ICEy - THE Autobiographie (inkl. 20 Seiten Inkonsequenz)

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    • ICEy - THE Autobiographie (inkl. 20 Seiten Inkonsequenz)

      ... ja... ich bin's mal wieder :knirsch:

      aufgrund von entzugserscheinungen und... naja meiner genetisch bedingten inkonsequenz fange ich wieder an ein tagebuch zu schreiben.

      ich werde euch momentan nur sehr unregelmäßig über mein ika-leben berichten können(wahrscheinlich nur einmal alle 1-2 wochen)
      aber wollte trotzdem schon damit anfangen.

      der erste eintrag kommt vielleicht noch diese, aber ganz bestimmt ende nächster woche! :verlegen:

      P.S.: alles, was in diesem tb niedergeschrieben ist entspricht zu 100% der reinen und wahrheit und ist nicht durch subjektivität oder ähnliches getrübt.

      und sorry für den kurzen und aussagelosen einstieg, aber wie gesagt... die zeit ist momentan gegen mich und habe das ziemlich spontan beschlossen :knirsch: :schämen:
    • THE Rückkehr des..

      Als erstes noch ein Nachtrag zur Einleitung:

      In meinem TB werden besonders Personen aus einer bestimmt Allianz vom Server Gamma Erwähnung finden. Normalerweise würde ich sagen, dass jeder der die Leute und die Allianz nicht kennt keine Ahnung von Ika hat... aber Zeiten ändern sich.

      Daher werde ich die Allianz, obwohl schon in genügend TB's von ihr zu lesen war, nochmals kurz vorstellen:

      Es handelt sich um die kleine Zwergenfamilie Namens Projekt-Gamma (kurz P-G)
      Die Allianz spielt mehr oder weniger auf das Märchen von Schneewittchen an... was auch irgendwie selbsterklärend sein sollte.

      Das soll und muss genügen!
      Alles weitere findet ihr in TB's von Ganath und Plüschi (das Geheimnis) ...

      und jetzt viel Spaß mit dem ersten Eintrag :)

      P.S.: Einen Kommentare-Fred wird es nicht geben... Ich bin einfach zu arrogant um Kritik in jedweder Art überhaupt wahrzunahmen, bzw. interessiere ich mich einfach nicht für sie.

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      Tief ein... und wieder ausatmen - Heimatluft. "Endlich... Endlich bin ich wieder zu Hause."
      ...
      Ein junger, gutaussehender Zwerg stand am Fuße des Berges OnäOhrR. Lächelnd blickte er ihn hinauf. Er war noch nie ganz oben an der Spitze gewesen, aber bald würde er dort sein. Der Blick wanderte auf ein riesiges Tor, was vor ihm in den Berg gehauen war. Es war nicht kunstvoll geschmückt oder ausgearbeitet, einfach nur aus blankem Stein. Seine Hand legte sich schon fast reflexartig auf den rauen Stein des Tores :" Immer noch wie früher... "
      Mühelos stieß er die beiden Torflügel zurück und betrat den OnäOhrR, wie es nur einem wahren Zwergen vergönnt ist. Nun befand er sich in einer Eingangshalle, mindestestens 10 Meter hoch und lang, ein perfektes Rechteck. Ein Weg, am Rande von Steinsäulen begleitet, führte bis zu einem kleineren Tor.
      Dieses wurde von fünf Soldaten bewacht. Freundlich lief der junge Zwerg auf jene zu. Nach einigen Schritten bemerkte er jedoch, dass die Soldaten in Kampfstellung gingen und ihre Waffen auf ihn richteten. " Ist dieser Empfang denn eures Königs würdig?", rief ihnen der junge Zwerg entgegen.
      Die Soldaten zeigten keine positive Reaktion sondern liefen auf ihn zu:" Prinz ICEy, sie...sie... sind festgenommen... auf Geheiß des Königs!"
      Der Prinz wurde von seinen eigenen Männern umringt. Er wollte sich wehren... doch er war einfach zu schwach...
      Plötzlich wurde alles schwarz um ihn herum...

      In einer nur allzu vertrauten Umgebung erwachte er wieder, dem Thronsaal. Fast alles war wie gewohnt: Der rote Teppich, die Wände aus Gold, Bilder früherer Herrscher an ihnen, der Thron aus geschliffenem Stein mit tausenden Edelsteinen verziert... Nur die Person, die auf ihm saß war nicht seine Mutter.
      Nur wenige Meter vor ihm saß ein kleiner rosa Hase auf dem Thron seiner Mutter, auf seinem Thron.
      An einer Möhre nagend blickte ihn der Hase an. Nach wenigen Bissen fing dieser so an zu lachen, dass er sich an der Möhre verschluckte.
      Einige Huster später rief er nur: " Bringt ICEy raus auf den Marktplatz und schlagt ihm dort vor allen anderen Zwergen den Kopf ab!"
      Sofort wurde ICEy von Soldaten hinausgeschleift, alles was er dem Hasen zurufen konnte war :" Du Verräter, du hast meine Mutter..."
      Draußen auf dem Marktplatz vor dem Palast herrschte reges Treiben und Handeln. Als die Soldaten ICEy inmitten des Marktplatzes auf den Boden warfen bildete sich sofort eine jubelnde Zwergenmenge um sie. Einen Moment später öffnete sich die Balkontür des Palastes und der pinke Hase trat zusammen mit einer wunderschönen Zwergendarme hinaus, sie hatte langes, hübsches weißes Fell Haar.ICEy erkannte sie, es war Silent. "Liebes Zwergenvolk ", begann der Hase zu brüllen "Heute ist der Tag gekommen, an dem wir Prinz ICEy für all das bezahlen lassen, was er uns angetan hat!" Die Menge schrie jubelnd auf. "Nach dem Tot unserer geliebten Königen, ließ er uns einfach im Stich. Das große Zwergenreich drohte zu zerfallen. Und was tat er?Gar nichts! Anstatt seine Pflicht zu erfüllen und den Thron zu besteigen, machte sich ICEy einfach aus dem Staub und überließ uns unserem Schicksal. Und jetzt... meint er einfach wiederkommen, den Thron besteigen und uns regieren zu können! Doch lassen wir uns das gefallen?" "Nein, nein...NEIN!", schrien alle Zwerge, wie aus einer Kehle.
      " ICEy bekommt nichts anderes als den verdienten Tot!". Die Menge jubelte laut und feierte, als sich das Schwert eines Soldaten über ICEys Kopf senkte.
      Er holte aus und...

      Ich schreckte hoch. Alles was ich wahrnahm, war das Knistern des Lagerfeuers und das Rauschen des Ozeans... Es war nur ein Albtraum...
      Ich war immer noch an meinem frisch aufgeschlagenen Lager nahe der Küste. Mein kleines Segelboot tanzte weiterhin im Takt der Wellen.
      Ich hatte all das auf mich genommen, doch für was? Mein blick schweifte über das Landesinnere. Der Horizont wurde von ihm dominiert, dem OnäOhrR.
      Ich werde König unter dem Berge sein!
    • THE Anfang Von Allem

