werde stark sein müssen.
      Versuchen müssen Bartmann mit der Peitsche zu Höchstleistungen zu motivieren.
      Dafür sind wir Herrscher schließlich da. Das ist es was uns auszeichnet. Nämlich die Fähigkeit auch in den schwierigen Situationen nicht den Kopf zu verlieren & das Beste aus unseren Untertanen herauszukitzeln ****.


      Damit verabschiedet sich in halbwöchigen „Urlaub“ & Urlaubsmodus,
      mit treuherzigem Blick & dir, liebe Welt, ein schönes Wochenende wünschend,
      Graf von Plüsch


      P.S.:
      Der Tipp darf natürlich nicht fehlen:
      Ein Ring sie zu knechten!



      ------------------------------------------------

      *Wie viele der besonders weisen & ängstlichen Herrscher sage ich „NEIN“ zur Halde! So ein Ding kommt mir nicht in die Stadt!
      Was man so hört, soll das Ding ja ordentlich Punkte kosten (mein hart erarbeiteter Status, was hab’ ich denn sonst außer meinen Punkten?) & außerdem auch noch voll den Meeresblick trüben, wenn man so auf dem Balkon seines Statthaltersitzes sitzt & dort ganz allein & einsam sein Frühstück / Lunch / Mittag / Kaffeesnack / Abendbrot / Nachtsnack zu sich nimmt.

      **Oje. Hierauf näher einzugehen, ist mir leider nicht möglich. Selbst die Bekanntgabe von Andeutungen über die Geringsten meiner Sünden würden in einem Grad gegen die Forenregeln verstoßen, dass ich vermutlich der erste ika-Forennutzer wäre, der mit körperlichen Bestrafungen rechnen dürfte. Dabei war ich nur jung & von dem jugendlichen Übermut erfüllt, meine Grenzen auszutesten.
      ***Vergesst das vorangestellte Dementi einfach. In Fumbo hab ich die Zimmerei in meinem Rausch heute sogar noch eine Stufe hochziehen lassen.
      Ich werde in der Hölle landen!
      Und das völlig zu Recht!
      Aber was soll ich tun.
      Ich komm’ nicht mehr davon los …
      :|
      ****Mit „herauskitzeln“ meine ich natürlich „peitschen“!
      Aber das sollte sicher klar sein!



      Rothäschen und das böse Neugiertier
      Ein märchenhaftes Lehrstück, in dem auch eine nette Trollin eine nicht geringe Rolle spielt
      – Teil 4

      Das Neugiertier war kleiner als erwartet, reichte dem aufrecht stehenden Rothäschen, da es selbst klein war, bis auf Brusthöhe. Den Gruselgeschichten nach, die die erwachsenen Männer in den Tavernen zum Besten gaben, hätte Rothäschen erwartet einem deutlich größeren, stärkeren, haarigeren und furchteinflößenderen Monster gegenüberzustehen.
      Dabei hatte Rothäschen nie viel auf diese Geschichten gegeben. Sein reines Herz bewahrte es davor sich aufgrund von Hörensagen bereits ein Urteil über Dritte, ihm Unbekannte, zu bilden. Doch die Forderung des Neugiertieres schien ihm doch ein wenig frech.
      Den Lebensmittelkorb kann ich dir nicht geben. Den möchte ich doch so gern zu meiner Oma bringen um ihr eine Freude zu bereiten. Immerhin hat sie heute Geburtstag. Von Fähnchen weiß ich nichts.“ Unsicher setzte es nach einer kleinen Pause hinzu: „Aber wir könnten Freunde werden, wenn du möchtest.
      Rothäschen blickte das wuselnde Geschöpf mit hoffnungsvollen Augen und einem freundlichen Lächeln an.
      Nein, nein, nein, Schurke! Reiche mir herüber den Lebensmittelkorb! Des Weiteren die Fähnchen! Soweit möge es noch kommen, die Möglichkeit verstreichen zu lassen einen verdorbenen, bösartigen Hasen massakrieren zu können!
      Aber … .“ Etwas zerbrach im Herzen von Rothäschen, der Glaube an das Gute in der Welt. „Wie kannst du nur so gemein sein!
      Das Neugiertier brach in Lachen aus. Es klang wie zerspringendes Glas. Genauso wie es in den Gruselgeschichten tausende Male berichtet worden war.
      Rothäschen bekam es mit der Angst zu tun.

      Doch das Neugiertier ließ ihm keine Zeit lange Angst zu haben. So wie es bemerkte, dass Rothäschen keine Anstalten machte den kostbaren Lebensmittelkorb herzugeben, stürzte es sich auf es.
      Bevor Rothäschen auch nur erahnte was sein Peiniger vorhaben könnte, hing es bereits kopfüber, wurde an den Beinen gehalten und kräftig geschüttelt. Fürchterlich geschüttelt.
      Gerade noch so hatte es den Lebensmittelkorb fest an sich klammern können, drückte ihn mit den Pfoten an die weiche, maskuline(!) Fellbrust, wollte unbedingt verhindern, dass das Neugiertier auf die unrechtmäßige Weise in Besitz der Geburtstagsleckereien gelangen würde.
      Längst lag das rote Käppchen auf dem Waldboden, gleich neben einer kleinen, schmutzigen Pfütze, in die es der Wind hineinzuwehen drohte.
      Laut schrie Rothäschen um Hilfe und es fehlte nicht viel, dass es angefangen hätte zu weinen.
      Wie es minutenlang unbarmherzig, unnachlässig und unrhythmisch von dem Neugiertier geschüttelt wurde, schwächte sich allmählich Rothäschens Griff um den Lebensmittelkorb. Nach und nach fielen Möhren, Schafswolle und die Rheumasalbe zu Boden. Wie gleich darauf die Weintrauben auf dem Boden aufschlugen und als Brei endeten, wusste Rothäschen, dass seine Oma sie nicht mehr als Rosinen verwenden können würde, als Rosinen für den jährlichen Christstollen. Es stand der Familie von Rothäschen ein Jahr ohne dieses echte, von Oma liebevoll zubereitete Weihnachtsgebäck bevor. Das Neugiertier hatte gerade nicht nur Omas Geburtstag ruiniert, sondern auch der gesamten Familie von Rothäschen einen wesentlichen Teil von Weihnachten zerstört, einen Teil des Fests der Liebe, zu dessen besonderem Anlaß selbst die Oma im Kreis der Familie verweilte und wie jedes Jahr eben jenen Christstollen mitzubringen gedachte.


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―

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    • 8. Eintrag

      Rückkehr!
      – Jubel, Trubel, Heiterkeit –

      Sodale.

      Da bin ich wieder, liebe Welt.
      Um meiner Freude anlässlich dieses Ereignisses entsprechend Ausdruck zu verleihen, schmeiße ich (mal wieder) meine Prinzipien über Bord & benutze im „Tagebuch“-Text an dich, liebe Welt, einen Smiley: :knuddel:

      Nun aber genug der sentimentalen Schwachheiten!
      Zurück zu den Fakten:
      Die letzte Stelle von Pi ist eine „3“ *!
      Die Welt ist eine Scheibe!
      Und ich möchte noch weitergehen, und hier die Behauptung aufstellen, die Welt ist eine quadratische Scheibe! So ungefähr, grob geschätzt, 95 x 95 Inselgrößen lang & breit, wobei sicherlich ein Jeder & eine Jede weiß, das eine Inselgröße nun auch eine starre, konstante Größe ist ** & die Inseln in starrem, konstanten Abstand zueinander gelegen sind ***.

      Ich wollte das nur mal loswerden.
      Gerade da in der letzten Zeit immer häufiger dieser Unsinn von der runden, kugelförmigen Welt aufkommt & Verbreitung findet. Wohl vor allem bei den Leichtgläubigen.
      Allein die Vorstellung einer kugelförmigen Welt lässt mich in herzhaftes Lachen ausbrechen.
      Die Herrscher & Untertanen auf der Weltseite gegenüber, die würden nicht nur der Anforderung unterliegen ihr erbärmliches Leben im Kopfstand leben zu müssen, sondern sie würden gleichfalls alle Energie darauf verwenden müssen, zu vermeiden dass sie runterfallen von der Welt ****.
      Welch’ Unsinn also.

      Auch das wollte ich mal loswerden.
      Nicht zuletzt da es nicht wirklich Neues zu berichten gibt, schließlich war ich nicht da. Und was ereignet sich schon Erzählenswertes, wenn der Graf nicht da ist.

      Genau.

      Das ist übrigens Knobsi:


      Und das ist Prinzessin Victoria von Schweden.


      Was beiden gemeinsam ist, habe ich bitter erfahren müssen.


      Damit wünsche ich dir eine gute Nacht, liebe Welt,
      herzallerliebst & von Wahrheit durchdrungen,
      Graf von Plüsch


      P.S.:
      Ich habe es trotz Pause nicht vergessen.
      Deswegen auch zum heutigen Eintrag ein weiterer weiser Ratschlag an Ikariam-Anfänger & „alte Hasen“:
      Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben,
      wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.



      ------------------------------------------------

      * ... Ich weiß das, weil ich weise bin & mir diese Eigenschaft weder grundlos zugestanden wird noch grundlos in meinem Herrschaftsbereich im Rahmen der allgemeinen Grundschulbildung tagtäglich gelehrt wird.
      Die letzte Stelle der Eulerschen Zahl ist übrigens eine „61“. Aber das nur am Rande. Bevor ich in Gefahr gerate abzuschweifen.

      ** … gemessen in der Maßeinheit Zeit. Keine Insel ist größer als 10 Minuten. Und keine Insel ist auch kleiner als 10 Minuten.
      *** … natürlich ebenfalls gemessen in der Maßeinheit Zeit. Der Abstand beträgt 20 Minuten. Oder, anders angegeben: Der Abstand beträgt eine doppelte Inselgröße (1 Inselgröße + 1 Inselgröße = 1 Inselabstand).
      **** … Mit ihnen stünden naturgemäß & unwiderlegbar auch der ganze Besitz, die Häuser & Paläste dieser bedauernswerten Geschöpfe in Gefahr von der Welt runterzufallen. Sie müssten alles mit Seilen & Planen schützen. Noch schwerer scheint es mir auf der anderen Weltseite Ackerbau zu betreiben, wenn doch nie ein Tropfen Regen den Erdboden trifft, weil er einfach nach unten fällt, ins Nichts, anstatt das Erdreich mit seiner kostbaren Gabe zu erquicken. Ohne Ackerbau gäbe es auch keine Viehzucht & eigentlich auch insgesamt weder zu essen noch zu trinken.
      Wie sollten da Menschen überleben? Es ist unmöglich!

      Rothäschen und das böse Neugiertier
      Ein märchenhaftes Lehrstück, in dem auch eine nette Trollin eine nicht geringe Rolle spielt
      – Teil 5

      Als Letztendlich noch der leere Korb dem Schmutz entgegen rauschte, kullerte dem kopfüber hängenden Rothäschen dann doch die erste Träne über die Stirn.
      Doch nicht einmal das Erreichen seines Ziels beschwichtigte das Neugiertier. Anstatt sich über den Korb und den wahllos auf dem Boden verstreuten Inhalt herzumachen, begann es die Schüttler zu variieren und das arme, mittlerweile verheulte Rothäschen dabei auch noch zu verhöhnen.
      Freudig krächzend sang es zu fremder Melodie:
      Ich schüttel dich, ich schüttel dich!
      und dabei frag’ ich mich und frag’ ich mich:
      „Wo hat’s die Fähnchen nur versteckt?“
      Ich find’s bestimmt, denn ich hab’ Blut geleckt.

      Ich schüttel dich, ich schüttel dich!
      und dabei frag’ ich mich und frag’ ich mich:
      „Was macht den Has’ so feig’ und feist?“
      Seine Natur! – Ist’s doch dumm, töricht, dreist!

      Ich schüttel dich, ich schüttel dich!
      und dabei frag’ ich mich und frag’ ich mich:
      „Was ist nur der Has’ für ein Geschöpf?“
      so bös’ – soll’s enden in des Kochs Getöpf!

      Unablässig sang es und schüttelte es, sang und schüttelte.
      Wo sind die Fähnchen, du schurkischer, hinterhältiger Fähnchenversteckhase?


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―

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    • 9. Eintrag

      Eigentlich wollte ich dir, liebe Welt, an dieser Stelle mit stolz geschwellter Grafenbrust verkünden, dass in Kijiji die Auswüchse der Korruption in einigen wenigen Stunden endlich der Vergangenheit angehören.
      Eigentlich wollte ich mich bei dir über den langsamen Ausbau des letzten Statthaltersitzes beschweren, dessen siebte Ausbaustufe skandalöserweise einen Tag & neun Stunden benötigt.
      Eigentlich wollte ich hier zum ersten Mal meinen außergewöhnlich guten & durchdachten Vorschlag in den Raum stellen, wie diese langen Wartezeiten durch die Einführung eines gesonderten Gebäudes sowie dreier kleiner Extra-Forschungen mit hohem Spielmotivationsanreiz *, verbessert werden könnten.

      Eigentlich wollte ich über Knobsi & und Prinzessin Victoria von Schweden schreiben, darüber was beiden gemein ist, worin sie sich unterscheiden & wie ich diese überraschende Verbindung bitter erfahren habe müssen.

      Eigentlich wollte ich mit meinen neuesten Projekten & Jagderfolgen prahlen, wollte ich dich, liebe Welt, an meinen neuesten Erkenntnissen in Sachen Untertanenmotivation teilhaben lassen **.

      Eigentlich!

      „Was ist denn dazwischengekommen?“, fragst du zurecht, liebe Welt.

      Die Antwort ist einfach:
      Neko!
      Wie so oft.

      Neko wrote:

      :wut: ich nenne dich doch nicht wegen deiner Fellfarbe sie :püh: sondern wegen deines überaus weiblichen Benehmens, durch das die Fellfarbe höchstens unterstrichen wird :püh:
      „Überaus weibliches Benehmen“
      Diese leichtfertig dahingesagten Worte, die noch dazu zweifellos jeglicher Grundlage entbehren, lassen mich rätseln.
      Stunden & Tage habe ich zubringen müssen mir diesbezüglich Gedanken zu machen.
      Ich weiß nicht was Neko meint, was sie zu diesen achtlosen Äußerungen bewogen hat.
      Ist es der Neid auf meinen Erfolg & mein gutes Aussehen?
      Ist es die Unzufriedenheit über meine durch das „Tagebuch“ gewonnene Möglichkeit wahllos Behauptungen aufzustellen, denen niemand widersprechen kann ***?

