RPG: Das Reich von Atlantis

    • Samuel war enttäuscht. Die Rundfahrt hatte nichts ergeben, obwohl eine Feuersäule, die so weit zu sehen war, eigentlich einen großen Waldbrand hätte auslösen müssen. Doch die Insel lag still da und nur ein paar Tiergeräusche waren bis zum Schiff vorgedrungen. Die Matrosen und der Maat waren ausgerüstet, das Schiff auf Grund verankert und mit einem langen Seil, das sie gefunden hatten, an einem nahen, dicken Baum vertäut. In einer breit aufgefächerten Gruppe bewegten sie sich langsam auf das Unterholz zu, Samuel und Arev in der Mitte, der Maat und auf Samuels Wunsch Gileas neben ihnen und der Rest der Matrosen gleichmäßig auf den Seiten verteilt. Plötzlich rief einer der Matrosen zu Samuels linken: "Ich habe hier jemanden gefunden!" Samuel und Arev sahen sich an und Arev eilte sofort los. Samuel bedeutete dem Maat und Gileas mitzukommen und rannte Arev hinterher. Zu viert trafen sie bei dem Matrosen ein, der nach ihnen gerufen hatte, die umstehenden Matrosen hatten sich bereits um den Mann, der am Boden lag, versammelt. Gileas ging auf den Mann zu und erschauderte. Samuel blickte ihn verwundert an. "Was ist, Gileas? Spürst du etwas?" "Nun, Herr... ja, manchmal spüre ich Magie, wenn sie sehr stark ist. Und dieser Mann ist von Magie regelrecht durchdrungen." "Die Gabe solltest du trainieren, Junge. Nun, Arev. Jetzt wissen wir zumindest, wer die Feuersäule hat aufsteigen lassen. Nur sieht der Mann nicht so aus, als wäre er verbrannt, also fragt sich: wer hat den Mann umgebracht?" "Herr, wenn Ihr mich entschuldigt..." erbat in diesem Moment ein Matrose, Wort ergreifen zu dürfen. Samuel nickte ihm zu und der Mann fuhr fort: "Wir haben hier ... Spuren gefunden. Ich würde nicht sagen, dass jemand geschleift wurde, aber offenbar fiel es jemandem schwer, zu gehen. Möglicherweise hat sich jemand zum Strand geschleppt?" "Guter Hinweis, Matrose. Ihr dürft voraus gehen." Der Matrose schien sich sowohl der Gefahr als auch der Ehre bewusst, die diese Aufforderung beinhaltete, straffte die Schultern und hielt sein Schwert fester, bevor er langsam der Spur in Richtung Strand folgte.
      Samuel holte nach einiger Zeit zu dem Matrosen auf und ging schweigend neben ihm her. Arev begleitete den Matrosen zu dessen anderer Seite, der Maat und Gileas folgten ihnen. So legten sie schweigend den Weg zurück, während der Matrose immer wieder auf dem Boden nach neuen Spuren suchte und weiter den Weg zum Strand einschlug. Kurz bevor sie den Strand erreichten - die Bäume wurden bereits lichter und das Geräusch der Wellen am Strand lauter - raschelte plötzlich etwas im Gebüsch und Samuel hob die Hand als Befehl, stehen zu bleiben. Dann sandte er seinen Geist aus, in der Hoffnung auf den Geist eines Tieres zu stoßen. Und in der Tat, da war ein Geist, der sich ihm öffnete, aber so anders, dass es Samuel seine ganze Beherrschung kostete, sich nicht aus diesem zurück zu ziehen. Normalerweise fühlte er bei einem Tier die natürlichen Instinkte, wie das Bedürfnis zu Essen, oder Gefühle wie Angst oder Freude. Diese konnte er leicht manipulieren, um ihm zur Hilfe zu sein, zum Beispiel eine mögliche Richtung für Essen oder einen sicheren Schlafplatz eingeben. Doch bei diesem Geist wurde er mit einem klaren "Hilfe! Ich brauche eure Hilfe!" begrüßt. Samuel beeilte sich, seine Fassung wieder zu finden. Dann befahl er den umstehenden, ruhig zu bleiben, trat einen kleinen Schritt vor und versuchte zu antworten. "Hallo. Ich bin Samuel, ein Mann aus Basilea. Ich möchte dir gerne helfen, wenn ich kann. Wer bist du?" Für einen Moment folgte keine Antwort und Samuel dachte schon, das Wesen wäre verschwunden. Da trat ein kleines, nagetierähnliches