      Es war der wohl schönste Tag seit langem unter dem Berge, als die junge Königin Ganath in ihrem kuschelweichen Himmelbett erwachte.
      Nach ein paar kleinen Gähnern streckte sie sich und stand auf. Kurz und ohne Mühe im Bad frisch gemacht und ab ins königliche Gewand geschlüpft.
      Nur noch das hübsche Spiegelbild mit einem Lächeln verabschiedet und schon machte sie sich auf, die tägliche Agenda abzuarbeiten.
      Wie immer war der erste Tagesordnungspunkt die Begutachtung des Zustandes, indem sich das Reich befindet.
      Dies war auch gleichzeitig ihre Lieblingstätigkeit, denn dazu ging Ganath einfach auf den Balkon des Palastes, von dem sie das gesamte Reich unter dem Berge überblicken konnte. Die wunderschöne Königin genoss den ebenso wunderschönen Ausblick immer wieder gerne.
      Doch der ruhige Augenblick währte nicht zu lange, denn schon kamen die könglichen Berater durch die Tür gestürmt.
      "Guten Morgen, meine Königin, sie sehen so schön wie immer aus", sagten die beiden fast synchron.
      "Euch auch einen guten Morgen, Ledi und Rufus. Wie steht es denn um mein herrlisches Königreich an diesem schönen Tage?"
      "Alles in bester Ordnung",antwortete Rufus und zog eine Schriftrolle hervor. "Die Bergzwerge schürfen tiefer und mehr denn je, alle Bürger sind laut der letzten Umfrage mehr als zufrieden und der Handel mit unseren Partnern geht stätig bergauf."
      Ganath schien zufrieden doch runzelte leicht die Stirn:" Wenn also alles in bester Ordnung ist, was gibt es dann für einen Grund mich so früh am Morgen zu stören?"
      Ledi begann etwas zögerlich zu sprechen: "Nun ja... meine Königin... sie ... ich weiß sie mögen dieses Thema nicht wirklich aber... irgendwann muss eine Entscheidung getroffen werden. Sie brauchen einen Thronfolger, Majestät, sonst wird unserer schönes Reich wohl bald zerfallen.
      Also sollten sie sich langsam auf die Suche nach einem Gatten machen, bevor..."
      Ohne sie ausreden zu lassen, verpasste ihr Ganath eine saftige Ohrfeige:" Was dann? Meinst du es ist zu spät, weil ich dann zu alt bin und mich dann niemand mehr haben will?Weil meine biologische Uhr tickt?" Während Ledi vergeblich versuchte den roten Handabdruck aus ihrem Gesicht zu entfernen griff Rufus deeskalierend ein und beruhigte die wirklich,wirklich, wirklich sehr aufgebrachte Königin."Meine Königin, bitte beruhigen sie sich wieder. So war das doch nicht gemeint. Wir haben nur das Wohl des Reiches und seiner Königin im Sinn. Es ist aber leider so, dass sie immer noch keinen Nachfolger haben, falls, aber nur falls, sie mal in vielleicht, aber nur vielleicht... tausenden von Jahren, wohl eher an Schönheit und nicht an Altersschwäche, tragisch sterben sollten. Normalerweise hätte eine Königin ein Kind, was dann den Thron besteigen könnte, aber da sie sich ja, verständlicher Weise, weigern Uglymus von Troll zu heiraten, sehe ich diesbezüglich einige Probleme auf uns zukommen."
      Die Königin schien halbweges besänftigt:" Nun gut ich werde mir später, bei einem... oder vielleicht auch zwei Caipirinha... mhm...Gedanken dazu machen.
      Falls dieser unwahrscheinliche Fall nämlich eintreten sollte, obwohl wir alle wissen, dass ich viel zu jung und hübsch bin, um zu sterben, wäre es gut, wenn es jemanden gäbe, der die Sicherheit und das Wohlergehen aller Zwerge weiterhin im Auge hätte."
      ...
      Am Nachmittag... aber noch vor16 Uhr! :knirsch:

      Königin Ganath saß bequem in ihrem Thron, fleißig einen Caipi schlürfend. Ihre Gedanken kreisten, schlugen Räder und fuhren Riesenrad...
      " Niemals werde ich einen Mann heiraten, schon gar nicht diesen ekelhaften Uglymus von Troll... Er ist einfach so arrogant und egozentrisch... und selbst für einen Troll ist er ziemlich hässlich... ich kann ihn seit damals... einfach nicht mehr ausstehen... er hätte mich nie als Frau verdient!"
      Plötzlich bekam Ganath einen ihrer seltenen(Königliches Zwergische Zensuramt) Geistesblitze, wobei dem Caipirinha vor Schreck fast die Limetten aus dem Glas fielen. " Ich muss kein Kind auf natürliche Weise mit einem Mann, den ich eh nicht mag, haben... Ich kann ganz einfach ein Kind adoptieren", lautete ihr Plan. So machte sie sich schleunigst auf die königlichen Socken und suchte das Kinderheim auf. Nach einer Weile kam sie an einer alten Villa an. Ganath klopfte zweimal und es öffnete ihr eine ältere Dame: " Oh eure Majestät, die Königin unter dem Berge, welch Ehre." rief sie ganz überrascht und ging auf die Knie, was ihr trotz des Alter recht leicht fiel. Die Königin erötete:" Ich fühle mich geschmeichelt, aber erheben sie sich. Ich bin auf der Suche nach einem Thronfolger
      und möchte, weil ich kein eigenes habe, eines ihrer Kinder adoptieren." Die alte Dame lächelte:" Das ist wirklich sehr schön, dem kind wird es bestimmt wunderbar bei ihnen ergehen... aber kommen sie doch rein, die Kinder sind gerade im Garten und spielen." Sie führte Ganath durch die Villa hindurch, hinaus in den riesigen Garten. 21 Kinder rannten umher, spielten,brüllten und lachten.
      "Ich kümmere mich momentan um 21 Waisen im Alter von 1 - 15 Jahren. Jedes Kind ihr ist etwas besonderes. Silent zum Beispiel...", sie zeigte auch ein Mädchen, etwa 10 Jahre alt, mit wunderschönem weißen Fell Haar, " Sie ist sehr klug und wissbegierig, sie gibt den andern Kindern teilweise sogar selbst Unterricht. Oder Kalti und Boros, die beiden kräftigen Jungs dort hinten. sie sind 14 und 13 Jahre. Aus ihnen werden bestimmt hervorragende Krieger."
      " Und was ist eigentlich das da? Diese rosa Ohren die aus dem Busch schauen ", unterbrach die Königin. "Nun", antwortete die Dame verlegen,"Das ist unser rosa Hase, er kam eines Tages über den Zaun gehoppelt und spielt seither mit dem Kindern. Ab und an versteckt er sich im Busch, um den Mädchen zu beoobachten." Die beiden Frauen rollten mit den Augen. die Königin schien beim Anblick der ganzen Kinder glücklich wie lange nicht mehr:" Wissen sie, ich finde einfach alle unglaublich süß und könnte mich niemals zwischen ihnen entscheiden... das wäre einfach zu unfair gegenüber den anderen Kindern. Ach was solls... ich habe doch eh genügend Platz in meinem Palast... mhm.. ja.. so mach ich das... Ich adoptiere sie einfach alle!" Die alte Dame brach in Freudentränen aus und umarmte die Königin: " Sie sind einfach zu gütig... aber eure Majestät...bitte nehmt auch den Hasen mit. Er wird sich sonst so einsam fühlen... ohne die Kinder."

      Edit Tobbe: Beitragstitel eingefügt.
    • Der Schlimmste Tag Meines Lebens

      Aufgrund von Funktionsstörungen des eines gewissen Übersetzers, dessen Name sich auf Nudel reimt, gibt es den heutigen Titel nicht nur teilweise sondern komplett auf deutsch, sorry... :schämen:
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      ... Einige Jahre später...

      Unsere Adoption von Mutti ist schon eine Weile her.Wir sind inzwischen alle gewachsen.Doch nicht nur wir, sondern das gesamte Königreich hatte sich verändert.
      Ein Problem bestand jedoch noch immer: Die Thronfolge! Mutter hatte einfach ein zu gutes Herz, sie wollte einfach niemanden benachteiligen oder bevorteilen...
      Sie sagte ständig: " Wenn ich einmal nicht mehr bin, könnt ihr das ja unter euch ausmachen..."
      So waren im Thronsaal inzwischen 22 weitere Throne zu einer Tafel aufgestellt worden. Mutti machte uns quasi zum Königlichen Rat.
      Unsere Ratssitzungen waren allerdings nie wirklich spannend... zumindest für mich. Während die anderen über diverse Probleme und Missstände unter dem Berge debattierten, schaute ich meist gelangweilt aus dem Fenster.Die meisten meiner Brüder und Schwestern waren schon über 20, ich war mit 16 der jüngste von uns.
      Heute denke ich, dass ich wohl einfach zu jung war, um mich für Politik und derartiges zu interessieren... naja... in dem Alter hatte ich eher Mädchen im Kopf... oder naja im...ach lassen wir das. Ich war damals einfach noch viel zu unreif um alles... um mich zu verstehen.
      Eines Morgens erwachte ich... mit einem Gefühl der Leere in mir. Ich lag einfach nur in meinem Bett und starrte an die Decke.Während meine Gedanken kreisten, versuchte ich das heimlich gemachte Bild von Silent im Bikini zu ignorieren. Sie zog mich schon immer magisch an, auch wenn sie ein paar Jahre älter war. Sie war einfach so wunderschön mit ihrem langen weißen Haar, das wie Schnee in der Sonne glänzte. Doch sie war nicht nur wunderschön, sie war auch die klügste unter uns Prinzen und Prinzessinen - einfach die ideale Königin. Meine Gedanken kamen schließlich bei einem Punkt zum Stehen - Ich war überflüssig.
      Ich hatte keine Aufgabe am Hof und konnte nichts zu den Ratssitzungen beitragen, was förderlich für das Königreich war. (Leider wurde der Obenohne- Mottotag abgelehnt)
      So würde ich nach Muttis Tod niemals König werden können. Die Anderen würden mich wahrscheinlich gleich wegen Nichtstun und Unnützerei verbannen...
      In mir reifte so langsam ein Gedanke: Ich musste hier raus, ich musste alleine durch die Welt außerhalb des Berges reisen, um erwachsen zu werden.
      Ich wollte eines Königs würdig werden. Aus Liebe zu Mutter, ich wollte nicht, das meine Adoption umsonst war.
      Doch noch bevor ich diesen Entschluss in die Tat umsetzten konnte, wurde Mutti sehr krank.
      Sie war kaum und irgendwann gar nicht mehr bei Ratssitzungen anwesend. All ihre Beschlüsse ließ sie durch Silent oder den rosa Hasen in ihrem Namen verkünden. Sie war nun nicht mehr die Jüngste und die Geschwister zerstritten sich immer mehr, wenn es um die Frage ging, was wohl geschehen würde.
      Dann kam jener verfluchte Tag...