      Oder sieht sie tatsächlich „überaus weibliches Benehmen“ in meinem, ähm, Benehmen?
      Etwa darin, dass ich mir total häufig romantische Liebeskomödien im Kino Amphitheater anschaue?
      Weil ich Jane Austen als Lieblingsautor/in habe ****?
      Weil ich gern weiblich konnotierte Smileys verwende, so wie die :knuddel: , ;( , :püh: , -Smileys?
      Weil ich Konflikte lieber durch Gespräche (oder Intrigen & Manipulation) löse, anstatt mittels Gewalt?
      Weil ich mir insgeheim wünsche selbst Kinder bekommen zu können (also vom Storch geliefert bekommen zu können) & dieser Wunsch derart auf mein Benehmen durchschlägt, dass es für Neko sichtbar ist?

      Ich weiß es nicht, liebe Welt.
      So zerbreche ich mir den Kopf.


      Und so grüße ich dich, liebe Welt, wortlos, auf ziemlich männliche Weise,
      ohne viel weibisches Trara drumrum,
      also eben nur mit dem Allernötigsten,
      sowie dem kleinen Hinweis dass ich auch allerhand andere Welten haben könnte, wenn ich nur wollen würde,
      Graf von Plüsch


      P.S.:
      Nicht verpassen: In der neuen Folge „Rothäschen & das böse Neugiertier“ taucht jetzt gleich erstmals die Trollin auf.
      Das wird spannend.
      Wird sie Rothäschen retten können?
      Ist es eigentlich „überaus weibliches Benehmen“ wenn man sich als Rothäschen von einem Mädchen, selbst wenn es ein Troll-Mädchen ist, retten lässt anstatt selbst aktiv zu werden?

      P.P.S.:
      Tipp:
      Ein allzu milder Herrscher bin ich noch
      Gegen dies Volk – die Zungen sind noch frei,
      Es ist noch nicht ganz, wie es soll, gebändigt –
      Doch es soll anders werden, ich gelob es,
      Ich will ihn brechen diesen starren Sinn,
      Den kecken Geist der Freiheit will ich beugen.



      ------------------------------------------------

      * … Weil ich mal nicht so sein will: Das Gebäude würde „Zeitmaschinenhaus“ genannt werden & ungefähr so aussehen wie der DeLorean aus Zurück in die Zukunft, nur eben als antikes Gebäude statt als Auto (deswegen hätte es unter anderem ein paar Säulen am Eingang & ein paar Häschenstatuen aus Marmor an der Seite). Die Forschungen, die man abschließen müsste bevor man das „Zeitmaschinenhaus“ bauen kann, sind „Teilchenbeschleuniger“ (um das Gebäude überhaupt bauen zu können) & „Zeitreise“ (um das Gebäude zur Bauzeitreduzierung in Betrieb nehmen zu können).
      Des Weiteren ergibt sich so die Notwendigkeit im Rahmen einer gewissen Frist eine weitere Forschung abzuschließen: „Quantenphysik“. Sollte die Forschung nicht im Zeitraum dieser Frist abgeschlossen werden, implodiert aufgrund ungelöster Zeitreisenebenwirkungen der eigene Spielaccount & man muss noch mal von vorn beginnen (das Katastrophenszenario ist erweiterbar, etwa auf ein Implodieren des gesamten Servers, ganz Ikariams oder der ganzen Welt, da bin ich flexibel).

      ** … „Peitsche oder Besenstiel? – Zwei autoritäre Motivationsstrategien im Praxistest anhand zweier zufällig ausgewählter Versuchsgruppen.“
      *** … Natürlich sind Widerspruch, Richtigstellungen & das Widerlegen allzu offensichtlicher Unwahrheiten im >>Kommentarthread << jederzeit möglich.
      Doch mal ganz unter uns: Wer liest dort schon? Und wer wird das in ein paar Jahren noch nachverfolgen, wenn die gesammelten „Tagebuch“-Einträge in die Dutzende gehen & Leser allein durch den schieren Umfang des „Tagebuchs“ überwältigt werden.

      **** … Tja. Ich habe mir schon über einen Zeitreisebug ein Zeitmaschinenhaus bauen können. Wie sollte ich sonst in der Antike bereits Jane Austen kennen?
      Bugbericht zum Zeitreisebug habe ich übrigens absichtlich nicht geschrieben & werde ich auch nicht schreiben. Schließlich will ich doch gern verhindern, dass der Bug behoben wird, wenn ich, wie es den Anschein hat, der einzige Nutznießer des Bugs bin.
      Übrigens: Wer in Österreich lebt bzw. leben muss: Für den empfiehlt es sich am 22.01.2011 das schützende Dach über dem Kopf nicht aufzugeben! Ich will auch keine Panik verbreiten, aber wirklich: am 22.01.2011, bleibt in euren Wohnungen!
      2017 kehrt übrigens Kaiser Barbarossa zurück, aus dem Kyffhäuser, hoch zu Roß. Warum & wieso, das ist eine zu lange Geschichte um sie hier erzählen zu können. Es bleibt ja genug Zeit die Geschichte später zu erzählen. Oder wir ihr lasst euch einfach überraschen.


      Rothäschen und das böse Neugiertier
      Ein märchenhaftes Lehrstück, in dem auch eine nette Trollin eine nicht geringe Rolle spielt
      – Teil 6

      Niemand wird sagen können, wie lange das Neugiertier sein Opfer noch geschüttelt und dabei verhöhnt haben würde, wäre es nicht unerwartet abgelenkt wurden.
      Lass ab von dem Hasen, du Ungetüm!“, erklang eine weiche, verärgert klingende Stimme.
      Zeitgleich wendete sowohl das Neugiertier einige seiner vielen Augen, wie auch Rothäschen seinen baumelnden Kopf in Richtung der Stimme.
      Das Schütteln des Neugiertiers verlor an Intensität, so dass Rothäschen nach einigen Augenblicken die Kontur einer Person im schattenhaften Dunkel ausmachen konnte. Es war ein Mädchen. Sie stand direkt neben einem dickstämmigen Kastanienbaum auf einem etwas größeren Granitbrocken, und sie hielt einen Wanderstab in der Hand.
      Das Neugiertier schien die Person ebenso entdeckt zu haben, denn seine vielen Beine gerieten in hastiges, nervöses Krabbeln. Doch noch immer hielt und schüttelte es Rothäschen.
      Ich sagte: Lass ab von dem Hasen, du Ungetüm!“ wiederholte das Mädchen ihre Forderung aus dem Dunkel, bereits spürbar ärgerlicher darüber, dass ihr erster Appell derart missachtet wurde.
      Wie sie auch sehen musste, dass ihre zweite Aufforderung auf keine Reaktion stieß, huschte die Unbekannte hinter den Kastanienbaum und entzog sich den Blicken.

      Rothäschen befürchtete schon die Unbekannte würde aufgegeben haben und nach Hause gegangen sein.
      So verfiel es wieder in lähmende, hilflose Angst.
      Es ängstigte sich solange bis es Sekunden später ein knochig-hölzernes „plop“-Geräusch vernahm und gleich darauf mit einem „plumps“, ein verheultes „Aua“ auswispernd, Kopf voran auf den Waldboden fiel.
      Freiheit! Verschwunden war er, der feste Neugiertier-Griff um die Hasenbeine.
      Benommen kratzte sich Rothäschen über den Kopf. Es benötigte einen Moment für sich, bis es sich daran erinnerte, dass es gern wissen wollte, warum das gemeine Neugiertier es so plötzlich hatte fallen lassen. Rothäschen rieb sich die Tränen aus den Augen und hob den Kopf.
      Es sah und hörte wie die Unbekannte mit wütendem Geschrei dem eilig umherscheuchenden Neugiertier hinterher stürmte, wie sie dem vielbeinigen Monster mit dem dicken Wanderstab immer und immer wieder auf den unförmigen, fleischigen Körper schlug.
      Überrascht stellte Rothäschen fest: Das Mädchen war eine Trolline.
      Eine blaufellhäutige Trolline war es, von der es märchengleich gerettet wurde.
      Eine Trolline mit süßen Trollspitzohren und großen, unbeschuhten Trollfüßen, die unter dem langen, die gesamten Beine bedeckenden Minirock hervortraten.


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    • 10. Eintrag

      Liebe Welt,
      ganz entgegen meiner bisherigen bescheidenen Bemühungen dir von meinen unglaublichen Taten & meinen famosen Visionen zu berichten, möchte ich mit dem heutigen Eintrag gern einmal ein ernstes Thema ansprechen:
      Ich möchte noch einmal auf das Mann-Frau-Thema zurückkommen.
      Damit werden zwar Kijiji *, Knobsi, Prinzessin Victoria &sw. &sf. ein weiteres Mal auf die lange Bank geschoben, doch wenn sich jetzt einmal die Gelegenheit bietet ein Thema dieser Tragweite seiner Bedeutung entsprechend etwas umfassender zu behandeln, dann soll man diese Gelegenheit beim Schopfe packen.

      Ich hoffe jedenfalls, dass mein vorangegangener Eintrag nicht einen falschen Eindruck hat entstehen lassen.
      Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen, gestehe ich hier:
      Ich bin absolut für Emanzipation – nur rhythmisch muss sie sein. Oder so ähnlich **.

      Ja, ich bin Feminist!
      Und ich finde es unmöglich dass Frauen & Weibsvolk nur in einem so geringen Maß eine Rolle spielen in unserem antiken Herrschaftsapparat.

      Fangen doch zum Beispiel mal bei mir an: Absolut nicht weiblich!
      Meine kleinen, bescheidenen Reiche werden nicht von einer Frau geführt. Okay, zu mir & meinen besonderen Befähigungen (in aller Bescheidenheit natürlich) gibt es nicht wirklich ernsthafte Alternativen, schließlich haben sich die Reiche unter meiner strengen, aber gerechten Herrscherpfote sehr erfolgreich entwickelt.
      Dennoch: das ist Diskriminierung! ***

      Wenn wir uns nun, liebe Welt, du & ich, die nächste Stufe der Macht anschauen, was stellen wir fest?
      Genau. Auch da ist keine Frau.
      Alle meine Berater sind männlich. Bartmann, Theo, der Forschungstyp, dessen Namen ich mir nie merken kann, sowie Duplo ****, mein etwas hochtrabend als „Diplomatieberater“ firmierender persönlicher Postbeamter.
      Ich finde das wirklich unmöglich!
      Selbst wir so häufig diskriminierten Hasen haben zum Anlaß des Osterfestes & zur Feier unserer besonderen Bedeutung Hasenberater ***** bekommen. Wenn es auch nur für einen Tag war, so hat uns dieses kleine Zeichen doch bestärkt in unserem Kampf, hat es uns doch gezeigt, dass die Gesellschaft & die ikariam-Leute unsere Bemühungen um eine bessere Welt durch Ostereier anerkennen.
      Warum, so frage ich nun, gab & gibt es nicht mal weibliche Berater? Zumindest zu einem besonderen Anlaß wie es für uns Hasen das Osterfest war.

      Hiermit stelle ich die Forderung auf, dass Frauen zumindest in beratende Funktion gebracht werden!
      Ich denke dabei an so etwas wie einen „Weltfrauentag“, den man in die Welt setzen könnte, sofern es den nicht schon geben sollte ******. Und an diesem Tag würden die Berater aller Herrscher auf allen Welten von weiblichen Personal gestellt werden (müssen).
      Zwar wäre heilloses Chaos die Folge, da, wie wohl jeder weiß, Frauen für derart schwere & anspruchsvolle Aufgaben nicht geschaffen sind (wie sollten sie auch, schließlich sind sie ja auch nicht so schlau wie Männer), doch bin ich der Meinung, dass dieses Chaos, dieses zu befürchtende Durcheinander, nur ein kleiner Preis wäre für einen derart großen Schritt für die Frauenbewegung … solange sie nur rhythmisch ist.
      Dann verbringen eben unsere althergebrachten Berater die übrigen 364 Tage bis zum nächsten Weltfrauentag damit die angerichtete Verwüstung zu beseitigen
      • indem sie versuchen die Schuhe zurück gegen Marmor zu handeln,
      • indem sie die innerhalb des Tages auf Stufe 32 gezogenen Schuhfabrik wieder abbauen um an ihrer statt die Kriegswerft erneut aufzubauen,
      • indem sie die Wiederherstellung der Armee vorantreiben, die entlassen wurde & durch Köche & Ärzte ersetzt wurde, weil die doch so schön aussehen in ihren blauen & weißen Koch- & Arztkitteln.
      In aller Bescheidenheit möchte ich an dieser Stelle noch etwas anmerken.
      Wie ich offenbart habe, bin ich Feminist.
      Und geistesmächtiger Visionär.
      In dieser doppelten Funktion habe ich bereits Nägel mit Köpfen gemacht:

      Duplo ist seit der Geschichte mit seinem Halbbruder eh’ zu kaum noch irgendwas zu gebrauchen.
      Und die anderen Beraterstellen sind einfach zu wichtig, um sie von einer Frau länger als einen Tag lang ausführen zu lassen.


      Damit grüßt dich, liebe Welt,
      aufrichtig,
      und sich auf ein gewisses Maß an Widerspruch vorbereitend,
      nichtsdestotrotz hinter jeder seiner Äußerungen stehend,
      Graf von Plüsch,
      der sich von einzelnen Äußerungen allerdings distanzieren würde sobald der Gegenwind zu stark wird.


      P.S.:
      Ich bin in Ganaths Tagebuch aufgetreten.
      In ihrem aktuellen Eintrag.
      Juchee. … *hurray* \o/
      So weit habe ich es schon gebracht.
      Liebe Welt, du siehst mich vor Stolz förmlich platzen. Nicht nur wegen der Erwähnung, sondern vor allem durch die vielen Worte mit diesem positiven Grundton.

      Wenn die Besten (=Ganath, oder wie ich sie seit kurzem liebevoll nenne: Gany) von einem Notiz zu nehmen gezwungen sind.
      Was für eine Ehre.