Wesen aus dem Gebüsch, sprang auf Samuel zu, dann von ihm herunter auf den Weg und huschte zum Strand. "Folge mir!" hörte Samuel noch leise. Da erwachte er aus seiner Starre. "Los, los! Alle Mann dem Tier hinterher! Aber bewegt euch vorsichtig, es will uns irgendwo hin führen. Keiner erschreckt es, ärgert es oder fügt ihm in irgend einer Weise schaden zu, sonst schwimmt er den Rest der Reise an's Schiff angebunden!" Schon während des letzten Satzes war Samuel losgerannt und Arev, der Maat und Gileas folgten ihm dicht auf den Fersen. Eine leichte Verbindung zum Geist des Wesens führte Samuel durch das Gebüsch ihm hinterher, auf den Strand - zu einem bewusstlos dort liegenden Mann. "Matrosen, wer von euch ist Heiler oder Arzt, magisch oder nicht? Ich will wissen, was dem Mann fehlt und ob er zur Behandlung auf unser Schiff gebracht werden kann." Ein Mann beeilte sich, aus den hinteren Reihen nach vorne zu gelangen. "Herr, ich bin kein Heiler und auch kein guter Arzt, aber ich habe unseren Schiffsärzten häufig geholfen. Wenn Ihr wünscht, sehe ich mir den Mann mal an." Samuel nickte nur und wartete, bis der Mann seine Arbeit getan hatte.
      Nach einigen Minuten stand der Mann auf und sprach: "Herr, soweit ich erkennen kann, fehlt dem Mann nichts. Scheinbar hat er viel Energie verbraucht und ist vor Erschöpfung ohnmächtig geworden. Vielleicht ist er ein Schiffbrüchiger und liegt schon seit Tagen in der Sonne. Wenn wir ihn auf's Schiff bringen, könnten wir ihn mit kühlen Umschlägen versorgen." "Gut. Sucht 12 kräftige Männer. Vier sollen ihn tragen, die anderen 8 stehen ringsum zur Ablösung bereit. Wir nehmen den Weg über den Strand, kurz vor dem Wald, wo der Sand fest genug ist und uns nichts behindert. Und eilt euch." Doch etwas störte ihn an dieser Diagnose. Doch er kam nicht drauf, sodass er es erst einmal dabei belassen musste. Er bückte sich hinunter und bot dem Wesen seinen Arm zum hochkrabbeln dar und teilte ihm in Gedanken mit, dass sie seinen Freund gesund pflegen wollten. Das Wesen schien jedoch lieber selber zu laufen und begleitete die sich bereits eingefundenen Männer, die den Mann tragen wollten. So schnell die Träger konnten, machte sich die Expedition auf den Weg zurück zum Schiff. Während sie über den Strand liefen und Samuel nichts zu tun hatte, außer den Waldrand im Auge zu behalten, fiel ihm auf, was ihn störte. 'Stimmt. Muss an der Sonne liegen. Ich war so darauf konzentriert, dass mich der Matrose anlügen wollte und hatte eine versehentliche Fehldiagnose nicht bedacht. Doch vermutlich ist ihm als nicht erfahrener Arzt entgangen, dass der Mann ziemlich gut genährt aussah und keine Vertrocknungsanzeichen hatte. Irgendetwas anderes hat ihn so viel Energie gekostet. Und wenn hier ein erschöpfter Mann am Strand liegt und weiter im Wald ein toter Feuermagier...' Samuel winkte Arev zu sich heran und teilte ihm seine Vermutung zu. Doch beide konnten sich keinen weiteren Reim drauf machen, sodass sie schweigend nebeneinander herliefen, bis sie das Schiff erreicht hatten. Dort befahl Samuel den Matrosen, das Schiff einige hundert Meter weit auf's Meer hinauszurudern und wieder zu ankern und dann in Richtung Insel Wachen abzustellen, während er mit dem Arzt-Helfer und den Trägern den Verwundeten in eine Kajüte brachten um ihn dort zu verpflegen...
    • Das erste was Emanuel spürte, nachdem er aufwachte, waren die Verbände um seine Hände. Obwohl sein Kopf sich drehte und er darum kämpfen musste wach zu bleiben, spürte er, das sie von einem Laien angelegt wurden. zu wenig Kraft und ne falsche Technik beim Wickeln...allerdings war es eine von seinen eigenen... Hatte Lloyd ihn versorgt...unwahrscheinlich.