      Es war mal wieder Zeit für eine Ratssitzung. Der königliche Thron blieb, wie immer in den letzten Wochen leer. Die anderen fingen wieder an zu streiten und zu zanken, was denn mit Mutti geschehen, ob sie vielleicht sogar sterben würde. Mutter meinte zwar immer, dass wird die Thronfolge unter uns klären sollten, aber dazu waren wir nicht in der Lage. Jeder meiner Brüder und Schwestern wollte König oder Königin werden.
      Ich starrte wieder einmal in Silents schönes Gesicht, als wir uns anlächelten, bis ich plötzlich von einer Kammerdienerin in Muttis Gemach gebeten wurde.
      So in ihre Diskussion vertieft, nahmen die andern Zwerge nicht mal wahr, dass ich meinen Platz verließ. Als ich in ihren Gemächern ankam lag sie in ihrem Bett. Mutter sah wirklich nicht gut aus, sie musste wohl wirklich sehr krank sein, dachte ich. Was aber merkwürdig war, außer uns beiden war niemand zu sehen, kein Arzt oder ähnliche Pfleger, die sich um meine Mutter kümmerten. Ich kniete mich neben ihr Bett. Sie legte mir ihre Hand auf die Stirn: " Ach kleiner Pups... Du brauchst dir keine Sorgen um mich machen." Mutter lächelte. "Was ist es denn Mutti, für das du mich hast rufen lassen?"
      Mutter lachte. " Weißt du... ich muss dir eine Geschichte erzählen...". So erzählte sie mir von ihrer Kindheit, bis hin zu dem Tage, an dem sie uns im Waisenhaus sah und adoptierte. Ich wusste nicht was ich auf diese Geschichte antworten sollte, ich war verwirrt. Mutter schaute mich an und lächelte:" Wann sagst du es ihr endlich?" Obwohl Muter eigentlich nichts davon wissen konnte, wusste ich sofort, wen und was sie meinte... dennoch fragte ich:" Woher weißt du davon?"
      Sie lächelte nur weiter und sagte:" Ich sehe es doch die ganze Zeit in deinen Augen. Sie verraten einem mehr über dich, als ein Tagebuch."
      Ich wusste wieder nicht, was ich antworten sollte.Ich kniete einfach nur stumm neben ihr und sah in ihre Augen.
      Mutter fing wieder an zu lachen: " So, ich will dich mal nicht länger auf die Folter spannen. Der Grund wesewegen ich dich gerufen habe... naja... ich muss dir etwas beichten. Ich bin gar nicht krank, ich habe die ganze Zeit nur gespielt und so getan... weil...weil... ich sterben will!" Mein Kopf war leer, ich verstand nicht, was sie sagt, sie will sterben, aber warm? ich begriff nichts... doch Mutter klärte mich auf:" Weißt du ICEy"... sie nannte mich zum ersten Mal ICEy und nicht kleiner Pups..." Ich leide unter einem Fluch, dem Fluch der Inkonsequenz. Ich werde vielleicht mal inaktiv oder unter der Palme verschwinden, aber ich werde nie sterben können.Es wäre zwar schön euch weiter beim Wachsen und Aufblühen beobachten zu können, aber eine Mutter sollte niemal ihre Kinder überleben. Die vorgespielte Krankheit dient nur als Tarnung meines Todes damit er natürlich erscheint, denn der einzige Weg, für mich zu sterben... ist durch ein gebrochenes Herz." Der Groschen fiel endlich bei mir... Sie wollte, nein sie wusste, dass ich sie umbringen werde. Sie wusste, dass wenn ich auf meine Reise gehen würde, ihr erzählen würde, wie unglücklich ich hier bin, es ihr das Herz brechen würde. Ich begann zu weinen, es war das erste Mal in meinem Leben...
      Ich sollte meine geliebte Mutter umbringen... Ich ring nach Fassung. Ich begann mich schuldig zu fühlen, denn ich begriff, dass ich selbst so etwas für sie machen würde, aus Liebe...paradox, nicht?... So begann ich ihr alles zu erzählen... bis ... bis sie leise flüsterte: "Ich könnte mir Leben ohne eines meiner Kinder wirklich nicht vorstellen..." Dies waren ihre letzten Worte. Ich umarmte meine Mutter ein letztes Mal und lief dann hinaus. Im Thronsaal diskutierten sie immer noch lauthals weiter, bis ich allem ein Ende setzte. Ich rief in die Menge: " Genug! Mutter is eben in meinen Armen verstorben und ihr habt nichts besseres zu tun, als um den Thron zu streiten!" Sie sahen mich alle mit leerem Blick an. " Ich ertrage das einfach nicht länger"... und so rannte ich raus. Silent folgte mir und versuchte mich aufzuhalten:" ICEy, was hast du vor, wo willst du hin? Warte doch einen Moment!" Ich rannte einfach weiter, ich wollte ihr meine Tränen nicht zeigen. Ich wusste, ich musste weg... nicht um ein würdiger König zu werden, nein ich würde diesen Thron wohl nie besteigen können... Ich floh vor mir selbst.
    • THE Herrschaft des...

      "ICEy ist weg!", berichtete Silent der Runde. " Für immer", fragten einige voller Hoffnung. Silent blickte zerknirscht zu Boden: Ich weiß es nicht..."
      ... Für einige Sekunden kehrte Ruhe in den sonst so lauten Thronsaal ein...
      "Nun denn... Mutter ist so eben leider verstorben. Wir haben wichtigeres zu tun, als um uns um ICEy zu sorgen."
      Das Schweigen war gebrochen und die Streiterei begann von vorne.
      Alle diskutierten kreuz und quer, brüllten und beleidigten.Bis Keksi aufstand und rief:" Schluss damit! Ich habe für jeden Kekse gebacken. Die sollt ihr essen und endlich mal Ruhe geben.Wir sollten ganz ruhig und gelassen über die Thronfolge abstimmen, so wie es Mutti gewollt hat!"
      Alle nickten, während sie ihre Kekse mampften... nur Cella nacht, er war zu sehr mit Keksen beschäftigt. Es wurde dann ein Zettel rumgereicht, auf dem jeder seine Stimme per Strich vergeben konnte.
      Nachdem alle an der Reihe waren, bekam Silent den Zettel als Letzte. Dieses Ergebnis hatte sie schon erwartet: Bis jetzt hatte sich jeder selbst gewählt...
      doch merkwürdigerweise hatten 2 Zwerge 2 Stimmen, nämlich Plüschy und Hutzel. Beide mussten also geschummelt und sich doppelt gewählt haben...
      Sie hatte schon so etwas von ihnen erwartet. Wie sollte sie nun darauf reagieren? Sie unternahm nichts und las das Ergebnis vor: " So... wir haben hier ein sehr spannendes Ergebnis: Ein Unentschieden zwischen Hutzel und Plüschy. Es folgt also eine Stichwahl" Der Hase und der kleine Zwerg mit der Flinte in der Hand sahen sich grimmig an. Beide waren schon seit Jahren erbitterte Rivalen. Hutzel sprang auf: " Wählt mich... und nicht dieses rosa Mittagessen!..." Püschy unterbrach Hutzels Rede mit Buhrufen und bewarf ihn mit Wattebäuschen.*
      Hutzel war natürlich sauer und schoß mit seiner Flinte zurück... aber wie immer traf Hutzel den Hasen nicht.
      Wie man das wohl von den Zwergen so kennt, steigerten die beiden sich in die Wattebauschschlacht etwas zu sehr rein, bis schließlich Kalti♥ getroffen wurde.
      Der Mischte dann natürlich auch mit...
      Irgendwann warfen alle Zwerge nur noch bunte Wattebäusche durch die Gegend, anstatt sich um das eigentlich wichtigere Thema zu kümmern.
      ...
      40 Tage und 40 Nächte ging diese Schlacht, die seitdem als 1. Bürgerkrieg der Zwerge bekannt war. Am Ende ging jedoch der Hase auf mysteriöse Weise als Sieger und neuer König hervor, denn keiner der Zwerge wollte je wieder so einen Wattebauschkrieg erleben.Sie fürchteten sich so sehr vor Plüschy und seiner Watte, dass sie aufgaben und ihn zum König wählten.
      So begann die Tyrannei des Hasenkönigs im rosa Plüschgewand!