      P.P.S.:
      Ich habe die Stellen mal rausgesucht in denen ich vorkomme:

      Ganath wrote:

      [...] eines rosafarbenen Tagebuchs [...] zum Grafen [...] am Grafen der Hasenzahn [...]
      [...] das rosa Plüschtier [...]

      P.P.P.S.:
      Jeder nach seinen Fähigkeiten,
      jedem nach seinen Bedürfnissen
      .



      ----------------------

      * … wie ich in meinem letzten Eintrag sicher schon zur allgemeinen Zufriedenheit angedeutet hatte: Kijiji ist seit Samstag oder Sonntag (so genau erinnere ich mich nicht mehr) korruptionsfrei. Yuppie & *hurray* \o/
      Der Marmorgürtel könnte endlich in Betrieb genommen werden, könnte endlich seiner wertvollen Funktion nachkommen mir für meine völlig abgehobenen Herrschafts- & Bauplanungen sowie meine allgemeine Geltungssucht die nötige Menge an Marmor bereitzustellen.
      Ja, das könnte er.
      Warum tut er’s dann noch nicht? Ein Rätsel? Oder tut er’s bereits & der doofe Graf will uns bloß wieder in die Irre führen?

      ** … Da fällt mir auch passend ein: „Hips Don’t Lie
      Recht hatte sie also, die gute Shakira. Genauso wie sie schon mit "Waka Waka " Recht hatte.

      *** … An dieser Stelle sollte ich allerdings auch anmerken, dass meine Peitsche, „Sybille“, mit der ich meine TerrorHerrschaft teile, eindeutig weiblichen Geschlechts ist. Sie hat manchmal ihre Launen. Und sie vermag es so manchem Untertanen Schreie der Wollust zu entlocken. Oder Schreie des Schmerzes. Keine Ahnung. Ich bin mit diesem Gefühlskram nicht so vertraut. Als Herrscher hat man schließlich Wichtigeres zu tun als sich um solche Befindlichkeiten großartig kümmern zu können. Alle zehn Staffeln Friends schauen sich schließlich nicht von alleine!
      **** … Junge, heute schweife ich aber ab, vor allem in den Fußnoten. Entschuldige bitte, liebe Welt.
      Aber die Geschichte des tragischen Schicksals von Duplos Halbbruder Hanuta muss ich einfach loswerden:
      Er wurde eines Tages an eine Schar Kinder verkauft & von denen verspeist! Das letzte was Duplos Halbbruder, wie zum Spott, hören musste, war: „Lecker, Haselnüsse in feinster Kakaocreme!“.
      Eine traurige Geschichte.

      ***** … für alle Schnellleser: Hier steht Hasenberater, nicht Hasenbrater!!!
      Das ist ein himmelweiter Unterschied!

      ****** … Vermutlich werde ich die Idee eines Weltfrauentages mal im ika-Forum unter „Vorschläge / Ideen zum Spiel“ einreichen. Ich finde, das wäre echt das Mindeste was diese ikariam-Leute für die Emanzipation tun könnten, nicht zuletzt da sie in nicht geringem Maße auf Frauen zurückgreifen, wenn es darum geht anspruchsvolle Moderations- und Gameoperating-Tätigkeiten ausführen zu lassen.
      Man könnte den „Weltfrauentag“ ja auch ohne weiteres mit dem „Welttag der sauberen Wäsche“ oder dem „Welttag unangenehmer Haushaltspflichten“ zusammenlegen. Wäre dann sicher auch einfacher den Tag im Gedächtnis zu behalten.


      Ergänzung
      Die neue Folge "Rothäschen & das böse Neugiertier muss heute leider entfallen.
      Grollt nicht mir.
      Die Zeichenbegrenzung ist schuld! :(


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―

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    • 11. Eintrag

      Guten Tag, sehr geehrte Welt,

      Unser geliebter, verehrter, geliebter usw. Graf ist am heutigen Tage leider unpässlich und nicht in der Lage seine Pflichten zu erfüllen, weder das weise, gerecht und bescheidene Herrschen, noch das weise, gerechte und bescheidene „Tagebuch“-Schreiben.
      Anläßlich des Erwerbes des 140ten Handelsschiffes am gestrigen Tage hatten wir eine kleine Feier ausgerichtet. Und „Maß halten“ ist nun nicht unbedingt eine besondere Stärke des Grafen. („Maßkrüge halten“ übrigens auch nicht, aber dafür hat er ja auch seinen Mundschenk. Mit körperlicher Anstrengung abseits des Peitschens hat er’s ja im Allgemeinen nicht so, der werte Herr Graf. Tja.)
      Wie schon der alte Graf nach dem Motto lebte „Maß halten sei was für den Pöbel!“ scheint auch Graf von Plüsch eine Neigung zum Exzess zu verspüren.
      Kein Wunder das er also vollgefressen in seinem Bett aus purem Gold liegt, und jammert und klagt wie ein kleines Mädchen.
      Und so hat er dann uns, seinen Beratern, die Aufgabe zuteil werden lassen, seinen „Tagebuch“-Eintrag vorzunehmen.

      Wir haben diese „Ehre“ dann unter uns mittels Schnick-Schnack-Schnuck ausgelost.
      Wir waren natürlich allesamt ziemlich scharf darauf, diese großartige Aufgabe zu übernehmen. Weil wir unseren Grafen doch verehren und lieben und total klasse finden und so.
      Ich war leider Zweitletzter.
      Hinter Heidi.
      Der neuen Diplomatiebeauftragten, bei der sich allerdings schon seit Beginn ihrer Tätigkeit herausgestellt hat, dass sie außer „gut aussehen“ sonst nicht wirklich viel kann, leider auch nicht schreiben.
      Das ist für uns schon ein kleines Problem, da wir drei anderen den Großteil ihrer Aufgaben mit übernehmen müssen. Unsere gemeinsame Protestnote hat der Graf jedoch abgelehnt, mit dem lapidaren Hinweis, dass er Heidi sicher nicht wegen ihrer Schreib- oder Diplomatiefähigkeiten eingestellt hatte, wenn wir wüssten wie er das meine. Dabei grinste er komisch. Er scheint wirklich ein etwas gestörtes Verhältnis zu Frauen zu besitzen. Sollte sein Hang zum Peitscheneinsatz (mit einer Peitsche, die er zärtlich "Sybille" nennt) auch damit zu tun haben? Wer weiß.
      Deswegen kommt jedenfalls der „Tagebuch“-Eintrag heute also nicht von der Verliererin des Schnick-Schnack-Schnuck-Spiels, sondern vom Zweitletzten, von mir, Bartmann, seinem Städteberater.

      Ich muss gestehen: Ich habe leider nicht die geringste Ahnung was ich hier schreiben soll.
      Die „Tagebuch“-Einträge des Grafen zu verfassen, diese persönliche intime Zwiesprache eines Menschen (o.Ä.) mit sich selbst und der Welt stellvertretend zu vollführen, das stand nicht wirklich in meiner Jobbeschreibung.
      Als einfacher Städteberater ist man dafür nicht wirklich prädestiniert.
      Zwar hat uns mein geliebter und verehrter Graf noch einen Zettel mit Anweisungen als Hilfestellung gegeben, doch bei seiner Schrift … das kann wirklich keiner Lesen. Nur irgendwas mit Fußnoten konnten wir entschlüsseln. Keine Ahnung was er uns damit sagen möchte. Vermutlich ist das auch nur eine seiner üblichen weisen und gerechten Intrigen gegen uns. Eine, die ihm einen Vorwand liefern soll seine gefürchtete „Sybille“ gegen einen von uns einzusetzen zu können.
      Als ob er dafür je einen Vorwand gebraucht hätte. Hat ihn früher doch auch nicht abgehalten uns wahllos auszupeitschen. Seit er sein „Tagebuch“ verfasst, achtet er jedoch in recht ungewöhnlichem Maße auf diese Formalitäten. Sicher so eine Image-Sache, dass er auf einmal bemüht ist die selbst aufgestellte Behauptung er sei „gerecht“ zumindest augenscheinlich zu erfüllen.

      Naja. Ich halte besser die Klappe, was diese Dinge angeht.
      Und berichte mal was so passiert ist in letzter Zeit, in den Reichen des Grafen.
      Damit kenne ich mich nämlich ein wenig aus, als Städteberater.

      Im Reich Z (im Kaboom „zeta“) laufen aktuell drei Projekte: "Projekt 150", "Projekt Spenden" und "Projekt Kolossus“.
      Projekt 150 bezieht sich nicht auf die Gesamtpunkt- oder die Generalspunktzahl, sondern auf die Zahl der Schiffe. Wir bemühen uns die Handelsflotte des Grafen rasch zu erweitern.
      Aktuell stehen wir bei 140 Schiffen, wobei das 140te am gestrigen Abend feierlich in die Flotte eingegliedert werden konnte.
      Das Budget für die nächsten beiden Schiffe ist bereits bereitgestellt, so dass Schiff 141 und Schiff 142 nur noch eine Frage von Zeit und Lust sind.

      Das Projekt Spenden entwickelt sich auch recht positiv.
      Die bewunderswerte MadameObscure ist endlich überholt und zwei größere Allianzkollegen (beide im Übrigen ebenso wie MadameObscure weitaus sympathischer als der Graf) sind in Reichweite.
      Ich habe gerade nochmal nachgesehen. Also das ist mir jetzt doch ein wenig peinlich.
      Aber MadameObscure, in ihrer Bewundernswertigkeit, hat sich wieder vorbei gespendet. Schade. Dafür haben wir die ebenfalls bewunderswerte Chefin überholt. Und die werte Knipno, die der Graf aus nicht nachvollziehabren Gründen gern Knobsi zu nennen pflegt, ist auch nicht mehr weit entfernt.

      Als nächstes steht ein Sägewerk auf dem Erweiterungsprogramm.

      Als drittes Projekt gilt das Erreichen des Kolossus-Wunders.
      Dieses Projekt scheint die größte Herausforderung zu sein, nicht nur weil der Graf eine etwas ungewöhnliche Religion für sein Volk ausgewählt hat (und von der ich mich persönlich nur angewidert distanzieren kann), sondern vor allem da auf der entsprechenden Insel nur die zwei kleinsten der 16 Städte aktuell einen Tempel besitzen (Tendenz allerdings steigend).
      Die 20% Inselkonvertierung werden durch das natürliche Städtewachstum allerdings wohl errreicht werden, in naher Zukunft.
      Und dann werden wir unaufhaltsam sein!


      Das Reich „D“ (im Kaboom „delta“) gibt es zwei berichtenswerte Entwicklungen:

      1. Der Graf hat gestern mal wieder eine KE schreiben dürfen: >> Heilige Allianz vs Bund der Lugier <<
      2. Wir streben endlich nach der neunten Stadt.
      Die Entscheidung wurde lange hinausgezögert. Zweifel an der Durchführbarkeit, an der Lagerkapazität an der Gewinnung des notwendigen Bauplatzes standen einer Einigung lange entgegen. Obwohl alle Seiten die Notwendigkeit einer zweiten Weinstadt einsehen und nachvollziehen konnten, irgendwie schreckte die bevorstehende Herausforderung ab.
      Bis die positiven Erfahrungen mit der Zimmerei eine Lösung anboten. (Der Palast auf Stufe 8, der bereits aufgebaut wurde um die Luxusbedürfnisse des Grafen zu befriedigen, wurde noch herkömmlich erweitert, ohne Zimmerei, dafür mit drei Lagerhäusern. Jaja, der Graf und seine unbegründete Aversion vor der Baukostenreduktion.)
      Seit die ersten beiden Zimmereien des Reiches im Kaboom „delta“ entstanden sind, geht das ganze überraschend zügig voran.
      Zweite Weinstadt, wir kommen!


      Mit freundlichem Gruß,
      Bartmann,
      stellv. für Graf von Plüsch


      P.S.:
      Ich vermute mal das ich die Tradition mit den Tipps auch fortführen soll.
      Deswegen sage ich mal:
      Verstecke sind wichtig! Sie sollten immer ein paar Stufen höher sein als das Rathaus.
      Außerdem empfiehlt es sich stets ein Schiff und eine Nahkampfeinheit (z.B. Hoplit oder Speerträger) in jeder Stadt zu haben. Das erhöht für den Gegner ein wenig den Aufwand.
      Ausnahmen sind Fälle, in denen die Armee des Grafen von Plüsch angreift!

      P.P.S.:
      Theo meinte gerade eben zu mir er hätte einen Satz des Grafen auf dem Notizzettel entschlüsseln können. Demnach wären wir angehalten anstelle einiger „und“ so ein aufschneiderisches „&“ zu verwenden.
      Wenn das stimmen sollte, wäre das jetzt schon ärgerlich. Lässt mich schon jetzt den kalten Atem von „Sybille“ auf meinem striemenüberzogenen Rücken spüren.
      Und es lässt sich auf diesen antiken Schreibmaschinen ja leider auch nichts korrigieren.
      Und vielleicht kann ich den werten Grafen auch vorsorglich besänftigen, indem ich ein paar „&“’s hinten anhänge:
      &&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&
      Ich hoffe das hilft.

      Rothäschen und das böse Neugiertier
      Ein märchenhaftes Lehrstück, in dem auch eine nette Trollin eine nicht geringe Rolle spielt
      – Teil 7

      Das wird dir eine Lehre sein,“ schimpfte die Trolline, wie sie wütend und Wanderstab schwingend dem Neugiertier nach jagte, bis dieses sich unter ständigen „Oh weh“-Lauten im undurchdringlichen Dickicht eines dornigen Dornenstrauchs seiner Verfolgerin entzog.
      Und wie dieses gemeine Neugiertier im Dunkel verschwand, hüpfte das kleine Herz des Rothäschens vor Freude. Es war gerettet. Tatsächlich gerettet.
      Bei dem Ausmaß des innerlichen Jubels vergaß es alles um sich herum, vergaß die einsetzende Dunkelheit, seine wartende Oma, die eigene Benommenheit angesichts der ganzen durchstandenen Schüttelei und vergaß für einen Moment selbst die Anwesenheit seiner Retterin.
      Erst als ihm eine blaufellhäutige Hand mit einem roten Käppchen vor den Augen umherwedelte, landete Rothäschen wieder im Hier und Jetzt.
      Leicht verwirrt griff es nach dem Käppchen und setzte es sich routiniert auf den Kopf.
      Ähm, danke“, bedankte es sich beiläufig, bevor es sich umschaute.
      Sein erster Blick fiel auf den verbeulten, in zwei Teile zerbrochenen Korb.
      Gleich daneben lagen die zerstampften Weintrauben, sowie einzelne antike Glasflaschensplitter. „Da ist also der schöne Ouzo hin, den Mama heute am Vormittag noch schnell aus dem Ouzo-Brunnen geschöpft hatte“, murmelte es traurig zu sich selbst. Ihm fielen die anderen Geschenke auf, die zerstört auf dem Waldboden lagen: die zertretenen Möhren, der in einer Pfütze halbversunkene Geburtstagskuchen, die abgewickelte, verschmutzte, unbrauchbar gewordene Schafwolle.