      Er spürte das er zugedeckt war...auch der Untergund war merkwürdig glatt und angenehm für etwas ...sand. Etwas kitzelte ihn an der Nase. Das gewicht auf seiner Brust, mit dem leisen atmen verriet ihm, das das Chu wohl bei ihm war...was ihn deutlich beruhigte.

      Wenn er in einer gefährlichen Situation gewesen wäre, wäre es nicht so ruhig. Er öffnete langsam die Augen. Er sah die verschwommenen Umrisse eines Holzraumes, der spärlich eingerichtet war. Von draussen hörte er Stimmen, die etwas in einem ziemlich rauen Dialekt besprachen...allerdings konnte er den inhalt des gespräches nicht verstehen. Er überlegte aufzustehen, aber das bewegen seines Beines zeigte ihm, das dies keine gute idee war. Er fing an zur beruhigung das Chu zu streicheln. Sein warmes, weiches fell fühlte sich...nicht mehr nach sand an...wie hat es die groben staubkörner rausbekommen, fragte er sich, als es aufwachte.
      Er spürte die sanfte gegenwärtigkeit des chus, dessen geist immer wieder sanft gegen seinen geist stuppste. Er sah das bild von einem Mann und einen Namen: Samuel. Er sah in die grossen Augen des Chu, bevor es von ihm runtersprang und zur Tür eilte, diese elegant öffnete und verschwand
    • Das hatte gerade noch gefehlt. Als wäre der Magier nicht mühsam genug gewesen, musste nun auch noch ein bewaffnetes Schiff hier aufkreuzen und Emanuel an Bord schleppen. Zwar hatte Lloyd mittlerweile nicht mehr vor, Emanuel den Leýchen auszuliefern, das sicher nicht... aber alleine würde es noch mehr Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen, wieder von dieser Insel zu verschwinden... Nein! Lloyd musste auf dieses Schiff. Sich unbemerkt aufs Schiff zu schleichen, schien allerdings keine gute Idee zu sein. Er würde auf jeden Fall entdeckt werden. Folglich brauchte er eine gute Geschichte...
      Lloyd dachte nach. Viel Zeit würde er nicht haben, bis das Schiff wieder ablegen würde. Lloyd dachte nach...
      In Ordnung, das könnte klappen. Lloyd liess seine Wurfmesser, sein verbliebenes Gift und seinen Umhang in dem Gebüsch, so dass er nur noch leichte Kleidung, sein Schwert und seinen Dolch trug. Das würde weniger Misstrauen erwecken. Anschliessend rannte er aus seiner Deckung hinaus auf den Strand und ins seichte Gewässer, winkte mit den Armen und rief, um auf sich aufmerksam zu machen.
      Arev lief auf dem Schiff entlang und dachte nach. Aus dem was sie auf der Insel fanden wurde er nicht schlau. Wieso finden wir auf einer verlassen Insel einen Toten? Und wieso hat es einen Kampf gegeben? Samuel sagte er sei zu gut ernährt für einen Schiffsbrüchigen, er konnte also nicht lange hier sein. Aber wieso haben wir dann kein weiteres Schiff gefunden? Einer der Matrosen kam unter Deck hervor. Arev wandte sich zu diesem und befragte ihn. Ist der Mann schon erwacht? Nein, Sir. Wir haben ihn versorgt und er liegt weiterhin bewusstlos in der Kajüte. Arev war enttäuscht. Gut, wegtreten. Er hatte gehofft den Mann befragen zu können, aber daraus wurde wohl vorerst nichts. Weitere dachte er nach, nach Antworten suchend, aber je mehr er grübelte, desto mehr Fragen traten auf. Plötzlich tauchte der Matrose wieder auf. Sir, dort, in der Nähe unsere Schiffes, im seichten Wasser steht ein Mann, der nicht zu unserer Crew gehört. Ich wusste nicht ob wir ihn... Er hörte auf zu reden als er sah dass Arev schon längst auf dem weg war. Sowas von unfreundlich..., murmelte er leise. Arev ging von Bord, näherte sich dem Mann, kurz bevor er ihn erreichte zog er sein Schwert heraus denn er sah dass der Mann bewaffnet war. Er sah zwar nicht angriffslustig aus, aber die Zeit mit Samuel hatte ihn gelernt auf alles gefasst zu sein. Er blieb stehen und sprach den Mann an. Wer bist du, und wie kommst du auf diese Insel?
      Lloyd nickte Arev bedächtig zu. Sofern ich annehmen darf, dass Ihr stolzer Besitzer dieses Schiffes seid, hört meine Geschichte, Herr. Doch zunächst will ich mich vorstellen. Mein Name lautet Ayran Ocheva, seines Zeichens einfacher Söldner. Meine Heimat ist Meldolis, die Stadt der Händler. Doch im Leben eines Söldners, wie ich einer bin, ist für einen Wohnsitz nicht viel Platz, wohlgemerkt, dass ich mir meine Aufträge selten aussuchen kann. Sowie ich also von jenem Anstieg von Vandalen und Verbrechern und die darauf folgende Nachfrage nach Berufssöldnern in der Region um Dásyos gehört habe, bin ich mit dem günstigsten seetauglichen Boot aufgebrochen. Ich sollte die Stadt aber wohl nicht erreichen. Vor jener Insel, auf der Ihr steht verlor ich die Kontrolle über das Boot. Die Strömung trug mich hierher und zerstöre mein Schiff. Nun denn, als Reisender sollte man jede Situation möglichst gut bewältigen können, dachte ich mir. Doch war ich gar sehr überrascht, hier nicht auf einen, sondern gleich auf zwei Menschen zu treffen. Eine dieser Gestalten war ein eindrucksvoller Feuermagier, wie man sie nur zu selten zu Gesicht bekommt. Der andere - den der Magier vermutlich überwachte - schien gar relativ harmlos daneben. Als jener Magier allerdings, über meine Ankunft erstaunlich unerfreut, gleich zum Sturmangriff überging, überwies sich eben dieser Andere in der Tat als durchaus hilfreich. Herr, ich erspare Euch die unwichtigen Details. Letzlich endete unsere Auseinandersetzung mit dem Magier in etwa gleichzeitig wie das Leben desselbigen. Ich nehme an, dass Euch die Feuersäule, welche er vor seinem Ableben gezündet hat, nicht entgangen ist.
      Jedenfalls blieb der Kampf auch auf unserer Seite nicht vollkommen ohne Verluste. Auch wenn ich für meinen Teil noch gut beisammen bin, so musste mein Gefährte sich doch relativ erschöpft am Strand hinlegen, wenn man nicht direkt von zusammenbrechen sprechen will. Und so lag er auch heute noch mehr oder weniger ermüdet da. Sowie ich also aus dem Wald zurückkehre, nachdem ich etwas Nahrung gesucht hatte, kam ich nicht umhin zu bemerken, dass hier nicht nur ein Schiff vor Anker lag, sondern dieses auch noch meinen Kampfgefährten an Bord geschleppt hatte. Den Rest kennt Ihr. Ich bitte Euch also um nicht mehr, als mich im nächsten Hafen, in dem Ihr Halt macht, abzusetzen.