      *
      Für ein besseres Verständnis sollte ich erläutern, das Plüschy Leiter der Plüschfabrik ist, in der sog. Muksetiere, lustig aussehende Männer mit Schnurbärten, zur Arbeit gezwungen werden, da sie den letzten Krieg gegen die Zwerge verloren haben. Er hat somit zugriff auf Unmengen an Wattebäuschen und Plüschtiere.
    • THE Apex Predator

      "Ich werde König unter dem Berge sein!"...
      Darüber musste ich immer noch schmunzeln... also ob mein Plan wirklich funktionieren würde...
      Meine Hand streifte über den rauen Fels. Zumindest war ich wieder zu Hause. Ich stieß die Tore des OnäOrR auf.
      Zunächst lief alles wie geplant.Ich kam ohne Aufsehen in die Stadt. Schließlich war ich für die Wachen nur ein einfacher Zwerg in einem Kapuzenmantel.
      Sie konnten mich gar nicht wiedererkennen, ich hatte mich viel zu sehr verändert.
      So lange wanderte ich nicht mehr in diesen Straßen. Sie waren so voller Leben... Ich habe es richtig genossen.
      Auf dem Marktplatz spielten Kinder zwischen den Ständen Fußball. Ich klaute mir noch einen Apfel am Obststand und machte mich dann auf zur Kaserne.
      Die Kaserne glich einer kleinen Festung. Sie war gut befestigt und bewacht.
      " Halt! Was willst du hier", fragten mich die beiden Wachen am Eingangstor.
      Ich zog meine Kapuze tiefer: " Entschuldigt, wo muss ich mich hier als neuen Rekrut vorstellen?"
      "Ach... neue Rekruten sind immer willkommen. Einfach gerade durch den Hof gehen, dann kommst du zum Büro von General Hutzel", antworte einer freundlich.
      Verdutzt fragte ich:" Wieso ist ein General für die Rekrutierung zuständig?"
      "Naja...er ist ein Mitglied der königlichen Familie, also automatisch im Rang des Generals... aber er ist nicht gerade der Lieblingsbruder des Königs und wurde deswegen dazu verdonnert", klärte mich die andere Wache auf.
      Ich bedankte mich bei ihnen, schenkte ihnen meinen Apfel und durchquerte den großen Innenhof der Kaserne. Einige Soldaten waren fleißig am Trainieren.
      Schließlich erreichte ich das Büro von Hutzel. Ich begann leicht zu schwitzen... wenn mich Hutzel erkennen würde...
      Ich klopfte an.
      "Immer reinkommen", schallte es mir durch die Tür entgegen. Also trat ich ein.
      Ein, selbst für Zwergenverhältnisse, kleiner Zwerg saß an einem Schreibtisch und stempelte Papiere ab.
      Ich musste mir das Grinsen verkneifen... es war definitiev Hutzel.
      Er deute auf einen Stuhl vor seinem Schreibtisch:" Setzen sie sich doch bitte. Sie wollen sich sicher unserer Zwergenarmee anschließen, oder?"
      Zum Glück erkannte er mich nicht.
      Meinen Mantel legte ich ab und nahm Platz:" Sicherlich, doch ohne arrogant klingen zu wollen, möchte ich mich nicht für das einfache Heer verpflichten. Ich will zum auserwählten Kreis der königlichen Leibwache zählen."
      Hutzel musste lachen:" Hohe Ansprüche haben sie aber für einen Rekruten. Wenn wir da jeden Neuen hinschicken würden, wäre es nicht die Eliteeinheit, die sie ist. Nur die Besten landen dort. Wenn sie sich also hervorragend in der Ausbildung schlagen könenn wir vielleicht nochmal darüber reden."
      Nachdem ich ein paar Papiere ausgefüllt hatte, stempelte Hutzel sie und schickte mich zur Rekruteneinheit.
      Nun... in den letzten 5 Jahren hatte ich so einiges erlebt und gelernt.
      Die Ausbildung war also kein Problem für mich. Ich war sogar so gut, dass ich es tatsächlich zur Leibwache geschafft habe.
      Mein erster Tag verlief zu Beginn noch recht normal. Ich wurde eingewiesen, allen vorgestellt, natürlich unter falschem Namen, und wurde dann für die Nachtwache eingeteilt. Also ruhte ich mich den Nachmittag über aus. Am Abend wurde ich dann zusammen mit meinem Kollegen Bimbo zur Wachablösung vor ein Gemach geschickt. Ich musste also gleich am ersten Abend eines meiner Geschwister bewachen.
      Wir machten es uns vor der Tür gemütlich, naja so gemütlich, wie man es als diensthabende Wache nur haben kann...
      Bimbo wurde aber nach wenigen Stunden unruhig und flüsterte nervös:" Alter, Isaac... ich glaub ich hab zu viel getrunken... ich muss übelst dringend pinkeln."
      Eignetlich ist es uns untersagt den Posten zu verlassen, daher ermahnte ich Bimbo:" Wieso bist du nicht vorher aufs Klo gegangen... du weißt doch, dass wir unseren Posten nicht verlassen dürfen. Tut mir leid, aber du musst das jetzt wohl durchhalten."
      Er nahm es etwas geknickt zur Kenntnis: " Mhm... du hast recht..."
      Nach eienr Stunde meldete sich Bimbo aber wieder... er flüsterte schon nicht mehr:" Alter... Ich kann mir doch nicht vor einem der königlichen Gemächern in die Rüstung machen..."
      "Psssst...", flüsterte ich: " Du musst leiser sein, sonst weckst du noch jemanden auf. Wenn du es wirklich nichtmehr halten kannst, dann geh halt, ich sags auch keinem... aber sei leise!"
      Bimbo war sichtlich erleichtert:" Danke, du hast wirklich einen gut bei mir."Natürlich rannte er dann so schnell und laut, wie er nur konnte, davon.
      Ich betete und hoffte... aber es war schon zu spät. Die Tür hinter mir öffnete sich etwas und eine wünderschöne Frau im Schlafgewand streckte ihren Kopf durch die Tür, es war Silent. Ich betete und hoffte abermals, dass sie mich unter meinem Helm nicht erkennen würde... aber das half auch nichts.
      Ehe ich nur ein Wort sagen konnte zog sich mich durch die Türe durch. Silent zog mir den Helm ab und küsste mich einfach... ich konnte quasi nichts unternehemen... naja nicht ich etwas unternehmen wolte...aber... ich war auch viel zu sehr davon überrascht, dass sie mich auf den ersten Bilck erkannt hatte.
      Wir küssten uns eine halbe Ewigkeit. Es war der schönste Moment, seit unserem ersten Augenkontakt ... damals... und jetzt unser erster Kuss.
      Aber plötzlich lies sie von mir ab... nur um mir eine Ohrfeige zu verpassen:" Was glaubst du eigentlich wer du bist? Mutter stirbt, du rennst einfach weg und lässt mich hier alleine, meldest dich ganze 5 Jahre nicht mehr und kommst dann einfach wieder!" Ich hielt mir die Backe und musste lächeln:" Naja es ist alles so schrecklich kompliziert... ich erkläre dir alles später." Ich versuchte ihr wieder etwas näher zu kommen, aber sie blockte ab:" Denkst du kannst so tun als wäre nichts geschehen? ... und jetzt auf einmal? Wieso hast du damals eigentlich nie was gesagt... man konnte doch genaus sehen, wie ich fühlte... sogar Mutti hatte es bemerkt." Es war mal wieder so ein Moment in meinem Leben, in dem ich nicht wusste, was ich sagen sollte. Ich versuchte auszuweichen.
      Also zog ich meine Rüstung aus. Silent war etwas erstaunt:"Aber ich kann dir einfach nicht lange böse sein. Du schafftst es aber immer mich um den Finger zu wicklen... und du... hast dich aber ganz schön verändert... dein Körper ist so gut trainiert und die ganzen Tattoos..." Sie musste grinsen und zeigte auf meinen Bauchnabel:" Das ist mein Lieblingstattoo!" Knapp unter dem Bauchnaben hatte ich ein Schriftzug eintätowiert," Beware of the Hydra". Silent kam wieder etwas näher. Ich nahm ihre Hand und führte sie an meinem Oberkörper. Mit ihrer eigenen Hand zeigte ich ihre alle meine Tätowierungen und erklärte sie: "Hit 'em up", "California Love", "Still D.R.E."," 'Till I colapse", "Loose yourself" und "Bad Guy" auf dem rechten Oberarm, "Who shot ya", "Notorious Thugs", "Can I live", "Young Forever", "Life's a Beach*" und "One Mic" auf dem linken, "P-G" auf meiner linken Brust, ein japanischer Drache auf meinem linken Unterarm. Wir redeten über alles. Ich erzählte ihr von den Jahren und dem Tagebuch. Sie berichtete mir vom Leben hier am Hof und was sich in den 5 Jahren alles geändert hatte. Wir küssten uns wieder.
      Dann drehte ich mich um und zeigte ihr den Schirftzug "Apex Predator" auf meinem Rücken.
      Sie umarmte mich und flüsterte:" Apex Predetor... also...?"
      Wir mussten beide lachen. Ich nahm sie hoch und warf sie mit Gefühl auf ihr Bett:" Ja... und du bist meine Beute!"