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―

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    • 12. Eintrag - X( X(


      Der Graf ist stinksauer! Richtig stinksauer!
      – Desweiteren endlich die Verbindung zwischen Knobsi & Prinzessin Victoria * -

      Ich bin stinksauer, liebe Welt.
      Da lässt man seine Berater mal für ein paar Stunden nur aus den Augen, und schon verzapfen sie den gewaltigsten Unsinn, erfinden Lügen & Unwahrheiten über ihren Herrscher & sie vergessen „&“s, Fußnoten sowie diese coolen rechtsbündigen Dinger im Text unterzukriegen.

      Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, so stinksauer bin ich!
      Was bin ich stinksauer.

      1. Ich bin nicht maßlos!
      Was für eine hanebüchene Behauptung. Ich vermute viel eher, dass der Braten schlecht zubereitet war, nicht richtig durch war oder so. Entweder der Strauß- oder der Pandabraten. Einer von beiden war garantiert nicht richtig durch. Oder gar vergiftet. Ja. So ist es sicher gewesen!
      Die Wachteln, die Rebhühner, die Tontauben & die zu leckerer Wurst verarbeiteten Pferde waren dagegen sehr in Ordnung. Was viele Menschen nicht wissen: das A & O jeder Mahlzeit ist nicht das Zubereiten der Gerichte, sondern die vorhergehende Jagd derselben.
      Ob Panda-, Rebhuhn- oder Pferdefleisch munden hängt einzig allein davon ab, wer die natürlichen Fleischbereitsteller auf welche Weise gejagt hatte. Ein von einem echten weisen, gerechten & bescheidenen Herrscher unter Lebensgefahr erlegtes Großwild kann jeder Depp zubereiten! (Wachteln, Rebhühner, Tontauben & Pferde sind übrigens mir vor die Lunte gelaufen.)

      2. Was ist so verkehrt an der von mir bereit gestellten Religion vom Heiligen Häschen, das sich aus einer eigenen Rippe selbst geschaffen hat?
      Die aus diesem Ereignis abgeleitete häschengewollte Ordnung nach der Hasen, Hasenartige & Grafen über den Pöbel herrschen sollen, bis ans Ende aller Tage **, sollte schließlich gefeiert & gepriesen werden!
      ... und auch wenn die Riten & Zeremonien zur Ehrung des Heiligen Häschens duchaus etwas abseitig & brutal auf Außenstehende wirken mögen, so sehe ich das absolut nicht als Grund sich „angewidert“ zu distanzieren.

      3. Die Kaboom-Theorie der nebenher exestierenden Dimension als Erklärung verschiedener, strikt voneinander abgetrennter Parallelwelten.
      Ich kann einfach nicht nachvollziehen wie Bartmann dir, liebe Welt, mit diesem Unsinn aufwarten kann, noch dazu in meinem „Tagebuch“!
      Mag die Theorie unter Fachleuten auch noch so unumstritten sein & selbst vom seriös-seriösen Chefredakteur des >>zeta-Journals<< *** geteilt werden, so ist sie doch blanker Unsinn!
      Blanker Unsinn, der gefährlich ist!
      Die Geschichte der Kaboom-Theorie ist nur wieder ein weiteres Beispiel wie die kurzfristigen Schockierungseffekte die Medienlandschaft beherrschen & ganz nebenbei die komplizierteren, aber korrekteren wissenschaftlichen Erklärungsmodelle in den Hintergrund drängen.
      So wie etwa die (von mir erfundenene & bewiesene) Geschichte, wie das Heilige Häschen in einem Akt unvorstellbarer Selbstaufopferung die Welt aus einer weiteren seiner Rippen erschaffen hatte, und das noch bevor es sich selbst aus der anderen Rippe geschaffen hatte!

      4. Bartmann ist doof!
      Die Geschichte mit Heidi. So wie er das erzählt, da komme ich doch ziemlich schlecht rüber. Mit diesem angeblich so „komischen“ Grinsen bei meiner Zurückweisung ihrer reaktionären, von dunkelstem patriarchalischen Vorstellungen zeugender Protestnote.
      Was kann ich denn dafür wenn Frauen nicht so schlau sind wie Männer. Soll ich sie deswegen von der Ausübung beratender Tätigkeiten & damit von der höchsten Stufe der Macht, die Normalsterblichen erreichbar ist, ausschließen? Das kommt für mich als Feminist nicht in Frage!
      Sicher vielleicht hätte ich eine Frau als Diplomatieberaterin einstellen können, die wenigstens schreiben kann, die nicht nur andauernd dümmlich kichert & die nicht jedes Spiel Schnick-Schanck-Schnuck verliert ****, doch möchte ich auch zu Bedenken geben das äußerliche Kriterien für eine Karriere als Diplomatieberaterin durchaus eine Rolle spielen, spielen müssen!
      Überhaupt aber, die Andeutungen, die Bartmann dir gegenüber gemacht hat, liebe Welt. Wie er Verdächtigungen eines gestörten Verhältnisses zur Frauenwelt andeutet. Widerlich.
      Welch ein verbitterter Mensch, dieser Bartmann, wenn er dergleichen nötig hat. Seinen geliebten Herrscher zu verleumden, jenen Herrscher, der ihn gewaltsam aus dem Kreis seiner Familie in ein besseres Leben als unentgeltlich arbeitender Städteberater gerissen hat. Widerlich! Einfach nur widerlich!

      5. Gemeinsamkeit zwischen Knobsi & Prinzessin Victoria von Schweden
      Warum hat Bartmann die Frage nicht endlich mal beantwortet?
      Wir warten doch alle drauf!

      6. MadameObscure X(
      Doofer Spenden-Highscore!
      Und das dann auch noch ans Licht der Öffentlichkeit zu ziehen, dass man gegen eine Frau im Hintertreffen liegt, dass man als Graf gegen eine Madame verliert, selbst wenn es eine so bewundernswerte Madame wie MadameObscure ist.
      Unentschuldbar.
      Unentschuldbar, Bartmann!

      Damit grüßt dich, liebe Welt,
      bauchwehgeplagt & durch seinen Städteberater tief gedemütigt,
      Graf von Plüsch,
      dem von seinem Städteberater wirklich übel mitgespielt wurde.


      P.S.:
      Beinahe vergessen.
      Ich bin ja auch in >>Earus Tagebuch << drin vorgekommen. Mit einem ganzen Absatz! Ein ganzer Absatz nur über mich!
      Juchee. Genauso müssen gute Tagebücher sein!
      Also doch noch ein hier Grund Freude & Stolz in die Welt hinauszustrahlen, an diesem an Enttäuschungen & Hinterhältigkeiten so reichen Tag.
      Dieser intrigante Bartmann hat mich wirklich so stinksauer gemacht.

      P.P.S.:
      Weil auch Bartmanns Tipp so unmöglich mies & so absolut wenig hilfreich war, hier noch ein richtiger Tipp für die ikariam-Spielanfänger, direkt aus meinem reichen Erfahrungsschatz:
      Gestern meint Geschichte,
      Es ist so weit fort –
      Gestern meint Gedichte –
      Es ist der Weisen Wort –
      Gestern ist Geheimnis –
      Wo es heute sei –
      Während klug wir überlegen
      Flattern beide vorbei *****



      ----------------------

      * … oder doch wieder nicht? Weil der Platz nicht reicht?
      ** … also bis zum 23.08.2082.
      *** … Als Richter ist er meines Erachtens trotz der Vielzahl an Anschuldigungen von Parteilichkeit, von Interessenkonflikten zwischen seinem Richter- & seinem Chefredakteursamt sowie den sich hartnäckig haltenden Vorwürfen der Bestechlichkeit, über jeder Zweifel erhaben. Ein Panda von zweifelhaftem Charakter hätte es doch nie zum Richter gebracht!
      Allein das der allseits geschätzte Herr Pandadima es zum Richter gebracht hat, lässt somit jegliche Unseriositätsvorwürfe lächerlich wirken! Basta!
      Mit der Kaboom-Theorie, der er in seinem ansonsten so hochseriösen Journal Vorschub leistet, liegt er allerdings trotzdem daneben. Selbst die Klügsten & Besten (im Gegensatz zu den Weisen, Gerechten & Bescheidenen) sind eben vor Irrtum nicht gefeit.

      **** … Anmerken möchte ich hier, dass Heidis geringe Fähigkeiten im Schnick-Schnack- Schnuck-Spiel eher Segen als Fluch sind. Wenn man ihre Fähigkeit richtig einzusetzen weiß. Zum Beispiel wenn man als Spieleinsatz das Entledigen von Kleidung vornherein festlegt anordnet. :evil:
      ***** … Emily Dickinson


      Rothäschen und das böse NeugiertierEin märchenhaftes Lehrstück, in dem auch eine nette Trollin eine nicht geringe Rolle spielt
      – Teil 8

      Eine einzelne, letzte Träne kullerte Rothäschen bei dem Anblick der zerstörten Geschenke die Wange hinunter. Keine der Dinge waren mehr zu gebrauchen.
      Doch das Leben würde weitergehen, Rückschläge würden verkraftet werden müssen. Seine Oma wartete schließlich immer noch auf ihn. Rothäschen würde ihr noch immer herzlich zum Geburtstag gratulieren können, von ihr gedrückt werden können, gemeinsam mir ihr den Abend verbringen können, wenn auch ohne das beide in den Genuss von Geburtstagskuchen und Ouzo kommen würden.
      Trotz der Vorkommnisse, trotz der tief empfundenen Enttäuschung durch das Toben des Neugiertiers gegen ihn, vermochte es Rothäschen in seiner ganzen Herzensgüte nicht seinen vertriebenen Peiniger zu verurteilen. Das Neugiertier würde schon einen Grund für seine verwerflichen Handlungen gehabt haben. Und nur weil man Etwas oder Jemanden nicht verstand, würde man ihn und die Handlungen desjenigen nicht von vornherein verurteilen dürfen. Davon war Rothäschen fest überzeugt.
      Schließlich wusste es auch, dass es selbst alles andere als perfekt war. Dafür hatte es sich selbst schon genug Verfehlungen zu Schulde kommen lassen für die es sich schämte. Wie es zum Beispiel erst vor kurzem, eines Morgens, vergessen hatte seiner Mama zu sagen, dass es sie lieb hatte. Oder damals, wie es mit seinen fünf Geschwistern von der Oma genau sechs Möhren zum Weihnachtsfest bekommen hatte, und es sich selbst die größte Möhre genommen hatte. Oder wie es manchmal dazu neigte, sich in den unpassendsten Momenten in Tageträumereien zu verlieren.

      Ich denke die Rheumasalbe ist vielleicht noch zu gebrauchen.
      Rothäschen schreckte gedankenverloren auf.
      Sein Blick traf nun erstmals den seiner Retterin.
      Ich denke die Rheumasalbe ist bestimmt noch zu gebrauchen, habe ich gesagt“, wiederholte die Trolline ihre Worte.
      Doch alles was in Rothäschens Kopf ankam, das war ihr aufmunterndes Lächeln.
      Und es verfehlte seine Wirkung nicht.


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―

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    • 13. Eintrag

      Was gibt es Neues, liebe Welt.
      So viel kann ich darüber gar nicht berichten, denn mein Städteberater ist zur Zeit nicht in der Lage sein Amt als Städteberater wahrzunehmen. Der Informationsfluss ist unterbrochen & ich habe nicht den blassesten Schimmer was in meinen Städten vor sich geht, bzw. ob sie überhaupt noch stehen.
      Schuld an der Unpässlichkeit Bartmanns sind die körperlichen Nachwirkungen des „Tagebuch“-Eintrags, den er für mich auf so bösartige Weise zu schreiben gedachte.
      Aktuell rekonvalesziert er.
      Der Arme, er kann kaum auf dem Rücken liegen, ohne sich vor Schmerzen zu krümmen *.

      Nun ja.
      Mit Heidi läuft’s nicht so dolle.
      Sie scheint wirklich nicht die Hellste zu sein.
      Erst gestern hatte sie Rauchzeichen fehlgedeudet: bei der Nachricht, die uns in Kijiji per Rauchzeichen erreichte, interpretierte sie die Herkunft aus der kleinen, aufstrebenen Stadt „Mäuslingen“ stammend, nur wegen der Mausohrenform in der Spalte „Absender“.
      Wie wir heute per Postkarte aus Mäuslingen von der dortigen Herrscherin MadameO mitgeteilt bekommen haben, war dem aber gar nicht so. Und das war ein gewaltiges Missverständnis, gerade da Heidi aus der Rauchzeichen-Nachricht auch einen Vorschlag herausgelesen hat, den man hier unmöglich wiedergeben kann **.
      Ich habe mich nach diesem Fehler in Grund & Boden geschämt. Mein Image beruht schließlich darauf, dass ich „weise“ bin. Da dürfen solche Fehler nicht passieren! Die dürfen einfach nicht passieren!
      Aber bei Heidi traue ich mich auch nicht sie zu bestrafen.
      Vielleicht sollte ich ihr kündigen. Und sie kann ja immer noch eine Karriere als Supermodel einschlagen. Da soll man angeblich nicht allzu helle sein müssen ***.