      Arev konnte es gar nicht Leiden wie der Mann redete. So ... hochnäsig, ähnlich wie die Adeligen es auf festlichen Anlässen, oder bei Reden taten. Zunächst steckte Arev sein Schwert wieder weg, da von dem Mann keine Gefahr ausging, denn er wollte es wohl kaum mit einer ganzen Crew aufnehmen. Ein Söldner also ... Du redest ziemlich, ähm, förmlich ... für einen Söldner. Gewöhn dir das bloß ab wenn du mich nicht wahnsinnig machen willst! Arev drehte sich um, ging langsam in Richtung des Schiffes und deutete dass der Mann ihm folgen sollte. Langsam spazierte er hinter Arev her und schien zufrieden zu wirken. Bist du sicher dass du mir die Wahrheit erzählt hast? Für einen Söldner bist du, verzeih mir bitte, etwas spärlich ausgerüstet. Mein Kollege an Bord ist da um einiges besser vorbereitet. Arev blieb stehen und schaute ihn an. Sag nichts! Ich werde schon sehen ob du die Wahrheit gesagt hast, sobald der andere Kerl aufwacht. Naja, komm erst mal an Bord. Mir persönlich ist es ja eigentlich egal, ich schmeiß dich am nächsten Hafen raus und gut ist. Als Arev an Bord ankam winkte er einen der Matrosen zu sich. Hol Samuel her, ich möchte ihm jemanden ... vorstellen. Der Matrose eilte unter Deck und Arev stand mit dem Mann nun auf dem Schiff. Wenn nicht noch jemand auf der Insel ist Segeln wir weiter. Nun da geklärt ist wo diese Feuersäule herkam, ist diese Insel nicht mehr von Belang für mich. Ich werde noch schauen was der andere Kerl sagt, bevor wir lossegeln, nicht dass du mit verschweigst dass dort noch jemand auf der Insel ist.
      Vor Lloyd tauchte ein relativ grosser, kräftiger Mann mit langen, blonden Haaren auf. Lloyd nickte ihm zu und ergriff gleich das Wort. Ich nehme an, dass Ihr für respektvolle Sprache genauso wenig übrig habt wie Euer Freund. Er blickte zu Arev. Es tut mir Leid, wenn ich Euch damit gestört habe, aber wenn man öfter mal mit Adeligen und sonstigen überheblichem Zeug zu tun hat, lernt man früh genug, es nicht an Respekt fehlen zu lassen. Umso besser, dass ich jetzt normal sprechen kann, es ist nämlich verdammt mühsam, solche hochgestochen Sätze aus dem Bauch raus zu verfassen. Anschliessend wendete er sich wieder Samuel zu und erzählte ihm dieselbe Geschichte wie zuvor Arev.