      * :verlegen: Nur um ganz safe zu sein, habe ich den Titel etwas abgändert...
    • Der letzte Tag meines Lebens

      Liebes Tagebuch,
      Falls mein Plan aufgehen sollte, wird das wohl mein letzter Eintrag sein. Ich will mich an dieser Stelle bei dir bedanken, dafür, dass du mir immer zur Seite standest...
      und mein Leben an die Nachwelt weitergibst.
      Ich sprach mit Silent und wir beschlossen meine Existenz und unsere Beziehung geheimzuhalten. Bimbo hielt auch dicht, da er mir ja noch etwas schuldig war.
      Es waren die schönsten Wochen meines Lebens. Ich hatte die schönste Frau auf dieser Erde und konnte mein Leben in meiner Heimat genießen, ohne lästigen Pflichten am Hofe nachkommen zu müssen.
      Gerade deswegen fällt es mir wohl so schwer, all dem ein Ende zu setzten...

      ...

      ... mhm... wie soll ich bloß anfangen?

      Der schlimmste Tag meines Lebens begann eigentlich ganz normal. Ich wachte morgens in meinem Bett auf, machte mich frisch und bereitete mich wieder auf einen Tag voller Sitzungen und Beratungen vor. Dann verließ ich mein Zimmer und ging zum Thronsaal. Dort setzte ich mich auf meinen Platz, sprach mit meinen Geschwistern und wartete auf die offizielle Eröffnung von Geheimi. ICEy war auch dort. Er war einer der beiden Wachen, die direkt neben dem Thron standen.
      Auch wenn es jetzt schon ein paar Wochen über funktioniert hatte, bekam ich trotzdem ein ungutes Gefühl im Magen... ich hatte immer Angst, dass sie ihn erkennen könnten. Auch wenn er sich sehr verändert hatte... wie kann man denn nicht die Person erkennen, mit der man so viele Jahre zusammen gelebt hatte?
      Während der Sitzung versuchte ich immer wieder unauffällig zu ICEy zu schauen... Ich dachte mir erst nichts dabei, doch plötzlich fing ICEy an sich zu bewegen. Seine Hand wanderte vorsichtig zum Griff seines Schwertes. Was wollte er?... Wollte er etwa?...Nein!... Er zog blitzschnell schein Schwert und holte aus um Geheimi die Kehle durchzuschneiden... doch
      ... doch irgendwie gelang es Kalti, noch kurz bevor das Schwert die plüschige Kehle berühren konnte, ICEy mit seinem Schwert zu durchbohren. Ich konnte ehrlich gesagt nicht fassen was gerade passiert war. Alle sprangen panisch auf. ICEy sackte zusammen... kein Blut... ICEy stand wieder auf.
      Er lachte und zog sich das Schwert aus seinem Bauch und nahm seinen Helm ab:" Tzz... Denkt ihr wirklich, ein jämmerliches Schwert könnte mich aufhalten? Wisst ihr denn nicht wer ich bin?... Wisst ihr denn gar nichts?" Wir waren alle verwirrt. Ich wusste nicht wie ich reagieren sollte.
      Boros und Firo zogen ihre Schwerter und eilten Kalti zu Hilfe. Die anderen Wachen umkreisten ICEy. Geheimi brüllte vor Zorn:" Dieser Attentäter hat soeben versucht mich umzubringen...tötet ihn... auf der Stelle!"... ICEy war so gut wie tot, überall um ihn herum waren bewaffnete Männer.
      Boros holte zum Schlag aus. Ich schrie laut und versuchte ihn aufzuhalten, doch sein Schwert schnitt ICEy die Kehle durch...doch... keine Wunde, es war, als wäre das das Schwert einfach so durch ihn durchgegangen... er hatte wieder keine Verletzung und blutete nicht.
      ICEy brach erneut in Lachen aus:" Ihr wisst wirklich gar nichts! Ich bin es, euer Bruder, ICEy. Da kommt man nach 5 Jahren wieder nach Hause und dann gleich so ein schöner Empfang...so lobe ich mir das."
      Boros fragte verwundert:" Was bist du bloß für ein Kerl? Du kannst nicht unser Bruder sein, unser Bruder war ein Zwerg... und du , du bist irgendetwas, was man mit einem Schwert nicht töten kann."
      Einen Moment lang war ich mit Boros einer Meinung... auch wenn ich es wusste, aber dieser Mann konnte nicht ICEy sein, er hätte sich nie so komisch benommen geschweigen denn versucht Geheimi zu töten.
      Er grinste aber nur und sagte:" Wisst ihr, ich und Mutter teilen das gleiche Schicksal. Ich bin genauso, wie es Mutter war, unsterblich.
      Ich habe ihren Fluch wohl geerbt, wahrscheinlich auch zu recht, scließlich war ich es, der sie von ihrem Leid erlöst hatte."
      Hatte er etwas damals Mutter getötet, ist er deswegen geflohen?... Meine Gedanken waren so wirr... ich brachte kein einziges Wort heraus.
      Wir alle waren geschockt. Doch es musste sich um ICEy handeln.. wer sonst hätte solche Informationen?
      Geheimi beschloss ICEy gefangen zu nehmen und so lange einzusperren, bis man einen Weg gefunden habe, ihn zu bestrafen.
      Auch wenn er unser Bruder sei, so habe er doch damals Mutter umgebracht und heute versucht ihn zu ermorden.
      ICEy wurde also gefangen genommen. Merkwürdiger Weise wehrte er sich nicht, sondern lies sich einfach abführen.
      Ich verstand die Welt nicht mehr... hatte er wirklich die Wahrheit gesagt... es gab einfach so vieles, was er mir erklären musste.
      So besuchte ich ihn noch am gleichen Abend im Gefängnis. Ich wollte Antworten doch dieser Mann hinter den Gittern grinste mich einfach nur an
      und sagte: Du weißt gar nichts..."
      War dieser Mann wirklich ICEy? Ich war mir vorher so sicher, es könnte nur ICEy sein... doch jetzt... Liebe ich wirklich diesen Mann?
      In dieser Nacht fand ich keinen Schlaf, es gab zu viel, was mir durch den Kopf ging.
      Am nächsten Morgen fand ich einen Brief unter meiner Tür: " Eine große Schwester sollte doch immer auf ihre Geschwister aufpassen."
      Er war mit Blut beschmiert. War das ICEy?.. Nein, dieser Mann war nicht ICEy... ich sollte aufhören ihn so zu nennen.
      Ich nahm meinen Dolch und lief durch den ganzen Palast, keiner meiner Geschwister war zu finden. Ich schaute im Thronsaal nach. Alles war voller Blut.
      ICEy saß mit einem blutigen Schwert in der Hand auf dem Thron. "Findest du nicht auch, dass der Thron perfekt zu mir passt", grinste er mich an.
      Ich umklammerte meinen Dolch und rief:" Wer bist du und was hast du mit meinen Brüdern und Schwestern gemacht?"
      Der Mann erhob sich vom Thron und ging langsam auf mich zu:" Ich bin es, dein geliebter ICEy, der neue König unter dem Berge... und du Silent, du bist meine Königin." "Nein... du kannst nicht ICEy sein... er würde so etwas nie tun... er hätte niemals Mutter und die anderen getötet... Du bist nicht der Mann, den ich liebe...ich werde niemals deine Königin sein", Tränen kullerten meine Wangen herunter. Ich erhob mit zittriger Hand den Dolch und lief auf ihn zu.
      Doch ICEy lachte nur. Er hielt einfach meinen Arm fest. Ich konnte mich nicht wehren. Er umarmte mich, dann küsste mich ICEy.
      Dieses Gefühl...es war ICEy... Blut an meinen Händen. Mein Dolch hatte ICEy ins Herz getroffen. Dieses Mal hatte er eine Wunde und blutete stark.
      ICEy lachte und sackte zusammen. Ich versuchte noch ihm zu helfen, doch er wies mich ab.
      Er sprach nur leise:" Meine geliebte Silent, es tut mir so leid, dass ich dir all das antun musste. Unseren Geschwistern geht es gut, keine Sorge. Sie und die Wachen sind alle in Sicherheit. Es war alles bis hin zu diesem moment von mir geplant. Ich wollte sterben.
      Alles begann vor 5 Jahren: Bevor ich Mutter tötete, erzählte sie mir vom Fluch der Inkonsequenz, unter dem sie litt. Ein Fluch der einem das ewige Leben schenkt, weil man zu sehr mit seinen Liebsten verbunden ist, um zu gehen. Der einzige Weg, Ruhe zu finde, ist durch ein gebrochenes Herz zu sterben.
      Als Muter mir dies erzählte, fühlte ich mich wahrscheinlich so ähnlich, wie du dich gerade fühlst.Ich brach ihr damals das Herz, indem Ich meine Familie verließ...
      Sie hätte es niemals ertragen können ohne einen von uns zu leben... so brach ihr Herz in zwei und Mutter starb.
      In den 5 Jahren meiner Reise bemerkte ich ebenfalls, dass mein Herz für die Inkonsequenz schlägt... Immerzu dachte ich an euch...an dich
      Auch ich war von diesem Fluch betroffen.
      Und ich wusste... der einzige Weg... mein Herz zu brechen... bist du, Silent. Ich musste dich dazu bringen mich nicht mehr zu lieben, mich sogar zu hassen,
      denn ich könnte mir nicht mehr vorstellen, ohne dich leben zu wollen."
      Er küsste mich noch ein letztes Mal und machte dann seinen letzten Atemzug.
      Ich konnte mich nicht mehr von ihm Verabschieden, ihm Vergeben... ihm eine Ohrfeige verpassen... gar nichts mehr.
      ICEy lag einfach tot in meinen Armen.
    • König der Löwen...äh Zwerge