      Theo, mein Militärberater hatte allerdings ein paar Erfolge zu berichten.
      Wenigstens Einer auf den man sich verlassen kann, heutzutage!
      Anscheinend haben wir wieder Inaktive geplündert.
      Ja. Ganz viel Inaktive geplündert!
      Eigentlich nur Einen. Den aber dafür in mehreren Städten.
      Und es war ein neuer Inaktiver. Wir haben sogar noch 20 oder 50 Dampfdinger gefunden (ich kenne mich mit diesem Militärfachbegriffen nicht so aus, aber es ist ja auch nicht meine Aufgabe mich da auszukennen! Ich bin Herrscher!)
      Jedenfalls, da hatten meine Untergebenen wieder Arbeit!
      Mittlerweile ist der ganze Kram, vor allem der Wein, auch höchstbietend unter die Leute gebracht wurden.
      Heißt:
      Graf von Plüsch besitzen nun 144 Handelsschiffe.
      Juchee.

      Und wir haben zweimal das Kolossos-Wunder.
      Ja, zweimal. Einmal sogar schon fast mit 40% Inselkonvertierung.
      Cool was?
      Die Religion vom Heiligen Häschen ist aber auch gut, glaubwürdig & unaufhaltsam.
      Müsste man nur noch mal von jemand Bösem angegriffen werden.
      Und gerade online sein.
      Und hoffen, dass der böse, gemeine Angreifer **** unter dem Schockerlebnis, dass bis zu 10 oder 20% seiner angreifenden Übermacht den Angriff nicht ausführen möchte, furchtsam umkehrt, mich um Entschuldigung bittet & mir als Wiedergutmachung noch ein paar Ressourcen schenkt.


      Damit liebgrüßt dich einmal mehr, liebe Welt,
      der Graf


      P.S.:
      Die Gemeinsamkeit zwischen Prinzessin Victoria & Knobsi, die du dank Bartmann mittlerweile auch unter dem Namen „Knipno“ kennst:
      Ich werde sie endlich enthüllen.
      Voilà:
      Beide können Suaheli.
      Eigentlich eine ziemlich offensichtliche Gemeinsamkeit.
      Mich wundert, dass ihr da nicht selbst drauf gekommen seid.
      Wie sonst wäre ich zu meinen Stadtnamen gekommen, wenn mir Knobsi das nicht vorgeschlagen hätte? :rolleyes:
      Ich bitte euch: Sungura, Zuri, Marahaba, Fumbo, Maliki, Kijiji, Shujaa ... sowie Urahabu für die Plünderpolis.
      Ich bitte euch. Das ist doch so offensichtlich :rolleyes: *****

      Was mir noch auffällt: Suahelli?
      Wenn man nicht nur Foren Supermod ist, sondern sogar eine Sprache nach Einem benannt wird, dann hat man's ziemlich weit gebracht.

      P.P.S.:
      Der Tipp noch:
      Ein gutes Wort zur rechten Zeit,
      erspart Verdruss und Herzeleid.



      ----------------------

      * … wobei ich ihn durchaus auch der Schauspielerei verdächtige. Kennst du den „Eingebildeten Kranken“ von Homer, liebe Welt?
      Der alte Homer konnte wirklich gut schreiben. Schade das dieses Werk in Zukunft verschollen sein wird. Wie auch sein „Doktor Faustus“, das Werk um diesen Wissenschaftler, der sich mit Hades einlässt. Oder sein mit Olivenöl gezeichnetes Epos von „Asterix bei den Trojanern“. Wer kennt sie nicht die Stelle, in der Asterix seinen Zaubertrank trinkt und dann allein dieses Pferd baut. Toll.

      ** … Ich sage nur so viel: Der Vorschlag, der uns unterbreitet wurde, beinhaltete unter anderem Katzenbabys & Golfschläger! …
      Im Ernst: Katzenbabys von Geburt an darauf trainieren professionelle Golfspieler zu werden, das ist abartig, unmoralisch & so wie meine Rechtsberater urteilen auch ungesetzlich!

      *** … Da ist übrigens wirklich was dran. Der beste & schlagkräftigste Beweis für die These bin ich in meiner Person. Denn: ich bin kein Supermodel, obwohl ich wirklich gut aussehe! Einzig logische Schlussfolgerung: Ich bin zu weise um Supermodel zu sein. (Abgesehen davon habe ich als Herrscher natürlich auch andere Aufgaben, die mir den Tag ausfüllen, zumindest für die anderthalb Stunde in der ich tatsächlich arbeite. Aber halbtags Supermodel sein, ich denke dafür hätte meine Zeit gereicht. Gehört ja nicht viel dazu.)
      **** … Das wäre dann bestimmt einer dieser „Raider“ von denen man manchmal liest. :S Ihr in der Zukunft lest bestimmt weniger von denen. Aber wenn ich sage „Twix“ werdet ihr vermutlich eher wissen was ich meine.
      ***** ... Okay. Bei Prinzessin Victoria bin ich mir nicht ganz sicher ob sie wirklich so astrein Suaheli spricht. Aber von Prinzessinen sagt man doch immer dass sie ziemlich clever sein müssten & auch viele Sprachen beherrschen müssten, weil sie doch immer um die Welt fliegen& allerlei wichtige Persönlichkeiten & Prinzen treffen müssten & so. Da wird Prinzessin Victoria sicher auch Suaheli sprechen!

      Rothäschen und das böse Neugiertier
      Ein märchenhaftes Lehrstück, in dem auch eine nette Trollin eine nicht geringe Rolle spielt
      – Teil 9

      Noch etwas wackelig auf den Beinen erhob sich Rothäschen langsam. Es schaute dabei fortwährend in Richtung der Trolline.
      Okay, so viele weibliche Trolle hatte Rothäschen in seinem Leben bisher nicht zu Gesicht bekommen, doch es wusste, vor ihm stand die hübscheste und tapferste Trolline, die es jemals gesehen hatte, die vermutlich jemals irgendwer gesehen hatte.
      Rothäschen bewunderte die kleinen spitzen Ohren. Mit denen würde sie bestimmt ziemlich gut hören können, dachte es dümmlich.
      Es erinnerte sich wie die Trolline ihren Wanderstab geschwungen hatte, den sie jetzt seelenruhig in der rechten Pfote hielt. Wie eine Superheldin hatte sie ihn gegen das Neugiertier eingesetzt, wie eine Aphrodite, die großen Fußes auf Kriegspfaden wandelte.
      Überhaupt ihre Füße. Rothäschen mochte die praktischen Dinge im Leben. Derart große Füße, wie sie der Trolline zu Eigen waren, hielt es für überaus praktisch. Was man alleine an Kosten für Schuhpolitur sparen können würde, mit solch großen Füßen.
      Noch dazu fand es Rothäschen einen reizenden Anblcik wie der Rocksaum ihres Minirocks ihre Knöchel umspielte.
      Rothäschen kannte sich zwar mit Röcken und Mädchenkleidung nicht wirklich aus, doch demnach was es mancherorts gehört hatte, hießen die Kleidungsstücke „Minirock“, die den Betrachter das Herz schneller schlagen ließen.
      Und die Trolline ließ ihm das kleine Herz schneller schlagen.


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―


    • 14. Eintrag - Theater- und Bildergeschichten

      Im Amphitheater haben sie heute „König Ödipus“ aufgeführt, genau dort:

      Dieses Stück von dem guten alten Sophokles, wo der eine Typ durch die Welt zieht, spannende Abenteuer durchlebt & dann wieder nach Hause kommt um eine Familie zu gründen. Schöne Geschichte. Mit diesem tragisch-romantischen Touch einer unmöglichen Liebesbeziehung. Nur wegen dieser starren gesellschaftlichen Konventionen!
      Es hat mich an meine Familiengeschichte erinnert, irgendwie *.

      Ich mag ja Kultur.
      Als Herrscher sollte man auch immer zeigen, dass man Kultur mag, selbst wenn man sie eigentlich gar nicht mag, etwa weil sie Einem zu anstrengend, langweilig oder zu unverständlich ist.
      Aber dieses Mal ging die Vorführung ja in Ordnung.
      Nur schade für die Nachwelt, dass die Notenblätter & die Inszenierungsbeiblätter, die mit dem reinen Textstück eine Einheit bilden, demnächst verschollen gehen werden. Sie werden für alle Zeiten verloren sein. Es wird sogar niemals jemand wissen, dass es diesen wesentlichen Teil der griechischen Dramatik überhaupt gegeben hat **.
      Damit wird zukünftig niemand auch nur erahnen können, wie die Rollerblade-Bahnen aufgebaut werden müssen um den Polonaise-Zügen von Ödipus & seinen Angehörigen den nötigen Schwung zu verleihen, ohne zeitgleich den Amphitheaterbesucher eine optimale Sicht auf die Bühne zu verwehren.
      Oder der Auftritt der Zombiearmee, die sich ungefähr zur Hälfte des Stücks einen Showkampf mit den Chorsängern liefert. Im Text wird all’ das nicht beschrieben, kommt all’ das nicht vor (warum sollte es auch beschrieben werden, schließlich laufen die Kämpfe stumm & textlos ab, nur getragen von diesem orchestralen „Sunshine Reggae“ im Hintergrund, bis zum Höhepunkt dieses gewaltigen Feuerwerks).
      Schade, dass alle nachfolgenden Generationen nur dieses langweilige, öde Schriftwerk haben werden. Das vermittelt leider einen völlig falschen Eindruck altgriechischer Kulturgepflogenheiten, einen trägen, öden, langweiligen Eindruck.
      Schade. Wirklich schade.

      Da mich dieses großartige Musical doch ein wenig mitgenommen hat, Bartmann immer noch krankgeschrieben ist & und ich eh’ kaum mitbekomme was so im Alltag meiner Untertanen vor sich geht, die neuesten Entwicklungen hier mal kurz zusammengefasst:

      - Im Spendenscore alle abgehängt.
      Und mit „alle“ meine ich MadameObscure.
      Bin sogar auf die nächste Hunderterseite vorgerutscht & habe alle meine Freunde & Bekannten zurückgelassen.
      Jetzt teile ich die Liste mit Niemandem mehr, den ich so richtig "kenne". Schnief.
      Der Preis des Erfolgs. Einsamkeit.

      Nächste Spendenkonkurrentin ist damit Babsi. Auf das ich mit ihr und anderen gemeinsam für die nächste Marmorbruch-Stufe auf Stroelios sorgen!

      -------------------------------------------------------

      (Verspätet gesehen, Curly hat sich wieder auf die Seite geschlichen ... juhu \o/ ... doch nicht allein.)

      - Eine Peinlichkeit, zu der ich stehe, vor allem da ich sie selbst nicht direkt zu verantworten habe:


      Ein Hoch auf die Berater, denen man notfalls alle Schuld in die Schuhe schieben kann.

      - Eine kleine Freude:
      In 16 Runden:

      (Ich bin übrigens das Obenstehende ...
      (also nicht persönlich, sondern stellvertreten durch meine tapferen Untertanen, aber das ist ja praktisch das Gleiche.))
      :verlegen:

      - Nächster „Tagebuch“-Eintrag nicht in Wochenfrist.
      Donnerstag geht’s für ein paar Tage in den Urlaubsmodus. Yuppie \o/



      Liebes Grüßle,
      Graf von Plüsch,
      der von den Sinneseindrücken des „Ödipus“-Musicals wirklich geflasht ist, vor allem von dieser einen Szene in de Ödipus in einem hochspannenden Laserschwertduell seinen Vater ermordet, in einem Kampf der jeglichen Gesetzen der Schwerkraft zu trotzen scheint … „Ich bin dein Vater, Ödipus!“ ... Wahnsinn!

      P.S.:
      Gani schreibt ja gar nicht mehr ;(
      (Ich gehe einfach mal davon aus, dass ich Ganath wenigstens hier, in diesem privaten Zwiegespräch zwischen Graf und Welt, "Gani" nennen darf.)

      P.P.S.:
      Der Tipp:
      Ich ziehe es vor zu schweigen bei Dingen, wo mir das Verständnis fehlt.



      ----------------------

      * … Ja, mit solchen Geschichten wecke ich deine Neugier, Welt. Pfui! Nichts gibt’s hier aus der Skandalecke der herrschaftlichen Grafenfamilie.
      ** … Tja. Woher ich das alles weiß?
      Erinnerst du dich, liebe Welt, noch an die Zeitmaschine?
      Genau!
      :(
      Blödes Zeitreiseparadoxon.
      Da fährt man einmal in die Vergangenheit, stellt einem etwas älteren Mann grundlos ein Bein, und dann stellt sich heraus das war Sophokles, auf dem Weg zur Arbeit, wo er gerade seine Arbeit an den Notenblättern und Inszenierungsbeibackzetteln beginnen wollte.


      Rothäschen und das böse Neugiertier
      Ein märchenhaftes Lehrstück, in dem auch eine nette Trollin eine nicht geringe Rolle spielt
      – Teil 10

      Die Rheumasalbe kann man bestimmt noch benutzen.
      Die Trolline lächelte Rothäschen weiterhin freundlich zu, trotz ihrer spürbaren Genervtheit einen simplen Sachverhalt zum dritten Mal wiederholt haben zu müssen.
      Du siehst aber nicht so aus, als würdest du schon Rheumasalbe benutzen müssen,“ versuchte sie sich an einem anderen Thema während sie ruhig auf das ratlos starrende Rothäschen zulief.
      Rothäschen war nun endlich selbst soweit die Anwesenheit dieser großfüßigen, blaufellhäutigen Trollinenschönheit fassen zu können, und es griff ihre Frage auf um ihr in sprunghaften Sätzen die ganze Geschichte zu erzählen: wie es im Kindergarten einmal vom Klettergerüst gefallen war, wie es zu einem Weihnachtsfest einmal die größte Möhre gewählt hatte, wie es heute auf dem Weg zu seiner Oma von diesem Neugiertier überfallen wurde.
      Es verstummte erst als die Trolline eine Armlänge vor ihm zum Stehen kam und ihm tief in die Augen blickte.

      Hallo, du Häschen mit dem roten Käppchen. Ich bin Vada.“ Höflich streckte die Trolline Rothäschen ihre rechte Hand entgegen. „Und wie heißt du?
      Vada war also ihr Name.
      Rothäschen hielt das für einen schönen Namen.
      Geheimi“, antwortete Rothäschen nach einem kurzen Abstecher ins Traumland wahrheitsgemäß auf die Frage der Trolline. „Aber alle nennen mich eigentlich immer nur Rothäschen.“ Noch immer etwas benommen von der erlittenen Schüttelei setzte es seiner Antwort gleich darauf ein geflüstertes „wegen dem roten Käppchen“ hinzu, ohne zu bemerken, dass Vada mit weiterhin ausgestreckter Hand darauf wartete es auch in aller Förmlichkeit begrüßen zu können.
      Dann schüttelten sie Hände.