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    • Mytica ließ sich grade von ihrer Zofe Phiona ankleiden, da sie heute Abend einen Ball veranstaltete, auf dem viele Adelige, Kaufmänner und Gutsherren sein werden. Zu diesem Anlass hatte Mytica sich neue Kleider, Schmuck und Parfüm gekauft. Sie trug ein langes Saphirblaues Kleid aus fließender Seide, ein Band mit glänzenden Perlen und Kristallen bespickt schnürt sich eng um ihre Taille. Das Kleid hat einen herzförmigen Ausschnitt, passend zu dem Kleid trug sie ein Collier aus Saphiren, die dieselbe Farbe hatten wie das Kleid. Ihre Haare fallen ihr in langen weichen Wellen über den Rücken.

      „Danke Phiona, frag bitte in der Küche, ob sie alles rechtzeitig schaffen.“

      „Ja My Lady“, antwortete Phiona und verließ Myticas Gemächer Richtung Küche. Mytica verdrehte die Augen. Wie oft muss ich ihr eigentlich noch sagen, dass sie mich nicht immer My Lady nennen soll, aber das ist jetzt auch egal. Mytica betrachtete sich noch einmal im Spiegel und war sichtlich zufrieden mit dem, was sie da sah. Phiona war mittlerweile wieder da und berichtete Mytica, dass die Kellner schon die Tische decken und alles nach Plan läuft, in 5 Min kommen die ersten Gäste. „Danke Phiona.“ Mytica machte sich auf dem Weg zum Ball Saal und begrüßte die ersten Gäste, Lord und Lady Shire.

      „Willkommen, schön das sie gekommen sind, wie laufen die Geschäfte in Basilea?“ Mytica und Lord Shire unterhielten sich noch ein wenig über Geschäftliches, als plötzlich Lucrezia Borgia auftauchte. Als Mytica sie sah, wich ihr alle Farbe aus dem Gesicht, zuerst war sie geschockt, doch dann breite sich ein Großes Lächeln auf ihrem Gesicht aus und sie näherte sich Lady Lucrezia. „Lucrezia, dich hab ich ja ewig nicht mehr gesehen, woher wusstest du, dass ich einen Ball veranstalte und wo ich wohne?? Ist ja auch egal erzähl was hast du all die Jahre getan?“