      Ich habe mich immer noch nicht an dieses Tagebuchschreiben gewöhnt...
      Es ist jetzt 1 Jahr seit dem Tod von ICEy vergangen, aber für mich ist er vor 3 Monaten wiederauferstanden.
      Isaac ist ICEy wie aus dem Gesicht geschnitten, naja er ist ja auch sein Sohn...also nicht verwunderlich.
      Schon bei der Geburt war die Situation merkwürdig. Der Arzt reichte mir ein Kind mit dem Gesicht des Mannes, den ich über alles geliebt und dessen Tod ich zu verantworten habe. Ich wollte Isaac lieben, doch anfangs konnte ich das nicht. All das, was ICEy getan hatte war noch so frisch. Ich konnte es bis heute nicht verstehen und werde es wohl auch nie, aber ich kann ihm verzeihen. Isaac wird nie so, wie ICEy werden.Wenn ich also schon ICEy lieben konnte ... ist Isaac mein Ein und Alles!
      Meine Geschwister und ich haben uns unterhalten... und nachdem das alles mit ICEy passiert ist haben wir entschlossen, Isaac, sobald er alt genug ist, die Kone zu übergeben. Es ist wohl an der Zeit, dass sich eine neue, unbefleckte Generation, dem Reich annimmt.
      Aus diesem Grund wurde er heute der Öffentlichkeit vorgestellt.
      Er ist zwar erst 3 Monate alt, aber das Reich hat ein Recht darauf, seinen zukünftigen König kennenzulernen.
      Wir gingen also alle auf den Balkon des Palastes. Ich hielt Isaac im Arm. Der ganze Marktplatz war eine große, jubelnde Zwergenmasse.
      Geheimi forderte die Menge zu Ruhe auf und begann zu sprechen:" Liebes Zwergenvolk unter dem Berge, Ich, Das Geheimnis von Plüsch, danke als König unter dem Berge ab!" Ein Raunen voller Enttäuschung ging durch die Masse, nur Hutzel jubelte. Geheimi drehte sich mit einem entnervten Blick zu ihm, doch fuhr dann fort:" Doch habt keine Angst, denn hier ist der zukünftige König unter dem Berge!" Er nahm mir Isaac vorsichtig ab und hob ihn hoch, der Masse entgegen.
      Isaac musste kichern. Alle Zwerge verneigten sich vor ihm und begannen zu singen und zu tanzen.
      Ich war unheimlich stolz auf Issac. Er schien, auch wenn er es wohl noch nicht einschätzen konnte, mit der Situation glücklich zu sein.
      Unweigerlich kamen wieder Erinnerungen an ICEy zurück. Ich fragte mich, ob ICEy sogar das alles, bis hier geplant haben könnte.
      Das wäre zwar ziemlich verrückt, aber nachdem, was er geplant hatte, würde ich ihm das durchaus zutrauen.
      Apropos ICEy... Es wird gewiss die Zeit kommen, in der Isaac nach seinem Vater fragen wird... und ich weiß nicht, wie ich ihm das dann alles erklären soll.
      Wenn er noch zu jung ist, wird er es nicht verstehen können...
      Ich werde ihm... einfach die Wahrheit sagen... und sobald er alt genug ist... ja... dann werde ich ihm dieses Buch geben.
    • I zu dem C zu dem E.N.D ?