      Noch nie in seinem Leben hatte Rothäschen in seinem Leben einem Mädchen die Hand geschüttelt. Doch es fühlte sich ganz normal an. Natürlich.
      Hieß das sie waren jetzt ein Paar? Verheiratet? Konnte man eigentlich durch das Händeschütteln Babys bekommen? Rothäschen fand, dass es unmöglich bereits die nötige Reife besitzen würde um eigene Kinder zu haben.
      Es teilte der Trolline seine Bedenken mit.
      Als diese daraufhin in ein bezauberndes, glockenhelles Lachen verfiel und ihm zuraunte „Du bist aber albern!“, beruhigte sich auch Rothäschen wieder.


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―

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    • 15. Eintrag - Ein Graf im Urlaub

      Mahlzeit.

      Da bin ich wieder!
      Komme einfach so dahergeplumpst & erwecke meine Untertanen aus ihrem Dornröschenschlaf, befreie sie aus Düsternis & Schwermut indem ich ihnen zukommen lasse worauf sich all’ ihr Sehnen & Hoffen der letzten Tage gerichtet hat: meine Wiederkehr.
      Die Zeit der Grafenlosigkeit ist beendet. Ganz offiziell.

      Wie ich bereits feststellen durfte, hat die Zeit meiner Abwesenheit zwei andere Herrscher derart in die Verzweiflung getrieben, dass sie sich & ihre schutzbefohlenen Niederen auf ewig von der Welt entfernt haben *.
      Abseits dieses unsinnigen Opfers, das mir & meiner Wichtigkeit nur am Rande schmeichelt, bin auch ich ein Leidtragender dieser stupiden „Ohne den Grafen will ich nicht mehr Ika“-Idee: Ich bin gezwungen unter der abnehmenden Vielzahl an Mitherrschern zwei zu erwählen, die den hohen Ansprüchen genügen sich als meine Kulturgüter-„Freunde“ würdig zu erweisen **.
      Werde ich diese „Freunde“ finden?
      Wer wird es sein?

      Und wie verbringt eigentlich so ein weiser, gerechter & bescheidener Herrscher seinen wohlverdienten Urlaub?
      Die Frage, die du dir, liebe Welt, zweifellos gestellt aber dich nicht zu fragen getraut hast, werde ich womöglich beantworten können.
      War es bewaffneter Kampf für den Weltfrieden?
      Engagement für „Nieder mit den Dampfgiganten – Abrüstung sofort!“?
      Mitarbeit im Aktionsbündnis "Mehr Rhythmus für die Frauenbewegung"?

      Nein! Weder noch!

      Als strenger Verfechter der Ansicht, das ein Jeder seine Fähigkeiten für eine gute Sache einsetzt, hinter der er auch steht & die er nicht nur unterstützt um im Lichte der Öffentlichkeit gut dazustehen, habe ich mich um die Dezimierung des gemeinen Rebhuhns verdient gemacht.
      Nie wieder sollen die Bauerntrampel sich im Bett wenden müssen weil sie sich um das Wohlergehen ihrer Viehbestände fürchten. Auch die gefährdeten Schafe & Pferde, die bedrohten Rinderherden & die paarweise lebenden halben Hühnchen *** können nun endlich wieder das tun was sie eben so tun, des Nachts, wenn auch sie sich nicht mehr in ihren Stallungen verstecken müssen, vor Rebhühnern auf Beutezug.
      Vier Rebhühner haben wir erwischt auf unserer groß angelegten Treibjagd. In Zahlen: vier!
      Ich habe meinen Teil also dazu beitragen können, die Welt sicherer zu machen, zu einem besseren Ort.
      Die restliche Zeit, von Freitag Mittag bis Dienstag Abend habe ich mich von den Strapazen erholt.
      Dazu nehmen wir uns in unserer schnelllebigen Zeit viel zu selten die Freiheit, wie ich finde. Vielleicht kann ich auf diesem Wege auch dich, liebe Welt, einmal für den Gedanken erwärmen, dich einfach mal von deinen Strapazen zu erholen, Fünfe gerade sein zu lassen, dieses permanente, unablässige Drehen um Sonne & eigene Achse jemand Anderen machen zu lassen. Du wirst sehen: es geht.

      Ich persönlich, liebe Welt, verabscheue dagegen diejenigen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die Freizeit-, Urlaubs- & Abwesenheitszeiten mit Müßiggang verbringen, während ihre Untertanen & Fans darben & vor Sorge um das Wohl der über ihnen Stehenden förmlich zergehen. Schlimmer sind nur noch Diejenigen, die diese Zeiten mit Partys, Pool-Billard & Portweingefüllten Badewannen verbringen bzw. allgemein dem Exzess frönen.
      An dieser Stelle sehe ich mich unbedingt gemüßigt, meine Einstellung bzgl. rauschhafter Freizeitgestaltung mit einem Smiley bildlich zu unterstreichen: :thumbdown:
      Ja: :thumbdown: !
      Wie Paris Hilton: :thumbdown: ****!

      Dennoch auch Geburtstagsfeiern muss sein. Gern auch exzessiv. Ohne einen Gedanken an die Zukunft, an die Vergangenheit, oder gar die Gegenwart!
      Das war schön.
      Wir waren da mal wieder im Bergwerk *****. Es gab Kaffee, Kuchen & Sekt (Rotkäppchen, halbtrocken, sehr lecker!)
      Und mir haben voll viele Leute gratuliert, auch in meinem Kommentarthread .
      Darüber habe ich mich sehr gefreut.
      Danke! :knuddel:


      Damit grüßt dich, erfreut sowie relaxt & erholt nach anstrengendem Ausspannen,
      Graf von Plüsch,
      der in Sachen Rebhuhnplage nicht nur schwatzt, sondern handelt,
      woran sich Andere gern auch mal ein Beispiel nehmen sollten!


      P.S.:
      Dieser Beitrag dient dem huldvollen Gedenken an althea & Vectx, Kulturgüter-„Freunden“ a.D.
      Möge der mächtige Zeus ihnen & ihrem gelöschten Pöbel das notwendige Maß an Ehre zuteil werden lassen, dass er Kulturgüter-„Freunden“ des Grafen nun mal entgegenzubringen hat!

      P.P.S.:
      Da mich in letzter Zeit einige obszöne „Anfragen“ zur fortlaufenden Märchenserie erreicht haben:
      Es heißt „Rothäschen“. Nicht Rothöschen!!! Also mit einem „ä“!
      Der Unterschied ist wichtig!

      P.P.P.S.:
      Erneut ein wertvoller Tipp aus eigener Feder:
      Was stört es den Mount Everest, wenn er ein bisschen geschüttelt wird?



      ----------------------

      * … allerdings entschwanden mir diese Leute seltsamerweise nur auf zeta. Auf delta hat meine Abwesenheit niemand zu so einem starken Bekenntnis unerfüllter Grafenliebe geführt. Sollte ich auf delta etwa geringer geschätzt werden als auf der anderen Welt? Wieso werde ich auf delta nicht mit ebenbürtiger Hingabe geliebt, dass selbst nur ein paar Tage des Fernbleibens die Zurückgebliebenen, Wartenden, zu derlei hilflosen Wahnsinn verleitet?
      Ich bin einem Skandal auf der Spur!

      ** … Ansprüche, die jedoch gar nicht sooo hoch sind: Ich gebe mich bereits damit zufrieden, dass mein Kulturgüter-„Freund“ in spe einen Museumsplatz bei sich frei hat & sich mit meinem wertlosen Krempel für sein Museum zufrieden gibt.
      *** … Oder, wie wir sie hier im antiken Griechenland noch nennen: die Broiler.
      **** … Was vielleicht du, liebe Welt, gar nicht weißt: Paris gab es auch in Troja, der spielte da eine zimelich wichtige Rolle, bis er gestorben ist. Aber da war es ein Mann, nämlich der Sohn des König Priamos & von dessen Frau. Und er hatte es nicht nötig seltsame Videos von sich veröffentlichen zu lassen um in den Annalen der Weltliteratur seine Fußspuren zu hinterlassen.
      Desweiteren habe ich übrigens in Erfahrung bringen können dass im fernen Gallien unter Umständen auch eine Paris existieren solle. Als Stadt!
      Diese Gallier.
      Diese verrückten Gallier!
      Sie neigen, demnach was man so hört, ja auch dazu sich von Kleinwüchsigen, Zwergen also, beherrschen zu lassen. Anstatt von Grafen, Hasen oder MadameObscures :)

      ***** ...
      Rothäschen und das böse Neugiertier
      Ein märchenhaftes Lehrstück, in dem auch eine nette Trollin eine nicht geringe Rolle spielt
      – Teil 11

      Unter Ausnutzung der letzten Sonnenstrahlen, die durch das dichte Blattwerk des Waldes zu brechen vermochten, machten sie sich gemeinsam daran die Reste des Massakers aufzulesen.
      Wie sich herausstellte war die Rheumasalbe tatsächlich das einzige verschenkenswerte Geschenk, der einzige Gegenstand, der nicht hoffnungslos ruiniert worden war.
      Eine traurige Entwicklung.
      Doch die Anwesenheit Vadas, der Trolline, baute das Rothäschen auf, verdrängte die dunklen Schatten der Traurigkeit indem es seine Brust mit Dankbarkeit und Zuneigung füllte.
      In Absprache entschieden sie sich die auf dem Waldboden verteilten Nahrungsmittel zurückzulassen. Für sie, für die Geburtstagsfeier von Rothäschens Oma mochten sie ungenießbar geworden sein, doch den Lebewesen des Waldes würden Kuchen, Möhren und Weintrauben den Tag durchaus noch versüßen können, ihnen möglicherweise noch die kleine Freude bereiten, die das Neugiertier dem Rothäschen genommen hatte.
      Nur die zwei Hälften des zerbrochenen Korbs, die Schafwolle sowie die vielen Glassplitter des Ouzo-Fläschchens beabsichtigten sie mitzunehmen und in den getrennten Abfallstationen des Seniorendorfes umweltverträglich zu entsorgen.
      Das sie beide für den Schutz der Umwelt waren, sie beide Umweltverschmutzung und Artensterben nicht gut fanden, war eine der vielen geteilten Überzeugungen die sie schon in den ersten ruhigen Minuten aneinander entdeckten. Sowohl Vada als auch das Rothäschen mochten Fell, Sonnenschein und Dinge, die "kawumm" oder "wuhuuu" machten.
      So fühlten sie beide auch gleichzeitig die Verbundenheit, die geistige und seelische Nähe zwischen ihnen, ohne dass sie sich diese erklären konnten, noch es dem Gegenüber schon in diesen ersten Momenten ihrer Bekanntschaft gestanden.
      Hatte das Neugiertier als brutaler, herzloser Amor gewirkt? Hatte es zwei Gleichgesinnte zueinander geführt, durch das Band unbarmherziger Schüttelei miteinander verbunden?
      War all’ das Schrecken letzten Endes doch zu etwas gut?

      Schnell stand jedenfalls fest, dass Vada das Rothäschen bis zum Haus der Oma begleiten würde.
      Sie duldete, wie es für einen weiblichen Troll so typisch war, keinen Widerspruch: „Rothäschen! Du bist verschreckt und traumatisiert nach dieser Folter, die du ertragen musstest! Ich begleite dich!


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―

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    • 16. Eintrag

      >> Klick mich, denn ich bin ein erlesenes Stück Musikkunst, das deinen Geist in Entspannung versetzen soll um dich für die nächsten Zeilen in besonderem Maße aufnahmefähig zu machen <<

      „Die Jagd nach Ruhm und Ehre ist die verbreitetste von allen Torheiten dieser Welt; ihnen zuliebe verzichten wir auf Wohlstand und Ruhe, auf Leben und Gesundheit“

      … *

      … **

      Welch’ weise Worte mir da wieder, in aller Bescheidenheit, in den Sinn gekommen sind.
      Wahrlich!
      Sicher nicht der Weisheit letzter Schluss.
      Aber ein Anfang.


      Und nun zurück zum Thema:
      Ich möchte nicht wehklagen, liebe Welt, doch es ist so: Ich vermisse Bartmann, meinen Städteberater.
      Er ist aufgrund der Nebenwirkungen seines hinterhältigen, bösartigen Eintrags in mein „Tagebuch“ immer noch kränklich, Krankgeschrieben bis Ende Oktober.

      In den Zeiten seiner Abwesenheit fällt mir auf, wie sehr er mir fehlt.
      Vermutlich ist das wie so häufig, dass man nämlich das was man hat, nicht schätzt, es schlecht behandelt, es erniedrigt & mit Füssen tritt (*hust*, natürlich nur bildhaft gesprochen!).
      Woran das wohl liegen mag?
      Ich weiß es nicht!

      Mit Heidi ist es jedenfalls nicht das Gleiche, auch wenn wir hier, seit sie da ist, recht häufig prominenten Besuch verzeichnen.
      Vor Kurzem war zum Beispiel dieser eine Sänger da, dem wir dann einen rauschenden Empfang bereitet haben:

      Ich vermute ja das zwischen dem und meiner "Diplomatieberaterin" (rechts im Bild) irgendwas läuft ... diese Nähe zwischen den Beiden, selbst auf diesem offiziellen, antiken Schnellgemälde, zu diesem offiziellen Anlaß ... sehr verdächtig!

      Und Gestern hatten wir sogar herrschaftlichen Besuch:


      Erlaubt sei mir an dieser Stelle eine Abschweifung.
      Ich finde mittlerweile Prinzessin Madeleine viel besser als Prinzessin Victoria oder gar Königin Sylvia.
      Unter Umständen liegt das auch daran, dass Prinzessin Madeleine noch zu haben ist (also zumindest auf eine Weise zu haben ist, die unnötige Schwierigkeiten & Konflikte vermeidbar erscheinen lässt, was mir sehr angenehm wäre da es meiner natürlichen Faulheit doch sehr entgegen kommen würde).
      Aber wie sage ich immer: Hauptsache nicht Prinz Charles! Und ich denke, du, liebe Welt, wirst mir da zustimmen, ohne dass ich viel Aufhebens darum machen muss.


      Kann es eigentlich sein, dass dieser Beitrag abseits einiger kluger Weisheiten & einiger neuer Wortschöpfungen wie „Trolimpozyten“ oder „Drekantaruktion“ inhaltlich etwas schwach auf der Brust ist?
      Vermutlich liegt das daran, dass nicht wirklich viel passiert ist in den letzten Tagen. Was soll auch passieren wenn der Städteberater nicht greifbar ist? Und der Illusion, dass ich höchstselbst die Verantwortung für das Fortkommen in meinen Städten übernehmen würde, hängt hoffentlich niemand mehr nach. Wen sollte ich in dem Fall auch bestrafen & züchtigen, wenn etwas schief gehen sollte ***? Äußere Feinde? Umstände? Den negativen Einfluss des Zufalls? Allesamt wenig greifbare, vorzeigbare Schuldige ****.

      Wir haben allerdings neue Kulturgüter-„Freunde“. Darunter sogar Kulturgüter-„Freunde“ bei denen man das „Freund“ ohne Anführungsstriche schreiben kann.
      Wie Arturrius zum Beispiel, einem echten RedZoraClan-Mitglied.
      Oder wie insbesondere Vada! … Ja. Ich habe seit gestern ein echtes Vada-Kulturgut. Juchee \o/
      Durch widrige Umstände fehlt mir neuerdings jedoch erneut ein Kulturgut. Ob ich mal schüchtern in einem Sammelthread nachfragen sollte? Es würde immerhin echter Grafenkrempel auf eine Glückliche bzw. einen Glücklichen warten.

      Der Chefin kann ich ja leider keine Kulturgut-Anfrage zukommen lassen, ebenso wenig wie MadameObscure & einer Vielzahl anderer coolen Zetaner mit ausgewählt gutem Geschmack. Deren Museumsstücke habe ich mir nämlich schon unter die hübsch manikürten Pfoten reißen können. Ganz legal!

      Apropos MadameObscure!


      Mit diesem gewagten Cliffhanger verabschiedet sich erneut, hastig überstürzt,
      Graf von Plüsch,
      nicht jedoch ohne Allen schon jetzt ein schönes Wochenende zu wünschen,
      und sie auf meine Wiederkehr Anfang nächster Woche zu vertrösten.


      P.S.
      Die Cliffhanger-Spannung halte ich selbst kaum aus. Toll. Seit Adapterschnute sein Tagebuch nicht fortsetzt, scheine ich nicht mehr nur Graf über eine kleine Schar von Pöbel zu sein, sondern auch endlich König. Cliffhanger-König! Toll.

      ...

      P.P.S.:
      Du, liebe Welt, erscheinst mir nach einigem Abwägen doch irgendwie wichtiger als schnöde Titel, als Ruhm & Ehre, selbst als Wohlstand & Ruhe, Leben & Gesundheit.

      Damit also doch noch der neueste Stand meiner Mission "Obscure", wie ich sie seit eben jetzt nenne:
      Der unmöglich hinnehmbare Stand der letzten Tage sah wie folgt aus:

      Ich denke, du & ich, liebe Welt, sind uns darin einig, dass das unmöglich hinnehmbar ist!

      ... Deswegen nur wenige Augenblicke später, nach einer Vielzahl mühseliger Holztransporte zur See:


      Was viele im Übrigen nicht wissen: Ich habe auch mehr Handelsschiffe als ebenjene MadameObscure 8)
      :tanz: *****


      P.P.P.S.:
      Der Tipp:
      Wie schon in der Bibel geschrieben stehen wird, so gilt auch bei ikariam:
      Lieber der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach!
      Oder andersrum!



      ----------------------

      * ... Das ist eine Kunstpause an der Stelle. Nimm dir hierfür so viel Zeit wie du benötigst. Lass *hüstel* „meine“ Worte auf deinen Verstand wirken. Lass sie deine bisherige Lebenseinstellungen & deine Weltsicht einer inneren Prüfung unterziehen. Lass „meine“ Worte all’ die vielen Mängel deiner bisherigen Ansichten offen legen.
      Spürst du wie die Wellen der Weisheit dich hinfort tragen?
      Lass es einfach geschehen …

      ** … Okay. Das dauert nun doch ganz schön lange, deine Pause. Ich hoffe du bist in dieser geistigen Entspanntheit nicht eingeschlafen! … *ungeduldig mit Bonbonpapier raschel*
      *** … Wir alle wissen wie unwahrscheinlich es ist, dass unter meiner Herrschaft Fehlentwicklungen auftreten würden, Projekte scheitern, Lagerhäuser einstürzen, Kriege verloren werden oder eine Rebhuhn-Plage das Land heimsucht, doch wenn ich in meinem kostbaren Leben eines gelernt habe, dann dass man niemals „nie“ sagen solle. Das gehört sich nicht! Wie fluchen, oder wie Gottes- & Grafen-Lästerung!
      **** … Okay. Man könnte vielleicht das Neugiertier für eventuelle Fehlentwicklungen verantwortlich machen. Aber seit sie Trial-GO ist & damit ein (un-)gehöriges Maß an Macht besitzt, scheint mir das nicht mehr so ratsam. Außerdem ist sie ein Mädchen. Und ich habe Angst vor Mädchen! Die beißen, kratzen & schütteln Einen, ganz unabhängig davon ob man Graf oder niedliches Häschen ist.
      ***** ... Bitte, MadameO. Nimm mir meinen kleinen Moment an der Sonne nicht gleich wieder weg. ;( Wir wissen doch alle dass du das jederzeit könntest & unsereins dann recht dumm aus der Wäsche gucken würde. ;( So wie schon bei den Gesamtpunkten. ;(
      Rothäschen und das böse Neugiertier
      Ein märchenhaftes Lehrstück, in dem auch eine nette Trollin eine nicht geringe Rolle spielt
      – Teil 12

      So zogen sie los, Seite an Seite, beide jeweils eine Hälfte des zerbrochenen Korbes tragend.
      Es war nicht mehr weit zum Alterssitz von Rothäschens Oma, nur noch ein Weg, den sie in einer halben Stunde problemlos bewältigen würden.
      Doch die Dunkelheit des hereingebrochenen Abends erschwerte den Vorankommen. Rothäschen dankte dem Himmel dafür, dass Vada ihn begleitete, immerhin war es wirklich ziemlich dunkel mittlerweile und der Wald war ziemlich düster, struppig und angsteinflößend.
      Ich bin eben verschreckt und traumatisiert. Da darf man Angst haben!“, rechtfertigte es sich unaufgefordert vor der Trolline.
      Das Rothäschen heute von einem Mädchen gerettet wurden war, daran störte es sich hingegen zu keinem Zeitpunkt. Rothäschen war viel zu weltmännisch und uneitel um an die tradierten Geschlechterrollen zu glauben. In diesen modernen antiken Zeiten durfte man sich, seiner Meinung nach, auch ruhig mal von einem Mädchen aus höchster Gefahr retten lassen.
      Unaufgefordert erklärte es Vada diese Anschauung.

      Wie die Trolline es daraufhin erneut lächelnd als „albern“ titulierte, gerieten sie allmählich in freundschaftliches Schwatzen.
      Endlich erfuhr Rothäschen mehr über seine Retterin.


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      ― Taylor Swift ―

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    • 16. Eintrag - Gräfliche Exzellenz Under Pressure

      1:3 n.V.
      Das passt ja zur gräflichen Bedrängtheit, von der ich dir heute berichten möchte, liebe Welt.
      Wo ich mich doch ein weiteres Mal fragen musste: Wo beginnen, du hochwohlgeborener, weiser, gerechter & bescheidener Graf, wenn es doch so viel zu berichten gibt?
      Warum also nicht bei 1:3 n.V.?

      Blödes Fußball!
      So!

      Dir wird die kleine, etwas unterschwellig versteckte Andeutung in den ersten Zeilen sicher aufgefallen sein, liebe Welt. Schließlich giltst du nicht nur als erdig-wässrig & lebensspendend für uns, deine mal mehr mal weniger vornehmen Bewohner, sondern ebenfalls als recht pfiffig & clever.
      Jedenfalls: Ich bin bedrängt!
      Kaum traue ich mich noch aus der palastlichen Sicherheit, in der ich mich wehrhaft vor der gefährlichen Außenwelt verschanze.
      Denn: Es spukt in meinem Reiche!

      Gespenster , Geister & verwunschenen Mörderkürbissen treiben allerorten ihren Unwesen, verfolgen uns furchtsame, ängstliche umsichtig-vorsichtige Herrscher nicht nur in den eigenen Städten, sondern selbst in unseren „Forum“ genannten Herrscher-Zusammenkunftshallen:
      *

      Es ist doch wahrlich schlimm heutzutage!
      Fehlen nur noch die brandschatzenden, liebenswerte Trollinnen zu Trolladen verarbeitenden Rebhuhnbanden **, diese satanischen Gefährten & Begleiter der Apokalyptischen Reiter!

      Meine (verbliebenen) Berater haben diese Gespenster, Geister & verwunschenen Mörderkürbisse offensichtlich auch erwischt. Besonders schlimm diesen Forschertypen:
      Ein wahres Drama! Nicht unbedingt um seinet- oder ihretwillen ***, eher aufgrund der Ansteckungsgefahr, die von ihnen ausgeht, für den von seinen Untertanen geliebten & bedingungslos verehrten Grafen von Plüsch.

      Nur Heidi ist unversehrt.
      Nicht so helle zu sein, verkürzt offenbar die Inkubationszeit. Womöglich schützt es auch ganz vor einer Ansteckung. Doch wer vermag das zu sagen?
      Vielleicht hatte Heidi einfach nur Glück.
      Ich hoffe darauf!
      Denn einen Korrelation von Intelligenz mit der Ansteckungsanfälligkeit **** wäre mein garantiertes Verderben.
      Deswegen heißt es weiterhin: Im Palast verschanzen, Graf von Plüsch!

      Nun ja.
      Als ob das mit den Gespenstern, Geistern & verwunschenen Mörderkürbissen nicht schon schlimm genug wäre & es einen gutmütigen, weisen, gerechten & bescheidenen Herrscher nicht schon genug unter Druck setzen würde, bekomme ich es doch von allen Seiten.
      Völlig unbarmherzig.
      Vor allem von dir, liebe Welt, sowie deinen Bewohnern.

      Da gibt es zum Beispiel diese MadameObscure, die sich erst von der weiterhin über jeden Verdacht erhabenen Chimaira (auf legale Weise) mit Holz (& sicherlich auch mit anderen Ressourcen) pushen lässt, nur um dann, wenn man diesen Skandal aufdeckt, ihr schändliches Treiben zu vertuschen versucht, indem sie unsereins damit droht, die kostbaren Kulturkrempelgeschenke des Grafen von Plüsch ins Meer kippen zu lassen.
      Und wozu?
      Mein Triumph, wenn Graf von Plüsch im Spendenhighscore an dieser MadameObscure vorbeizieht, gar nicht anders kann als mit stolz erhobenem Haupte vorbeizuziehen, wird nur umso größer & kostbarer sein (wenngleich dieser Triumph unter diesen ungünstigen Umständen sicherlich etwas auf sich warten lassen wird, nicht zuletzt seitdem meine Berater allesamt zu unbrauchbaren Gestalten geworden sind & ich ein Gefangener bin, in diesem goldenen Käfig, der sich „Palast“ nennt).
      In der mir typischen Unschuld & Gerechtigkeitsliebe dachte ich immer Herrscher könnten nicht tiefer sinken als auf den Status eines Hochforschers.
      Wie man sich doch irren kann.

      Und dann drängst du mich, liebe Welt, stellvertretend durch eine Mannigfaltigkeit an Leuten, teils gar mit einer Vielzahl an Füßen ausgestattet, ich solle Butter bei die Fische >))))*> ... ><)))'> ... ><)))'> geben, mich ranhalten, dir meine Geheimnisse offenbaren, meine innersten Gedanken & Überzeugen kundtun *****.
      Soviel Druck. Auf meinen kleinen Plüschschultern.
      Ich frage mich wie Gani das ausgehalten hat.
      Ich frage mich wo Gani eigentlich ist … .
      Ich frage mich, ob ich Gani mittlerweile eigentlich ungestraft „Gani“ nennen darf, in Fällen, in denen sie es nicht mitbekommt … .


      Damit grüßt,
      verängstigt, verzagt & verschanzt,
      aus seinem Palast, indem allmählich die Nahrung knapp wird,
      Graf von Plüsch



      P.S.:

      ledi_rufus wrote:

      Pfui, pfui, pfui... bis sich einer wehtut.
      "Eine"!
      Bis sich „Eine“ wehtut! :) :evil:


      P.P.S.:
      Mit tiefstem Bedauern muss ich mitteilen, dass die aktuelle Folge „Rothäschen & das böse Neugiertier, das mittlerweile Trial-GO ist“ leider ausfallen muss.
      *lüg* Die Sendezeit ist einfach rum.
      Die Zeit-Zeichenbegrenzung des „Forums“ ist mal wieder Schuld!
      Mag eure Enttäuschung die Richtigen, nicht die Falschen & die Grafen treffen!

      Stattdessen gibt es aber Werbung.


      P.P.S.:
      Tipp-Tipp-Hurra:
      Der Mond von einem Wolkenhügel
      Sah schläfrig aus dem Duft hervor,
      Die Winde schwangen leise Flügel,
      Umsausten schauerlich mein Ohr.
      Die Nacht schuf tausend Ungeheuer,
      Doch tausendfacher war mein Mut,
      Mein Geist war ein verzehrend Feuer,
      Mein ganzes Herz zerfloß in Glut.



      ----------------------

      * … das ist natürlich Chimis Halloween-Avatar. Sooo schlimm ist der auch gar nicht. Nur eben ziemlich furchteinflößend, mit diesem dunklen Hintergrund & diesem Blutdurst ausstrahlenden hell erleuchteten Kürbisinneren.
      Da darf man sich nicht leichtgläubig täuschen lassen! Da heißt es auf der Hut zu sein! Nur weil der Mörderkürbis mit seinem harmlosen Äußeren, seinem harmlos scheinenden ikariam-Bezug, sowie seiner über jeden bösartigen Verdacht erhabenen Trägerin, der holden, unschuldigen Maid chimaira, noch so ungefährlich wirkt, heißt das nicht, dass er sich nicht die ganze Zeit verstellt & nur darauf wartet das wir einen Moment lang unsere Furcht Vorsicht ablegen, um jedem Einzelnen von uns die Kehle … schnipp, schnapp.
      Aber ich habe euch gewarnt.
      Wenn etwas geschieht, seid ihr selber Schuld!