      Ich hatte eine sehr behütete Kindheit: Meine Mutter sorgte sich rührend um mich, meine Onkel lehrten mich alles, was ein Mann lernen musste, ich war der Kronprinz eines großen Reiches... ich hatte einfach alles...alles... nur keinen echten Vater!
      Als kleines Kind fragte ich Mutter oft nach ihm, doch sie sagte immer dasselbe. Mutter brachte mich zum großen Spiegel in ihrem Zimmer und flüsterte mir ins Ohr:
      "Das ist er!"
      Anfangs war ich sehr verwirrt. Mit den Jahren wurde mir aber bewusst: mein Vater ist nicht fortgegangen, er wird nicht mehr wiederkommen...er ist tot.
      Dennoch konnte ich nie wirklich verstehen, was sie mir damals sagen wollte.
      Bis zum heutigen Tage.
      Ich bin 15 Jahre alt geworden und Mutter schenkte mir einen sehr schönen Dolch und dieses verdammte Buch, mit den Worten:" Ich hoffe du wirst es verstehen"
      Ehrlich gesagt tu ich das ganz und gar nicht... ich... verstehe die Welt nicht mehr.
      Mein Vater war also ein egoistischer Trottel, der meine ganze Familie ins Unglück gestürzt hat?
      Er nutze die Liebe meiner Mutter nur aus, um sich von diesem albernen "Fluch" zu erlösen?
      Dieses Buch hier warf mehr Fragen auf, als es Antworten gab.
      Ich wünschte mir so sehr, wenigstens einmal mit meinem Vater reden zu können.
      Er war meine eine ausführlichere Erklärung, als dieses Tagebuch, schuldig.
      Nachdem ich dieses Buch zum gefühlt hundertsten Mal durchgeblättert hatte, fand ich doch einen kleinen Hoffnungsschimmer, ein Text zwischen zwei zusammengeklebten Seiten.
      "Mein Kind, du wirst sicherlich sehr verwirrt sein. Nach allem, was du lesen musstest, ist das auch nicht überraschend.
      Doch auch wenn ich schon lange tot bin, kann ich dir noch Antworten geben. Reise ans Ende der Welt, dort findest du den Eingang zu einer Welt, die "DarielLief" genannt wird, und die Antworten auf deine Fragen.
      In Liebe
      ICEy"

      Eigentlich wollte ich Mutter erst um Rat und Erlaubnis fragen... aber...naja ich bin jetzt schon auf einem Schiff unerwegs Richtung Horizont.
      Ich werde meine Antworten bekommen!
      Zu Beginn erschien mir der Brief meines Vaters etwas kryptisch, das Ende der Welt, DarielLief?
      Doch ich fand im Tagbuch alle Hinweise die ich brauchte. Ich ließ den OnäOhrR hinter mir und begab mich zur Küste, an der meine Vater damals mit seinem Boot an Land ging. Das Boot war zwar über die Jahre runtergekommen, aber meine einzigste Möglichkeit.

      Nach ein paar Tagen erreichte ich eine kleine Insel. Sie war vollkommen leer, nur wenige Palmen sind auf ihr gewachsen. Doch inmitten der Insel steht eine einfache Holztür. Die Türe zieht einen magisch an. Sie steht einfach so im Gras, ohne irgendwo befestigt zu sein. Es befidet sich nichts hinter ihr, sie aufzumachen wäre also sinnlos. Ich werfe mein rationales Denken über Board und muss es einfach glauben... diese Türe ist der Eingang, von dem Vater schrieb.
      Gleich... Gleich werde ich sie öffnen.

      ...

      Isaac drückte vorsichtig die Türklinke nach unten und zog die Türe auf. Er betrat einen scwarzen Raum, hinter ihm schloss sich die Tür. Isaac bekam es schon leicht mit der Angst zutun. Doch plötzlich lichtete sich all die Dunkelheit und es wurde Tag.
      Er befand sich nun vor einer kleinen Holzhütte inmitten eines Waldes. Isaac traute sich nicht anzuklopfen oder sofort einzutreten, also ging er erstmal ums Haus herum und schaute durch die Fenster. Die Hütte schien nicht für Zwerge konzipiert gewesen zu sein, denn Isaac war einfach zu klein, um etwas erkennen zu können. Nun fasste er doch all seinen Mut zusammen, schließlich wollte er ja unbeidngt Antworten auf seine Fragen, und klopfte an der Haustüre.
      Ein dicker, bärtiger Mann in Unterhose öffnete ihm. Er krazte sich an seinem behaarten Bauchnabel, lächelte Isaac an und bat ihn einzutreten:" Komm ruhig rein, ich habe auf dich gewartet." Isaac schien das aber wohl überhört zu haben. Er bombardierte den Mann gleich mit einem Haufen von Fragen. Der Mann ging jedoch nicht darauf ein. Dieser drehte sich einfach nur um, lief ins Haus und sagte:" Sei einfach still und folge mir. Ich werde dir alles in Ruhe erklären."
      Also trat Isaac schließlich doch ein. Das Haus war ziemlich verdreckt und vermüllt. Es stank als hätten Onkel Kalti, Hutzel und Gehemi eine Party mit zu viel Zwergenbier gefeiert.
      Der merkwürdige Mann, der sich nicht einmal vorgestellt hatte, setzte sich im Wohnzimmer vor einen leuchtenden Kasten und fing an, wild auf Knöpfe zu drücken.
      Isaac setzte sich nach Aufforderung auf einen Stuhl, einige Meter im Rücken des Mannes.
      Der Mann begann zu sprechen:
    • You're Nobody (Til Somebody Kills You)

      " Isaac, ich bin...dein Vater *lach*... naja mehr dein geistiger, als biologischer Vater. Du bist der letzte Rest meiner Seele, der noch in der Welt von Ikariam existiert. Alles, was bis hier hin passiert ist, wurde von mir geplant und in diesem Tagebuch beschrieben. ( Er zeigte auf den leuchtenden Kasten)
      Die Situation ist kompliziert.Ich weiß, dass du kaum etwas verstehst... ich schätze nicht mal ich verstehe alles...
      Auch wenn ich mich kaum mehr daran erinnern kann... am besten fange ich von ganz vorne an:

      Alles begann 2009, noch vor der Geburt deines Vaters. Als junger Entdecker reiste ich durch die große Welt Namens " World Wide Web".
      Plötzlich fand ich eine Türe, dieselbe Türe, die du gesehen hast... und ich war in einer anderen Welt, Ikariam.
      Diese Welt wurde meine neue Heimat. Ich segelte über alle großen Meere und erkundete alle Inseln.
      Doch nach Jahren der Reise war ich ziemlich erschöpft und so verließ ich jene Welt wieder.
      Allederdings nicht für sehr lange, denn meine Abenteuerlust konnte ich nicht lange unterdrücken. Also reiste ich erneut nach Ikariam, um alte Freunde wiederzutreffen, neue zu finden und neues zu erleben.

      Irgendwo... ich glaube es war in einer Taverne... da sprach mich eine hübsche Frau an, Königin Ganath, deine Großmutter.
      Durch sie... und durch euch, meine Zwerge... wurde Ikariam für mich von einem Abenteuer, zu einer kleinen digitalen Familie.
      Bis heute halte ich mich wegen solcher Aussagen für verrückt, aber naja es ist wohl einfach so... vielleicht will oder wollte ich es einfach nicht wahrhaben.
      In Ikariam war ich übrigens schon langer nicht mehr nur ich, ich war ICEy.

      (Kleiner Exkurs den vielleicht niemanden interessieren wird, aber egal!
      Der Name ICEy ist ein ausgedachtes Pseudonym, mein Künstlername auch außerhalb von Ikariam. Es hat mehrere Bedeutungen. ICEy, als Anlehnung und Art Spitzname für Isaac. Ich bewundere Isaac Newton und wollte mich erst nur Isaac nennen. Außerdem ist ein Erinnerung an einen guten Freund, der vor ein paar Jahren wegen Ice gestorben (nicht durch Konsum)... und ich mag Züge)

      Naja... wo war ich?.. Ach ja...
      Nach einiger Zeit wurde mir immer klarer, dass für mich Ikariam nur noch aus Zwergen bestand. Die Welt außerhalb des Zwergenreiches war mir egal.
      Ich wollte wieder einmal zurück... Ikariam verlassen, doch ich konne es nicht. Ich konnte zwar mit Ikariam aufhören, aber ich konnte nicht meine Familie im Stich lassen.
      Doch es kam alles anders. Ich musste ein Jahr Zwangspause einlegen und war nur noch sehr selten da.
      In diesem jar kam die Erkenntnis: Es ist nicht nur vorbei. Kein Ikariam ... und keien Zwerge mehr!

      Jedoch...um meinen Frieden, ohne Ikariam, finden zu können, musste ich erst meine Familie beseitigen. Ich würde sonst immer einen Grund zum Umkehren haben... diese verdammte Inkonsequenz ist... naja eben genetisch veranlagt.
      Und du Isaac... bist der letzte Rest.
      Ich werde dafür sorgen, dass du nie wieder zu deiner Familie nach Ikariam zurückkehren kannst."

      Der Mann drückte auf eine Taste.
      Plötzlich zog Isaac, wie von Zauberhand seinen Dolch. Es war jener Dolch, mit dem schon sein Vater getötet wurde... welch Ironie.
      Er konnte seinen Körper nicht mehr kontrollieren. Er nährte sich dem Mann von hinten und...

      ... Es gibt kein Ikariam mehr, keine Zwerge, keinen ICEy und keinen Isaac.
      All das war jetzt nur noch Geschichte...
    • Wer bin ich?

      Schwarz.
      Meine Augen öffneten sich. Alles was ich sah, war blau. Der Geschmack von Salz wollte meine Zunge nicht in Frieden lassen. Wasser umspühlte mich.
      Wo war ich? Ich spührte warmen Sand unter meinem Körper. Welle nach Welle schwappte ans Ufer, doch mir kamen keine klaren Gedanken.
      Bilder, Geräusche, Fragen... Aber keine Antworten.
      Wer war ich, wo bin ich und was ist mit mir passiert?
      Nichts...
      "Mutter...Ich vermisse dich..."
      An mehr erinnerte ich mich nicht. Noch immer lag ich regungslos Im Sand und starrte in den Himmel.
      Mutter?
      Schwarz.

      Ich spührte ein leichtes Stechen in den Rippen. Ein kleiner Junge pikste mit einem Stock auf mich ein. Neben ihm ein Mann und sie schauten auf mich herab:
      "Siehst du Papa, ich wusste doch,dass er noch lebt." Der Junge legte den Stock beiseite.
      " Kannst du mich hören?" fragte mich der Vater besorgt.
      Kein Wort kam über meine Lippen. Wie gelähmt lag ich im warmen Sand. Ich wusste nicht, ob ich mich nicht bewegen konnte, oder wollte.
      Ich schloss meine Augen, in der Hoffnung sie verschwinden zu lassen.
      "Irgendetwas stimmt nicht mit ihm. Er scheint ziemlich erschöpft zu sein. Wir bringen ihn am besten zu uns nach Hause."
      Hände berührten mich und zerrten an mir.
      Der Vater nahm mich mit leichter Hilfe des Jungen auf den Rücken und begann zu laufen.
      Wir durchquerten einen Wald. An manchen Stellen wuchs sogar Bambus. Mir wurde warm ums Herz. Ich musste an Pandas denken.
      Weiß.
      Schwarz.

      Als ich meine Augen wieder öffnete kamen wir gerade an ein Art Sägewerk. Direkt danaben stand eine kleine Holzhütte.
      Nachdem wir das Haus betraten, fühlte ich mich wohl. Der Fußboden knarzte.
      Der Mann sprach zu seiner Frau. Vorsichtig legte er mich in ein Bett.
      Sie beugte sich über mich.
      Der Junge war noch ganz aufgeregt und zog an ihrem Rockzipfel: "Mama, Mama...was ist mit ihm? Wird er wieder gesund?"
      Ich schaute ihr in die Augen. Sie lächelte nur und deckte mich zu: " Wie geht es dir? Hast du schmerzen?"
      Ihre Augen waren leuchtend blau, wie der Himmel.
      "Naja, jedenfalls haben wir genug Essen und Wasser. Du kannst dich also erstmal ausruhen und Erholen."
      Der Vater zog den Sohn beiseite: " Lass Mutter sich in Ruhe um den Fremden kümmern. Er braucht jetzt Ruhe."
      Mutter...
      Die Frau stellte mir einen Teller mit Essen und etwas zu Trinken ans Bett.
      Mutter?... Stille.
      Meine Augen fielen im Einklang mit der Türe zu.

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    • Der Traumdeuter

      ~ Schwarz.
      Meine Augen öffneten sich. Ich fand mich in einem wohlriechenden Wald wieder. Um mich herum dutzende Arten von Bäumen und Pflanzen.
      Sie spendeten viel Schatten und so legte ich mich unter einen von ihnen. Einfach nur schauen und den Geräuschen des Waldes zuhören.
      Knirschen und Rascheln. Ein Pandabär genoss in aller Ruhe den Bambus. Plötzlich hörte ich Schritte. Ein etwas kleinerer Mann nährte sich mir.
      Offensichtlich war er Jäger. In seinen Händen hielt er eine Flinte.

      " Entschuldigen sie, haben sie zufällig einen rosa Hasen vorbeihoppeln sehen?", fragte er mit gedämpfter Stimme.
      Verwundert schaute ich ihn an: " Ein rosa Hase? Das gibt es doch gar nicht... Tur mir leid, aber ich habe noch keinen gesehen."
      Leider konnte ich mir das Lachen nicht so ganz verkneifen.
      " Jaja...Das sagen sie alle...", sagte er etwas mürrisch und verschwand.

      Es wurde wieder ruhiger. Doch nach ein paar Minuten musste ich mir die Augen reiben: Ich hätte geschworen, dass ich für einen kurzen Augenblick einen rosa Hasen sah, wie er zwischen den Bäumen hin und her hoppelte.
      Was ein merkwürdiger Wald...

      Ich war gerade dabei, mich wieder zu sammeln, als mir aus heiterem Himmel ein Koala in den Schoß fällt.
      " Na du? Wir haben uns echt lange nicht mehr gesehen.", grinste mich der kleine freund mit der süßen Nase an.
      " Du hast schon so viele Namen gehabt. ich weiß gar nicht mehr, wie ich dich nennen soll. Aber ich weiß, wieso du hier bist. Lass dir von deinem alten Freund, Gallius, dem Allwissenden, auf die Sprünge helfen. Ich weiß, du hast so viele Fragen und bist auf der Suche nach Antworten..."
      Ich unterbrach ihn:" Ein sprechender Koala... Nun bin ich wohl endgültig verrückt geworden..."
      Da lachter er nur und erzählte weiter: " Was die Zeit nich alles so mit der anstellt... Du hast etwas sehr kostbares Verloren. Wenn du Antworten haben möchtest, dann musst du es wiederfinden."
      Er zeigte auf eine Wölfin mit weißem Fell: " Siehst du die Wölfin dort? Sie und wir alle hier sind Teil deiner Erinnerung. WIr sind alle hier, weil du etwas bestimmtest suchst - Familie."

      Wenn er schon mit mir spricht, wieso sollte ich dann nicht auch antworten: " Ähm... Vielen Dank für deine Hinweise, aber eine Familie...aus Tieren?
      Alles, an das ich mich erinnern kann, ist Mutter und keine Tiere."

      Gallius grinste nur weiter: " Bist du wirklich ein Mensch? Schau doch etwas genauer in den Spiegel"

      "Spiegel? Hier im Wald gibt es sicherlich keine Spiegel. Außerdem bin ich mir sehr schicher, dass ich ein Mensch bin."
      Er lachte nur. Ich wollte mir nur noch einmal die Augen reiben, um sicherzugehen, doch ich bemerkte plötzlich, dass ich gar keine Hände mehr hatte.
      Ich hatte an ihrer Stelle Pfoten und meine Arme waren von blauem Fell bedeckt. Schnell stand ich auf und schaute an mir herunter. Alles war mit blauem Fell bedeckt. Ich hatte sogar einen blauen Schwanz. Ich war kein Mensch, sondern eine blaue Katze.
      Schwarz. ~
      Meine Augen öffneten sich.
      Ich war noch immer in der Hütte.Kein blaues Fell und kein Schwanz mehr. Die Familie saß an einem Tisch. Der Vater schaute mich an: " Du scheinst wohl geträumt zu haben? Du hast leise und unverständlich im Schlaf gesprochen."


      Nach einem kurzen Moment nickte ich und erzälte ihm von meinem Traum.

      "Tja, die Geister der Vergangenheit sind manchmal schwer zu verstehen", antworte er bedacht, " Aber ich würde sagen, dass dir dieser Gallius wohl sehr geholfen hat. Du scheinst deine Familie gesucht oder verloren zu haben und dann deine Erinnerung. Wenn du deine Familie wiederfindest, wird deine Erinnerung sicherlich auch wiederkommen."

      Ich war leicht genervt." Ja, vielen Dank. So viel habe ich auch schon verstanden. Dafür braucht es keinen Traumdeuter. Allerdings verstehe ich das mit den Tieren und der Katzenerscheinung nicht."