      ** … Ja! Es gibt noch immer viel zu viele Rebhühner!
      So viele Rebhühner! *schauder*
      Suchen sie dich auch des Nachts heim, liebe Welt? In deinen Träumen? Drohen sie dir auch mit allerlei Unbill, als Strafe unserer antiken Götter für völlig abwegige, von ihnen überdramatsierte „Vergehen“? Seit wann soll es denn unmoralisch sein seine eigenen Untergebenen auszupeitschen? Oder den Großteil des Bruttoinlandproduktes für die Luxusbedürfnisse des Herrschers aufzuwenden, während der Pöbel darbt?
      Ja, diese Rebhühner!
      Manchmal vermag ich es nicht mal mehr ein Äuglein zu zumachen.

      *** … Hahaha. Welch’ abwegiger Gedanke!
      Bartmann ist, soweit ich das dank dressierter Brieftaubenkuriere vernommen habe, von der Ansteckung durch Gespenster, Geister & verwunschene Mörderkürbisse auch nicht betroffen. Der Glückspilz macht noch ein paar Tage lang Kur, auf Rhodos, fernab seiner darbenden Heimat, fernab seiner Pflichten, dieser Faulpelz. Angeblich kann er schon wieder beinahe schmerzlos auf dem Rücken liegen. Dieser Simulant!
      Dagegen hat’s den Pappaufsteller von Bartmann ordentlich erwischt, den ich aufgestellt hatte, um irgendjemanden für Fehlentwicklungen oder aus puren launenhaften Anwandlungen heraus bestrafen zu können.

      **** … Dafür gibt es ganz bestimmt ein besseres Wort. Doch ich gestehe: es fällt mir nicht ein. Und recherchieren? Der antike Duden steht im Palast-Sekretariat – damit also in der Gefahrenzone. Unmöglich würde ich mich in diese Gefahr begeben! Es lauern doch überall Gespenster, Geister & verwunschene Mörderkürbisse!
      ***** … So wie zum Beispiel meine Meinung zur aktuellen Integrations- & Zuwanderungsdebatte:
      Ich bin gegen mehr Gespenster, Geister & verwunschene Mörderkürbisse in meinem Reich!!!
      Ich will eher weniger! Die dafür aber besser ausgebildet sind! Und die mich nicht anstecken mit ihrer Fremdartigkeit.


      der heimischen Werbeindustrie wrote:

      Kauft mehr Tuniken aus heimischer, griechischer Produktion!
      Die sind besser als die anderen!


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―

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    • 18. Eintrag

      Helau, liebe Welt,
      lasst dich gegrüßt sein mit dieser etwas unkonventionellen, dafür aber umso griechischeren Anrede.
      Ja, „Helau“. So grüßt man sich bei uns in der Antike neuerdings unter Gleichrangigen; was sich für mich jedoch als ziemlich schwierig herausgestellt hat *.
      Abseits dessen, daß die Gruppe der als „gleichrangig“ zu erachtenden Erdenbewohner recht überschaubar ist, sich global gesehen auf höchstens einige tausend Herrscher verengen lässt, besteht das Problem, daß es in meinem Reiche noch immer spukt & ich mich derowegen forthin in meinem Palast verschanze. Einsam & allein. Aber geistig ungebrochen.
      Körperlich bin ich leider ein wenig schwach, da ich schon Samstag Vormittag die unter meiner Goldmatratze als Notvorrat angelegten Pralinenvorräte aufgezehrt habe. Echte griechische Tsatsikipralinen, manche auch mit einem Schuss Ouzo.
      Junge, junge, was war ich dann beschwippst **.
      Sicher lag das auch darin begründet, daß über die letzten Tage kaum Flüssigkeit zu mir genommen hatte. Und jetzt, im Nachhinein bin ich den Architekten meines Palastes über alle Maßen dankbar für das Anbringen der Regenrinne. Ohne sie, und ohne die täglichen Regengüsse, wer weiß ob ich dann noch diesen Eintrag an dich, liebe Welt, hätte vornehmen können.
      Doch wie habe ich dem Alten Grafen auf dem Sterbebett geschworen: Lieber verhungere oder verdurste ich, als daß ich mich von Gespenstern, Geistern oder Kürbissen meucheln lasse ***!

      Nun fragst du dich sicherlich:
      „Herr Graf, ich bin doch schon Einiges von Ihrer Hochwohlgeborenheit gewohnt & ich hege nicht den geringsten Zweifel an Ihren verschwenderisch vielen Talenten & Befähigungen, doch erschließt sich mir nicht, wie es Ihnen gelungen ist diese beschwerlichen letzten Tage zu überstehen.“
      Ja, liebe Welt. Eine gute Frage.
      Eine Frage, die ich, das muss ich in aller Offenheit gestehen, nicht beantworten kann.
      Ich erinnere mich nur noch, wie ich Samstag Mittag, nachdem ich die letzten Ouzo-Tsatsikipralinen genascht hatte & sich hernach alles um mich herum drehte, lauthals die Kürbisse dieser Welt für meine unglückliche Situation zu verwünschen begann ****. Danach wurde es schwarz um mich herum.
      Das nächste woran ich mich erinnere, das ist, daß ich vor einigen Minuten zu mir gekommen bin, ein reichhaltiges Nahrungs- & Getränkeangebot neben mir vorgefunden habe & erstmal einen kräftigen Bissen warmen Braten zu mir genommen habe.
      Seitdem habe ich mir nun den Magen voll geschlagen & nebenbei ein wenig die Berichte meiner Berater gelesen, die auf ebenso wundersame Weise wie Speis & Trank ihren Weg in meinen abgeriegelten Rückzugsort gefunden haben.
      Ich habe keine Ahnung wie mir das alles gelungen ist, aber irgendwie scheine ich es ja hinbekommen zu haben. Vermutlich in Trance, oder unter Selbsthypnose. Ich kann es nicht sagen.
      Alles was mir bleibt, ist es mich, in aller gebotenen Bescheidenheit, selbst zu bewundern.

      Da ich gerade die Berichte meiner Berater in den frisch manikürten Fingern hatte, kann ich vielleicht auch noch einige Entwicklungen mitteilen, die ich wohl auch irgendwie erfolgreich bewerkstelligt habe, ohne es richtig mitbekommen zu haben.
      • Also, wir haben mehrere neue Schiffe, auf zeta wohl jetzt 148. Fehlen, nach Platon Ries … *moment* … *den solarbetriebenen Rechenschieber hervorhol* … genau, nur noch 13.
      • Dazu gibt es ferner einige erfolgreich geschlagene Kämpfe & Plünderungen, ausnahmsweise sogar nicht nur gegen wehrlose Inaktive! (Werde ich etwa mutig & waghalsig, wenn ich nicht bei Sinnen bin?)
        Meine Reiche kamen sogar wieder in das Vergnügen neue Mörser zu bauen.
      • Earu bekommt in den nächsten Tagen endlich ihr KGA, für das ich nicht etwa das Kulturgut irgendeines weniger wertvollen & weniger nach echtem Grafenkulturkrempel verlangenden Herrscher aus einem meiner Museen verbanne: Nein, Earu wird, wenn alles läuft wie es beabsichtigt ist, den ersten 14ten Stellplatz in einem Grafenmuseum überhaupt erhalten. Extra für sie geschaffen. Welch’ große, welch’ unsagbar große Ehre *****.
      • Ich bin Nachtwächter in den Straßen von Jerusalem. Zwar ehrt mich das in mich gesetzte Vertrauen, doch irgendwie mag ich mich damit nicht anfreunden. Ich mag nicht Nachtwächter sein! Ich mag nicht, ich mag nicht, ich mag nicht!!! Und wie es scheint, reicht es nicht aus, es in jeder Runde, in der man in den Straßen von Jerusalem unterwegs war, gesagt zu haben, daß man keinesfalls Nachtwächter sein möchte. Aber die werden schon sehen, was sie davon haben.
        (Für alle, die an dieser Stelle nichts mit diesem Absatz anfangen können: das ist eine zu lange Geschichte um sie hier noch befriedigend erklären zu können! Habt ihr einfach Pech gehabt! Hah!)

      Damit grüßt schadenfroh,
      satt & zufrieden, mit 148 Handelsschiffen & einigen neuen Mörsern,
      Graf von Plüsch

      P.S.:
      Welcher Tag ist eigentlich heute überhaupt?


      P.P.S.:
      Der Tipp, der darf an dieser Stell’ nicht fehlen,
      doch gilt: woher nehmen, wenn nicht stehlen?
      Gibt's nicht Händler, die mit Sprüchen hehlen?
      Wie graut mir nur, wenn sie's wagen nach Entlohnung zu krakeelen.
      Alles was ich ihnen böte, wär's sie weiterzuempfehlen.
      Unterwerfung und Gehorsam sind wir allen Königen schuldig; dies gilt ihrem Amt; aber zu Achtung, und erst recht zu Liebe, sind wir ihnen gegenüber nur wegen ihres inneren Wertes verpflichtet.



      ----------------------

      * … weswegen ich mir auch die Freiheit erlaubt habe im Verhältnis zwischen uns, liebe Welt, Gleichrangigkeit anzunehmen. Sieh es einfach als Kompliment, als eine besondere, von einem echten Graf von Plüsch gewährte Gnade.
      ** … An dieser Stelle muss ich unbedingt feststellen, daß ich für gewöhnlich trinkfester bin. Ohne falsche Prahlerei möchte ich hier in den Raum stellen, daß ich in meiner wilden Jugendzeit, auf dem Internat Hogwarts (gelegen in der Nähe von Iraklion, Kreta), fernab der Aufsicht & der strengen Hand des Alten Grafen, bis zu drei Flaschen Wein am Abend getrunken habe, am Liebsten den der Marke „100% Traubensaft“, mit diesem süßen Nachgeschmack.
      Im Rückblick bleibt einem doch nur das Staunen darüber, mit welch’ kreativer Energie diese Leute vom Wein-Marketing bei der Benennung ihrer Weine zu Werke gehen.

      *** … Das ist natürlich nur einer der vielen Schwüre, die ich dem Grafen gegenüber abgegeben habe, während dieser auf dem Sterbebett seinen letzten Stündlein entgegen „ging“. Unter Umständen ergibt sich für mich in weiteren „Tagebuch“-Einträgen die Gelegenheit einige meiner weiteren, an ebenjenem Sterbebett getätigten Schwüre, die zu Grundprinzipien meines Lebens geworden sind, anzubringen & darzulegen. Sie wären sicher lehrreich. Gerade auch für Jugendliche & -innen.
      (Ach ja, die Information muss auch noch in die Fußnote: das „Sterbebett“ des Alten Grafen, das ist an dieser Stelle keineswegs wörtlich aufzufassen! Der Alte Graf war bis ins hohe Alter sehr aktiv, sportlich & unternehmungslustig. Ich möchte die Zeiteinteilung „Sterbebett“ dagegen als die Zeit seiner gesamten Lebensspanne verstanden wissen, die er aus welchen Gründen auch immer liegend zugebracht hat.)

      **** … Soweit ich mich erinnere, habe ich jedoch stets die weiterhin über jede derartige Verdächtigungen erhabene chimaira explizit von diesen Verwünschungen ausgenommen. Sie kann doch nichts dafür, daß die Kürbisse sie erwischt & zu Einer von ihnen gemacht haben.
      ***** … Wenn ich so darüber nachdenke, was für eine wirklich große Ehre das ist, überlege ich mir, ob ich diesen Platz nicht besser mit einem Kulturgut von mir selber fülle. Ich hätte diese Ehrung ohne jeden Zweifel auch verdient! Schließlich gelte ich gemeinhin als weise, gerecht & bescheiden! Manche sagen auch ich sei niedlich!

      Rothäschen und das böse Neugiertier
      Ein märchenhaftes Lehrstück, in dem auch eine nette Trollin eine nicht geringe Rolle spielt
      – Teil 13

      Vada, die tapfere Trolline, offenbarte dem gespannt lauschenden Rothäschen welch’ großer Zufall es war, daß sie an diesen Abend noch im Wald unterwegs war, und welch’ großes Glück das Rothäschen demnach gehabt hatte, gerettet zu werden.
      Rothäschen nickte nur andächtig, zustimmend, aus großen, bewundernd die Trolline anblickenden Augen. Nicht nur einmal wäre es beinahe über Stock und Stein gestürzt weil es mit seiner Aufmerksamkeit ganz von der Trolline vereinnahmt wurden war.
      Normalerweise“, erzählte Vada, „mache ich meine täglichen Routinerundgänge durch den Wald nämlich nur so lange, daß ich mich bei Einbruch der Dunkelheit bereits auf dem Nachhauseweg befinde. Weil ich doch jeden Morgen immer so zeitig aus dem Bett muss.
      Die aus ernsthafter Neugier eingeworfene Frage „Warum ist das so, Vada?“ brachte die Trolline endgültig in einen Erzählfluss, in dem sie ihre Worte derart lebendig durch Hand- und Fußbewegungen unterstrich, daß ihr Wanderstab und die von ihr getragene Hälfte des kaputten Lebensmittelkorbes nur so durch die Luft schwirrten, dabei einmal sogar Rothäschens rote Kappe gefährlich nah streiften.
      Vada, ihrem Bericht nach, tagsüber eine einfache, unbezahlte Praktikantin in den nahegelegenen Obscureschen Smartie-Bergwerken, hatte sie es sich in den frühen Abendstunden eines jeden Tages zur Herzensangelegenheit gemacht den dunklen Wald zu durchstreifen, um in ihm für Recht und Ordnung zu sorgen.


      --- kurzer Einschub ---
      Aus gegebenem Anlaß, an prominenter Stelle: :bday:


      “The lesson I've learned the most often in life is that you're always going to know more in the future than you know now.”
      ― Taylor Swift ―

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