      „Ich freu mich auch dich wieder zu sehen Mytica, ich hab einen Reichen Kaufmann geheiratet und bin mit ihm nach Basilea gezogen. Lady Shire wusste wohl noch, dass wir früher gute Freunde waren und erzählte mir von deinem Ball. Und dann dachte ich mir, dass ich dich doch mal besuchen könnte. Wie ich sehe geht es dir auch ganz gut.“

      „Ja ich habe auch geheiratet, wie du siehst ist das hier mein Haus, außerdem hab ich auch in ganz Atlantis Waisenhäuser gebaut, das Größte ist natürlich hier in Meldolis." Mytica begrüßte noch weitere Gäste, unterhielt sich mit vielen Adeligen und gab die perfekte Gastgeberin ab, so wie man es von einer Lady erwartete. Das Essen schmeckte Fabelhaft und der ganze Abend lief wie am Schnürchen. „Phiona, sorg bitte dafür, dass die Kellner den Ballsaal gründlich aufräumen. Ich geh dann jetzt ins Bett.“ „Aber My Lady, soll ich euch den nicht beim entkleiden helfen?“ „Nein Danke, Phiona, ich bin alt genug, ich denke, dass ich es auch einmal ohne deine Hilfe hinbekomme.“ Endlich kann ich Schlafen gehen, ich frag mich wie weit Areveth und Samuel gekommen sind...

      Am nächsten Morgen ritt Mytica in die Stadt und erkundigte sich am Hafen, ob jemand Areveth oder Samuel gesehen hat. Dass sie in Meldolis nicht weiter nach Emanuel suchen würden war klar und der einzige weg runter von Meldolis war über ein Schiff am Hafen. Sie erfuhr von Fischern, dass sie 2 Männer gesehen haben, auf die die Beschreibung passt, wie sie mit einem Schiff wegsegelten, aber wohin, das wusste keiner. Nun gut, dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig als zu warten, dachte Mytica und ritt wieder nach Hause.


      Sig made by Me

      "Du kannst mich nicht sehen, aber dennoch bin ich hier. Du kannst nicht fliehen, du bist ein teil von mir."


      Gift Book
    • Samuel sah das Tierchen aus dem Zimmer des Kranken kommen und wusste, dass er nun wach war. Vorsichtig trat er ein. Als er merkte, dass er bemerkt worden war, lehnte er sich an die Tür. "Guten Tag, ich wusste ihr seid wach, nachdem Euer Haustier gerade raus kam. Es ist Euch nicht von der Seite gewichen, als Ihr bewusstlos wart. Es scheint sehr treu zu sein. Ich hoffe, Ihr konntet Euch ein wenig erholen, ich habe ein paar Fragen an Euch."

      Emanuel richtete sich etwas auf und sah den Fremden an.

      "Nun, ich will es kurz machen, damit Ihr Euch weiter ausruhen könnt. Wisset, dass Euch unabhängig von Euren Antworten keine Gefahr droht. Ich weiß, dass Ihr ein Magier seid, Eure Erschöpfung kam nicht von der Sonne und dem Hunger, dafür schient Ihr zu gesund. Ich habe vielmehr die Vermutung, dass Ihr der sucht, dessen Befreiung von seinem Entführer uns aufgetragen wurde, doch der wurde mir als Heiler, nicht als Magier beschrieben. Daher bin ich erpicht darauf zu erfahren, wer Ihr seid und - wenn Ihr der Heiler seid, den wir suchen - wo Euer Entführer ist. Es kann mir genau genommen egal sein, denn er ist nicht Teil unseres Auftrags, aber wenn von ihm Gefahr droht, will ich meine Männer vorwarnen können. Damit Euch die Antworten leichter fallen: ich selbst bin Samuel, Söldner aus Basilea und Schmied und derzeit im Auftrag sowohl von Arev, der ebenfalls hier ist und seinen Bruder finden möchte und im Auftrag von Mytica, Geschäftsfrau aus Meldolis, die Arevs Bruder derzeit in Ihrem Anwesen beschäftigt und nicht mit Arev reden lassen wollte, bevor wir den Heiler, für den ich Euch halte, gefunden haben."

      Emanuel ließ die Worte seines Gegenübers sinken. Sie waren also gefunden worden. Er war gerade auf einem Schiff. Sein Gegenüber war ein Söldner geschickt von Lady Sky und jemandem, den er nicht kannte. Lloyd musste also auch in....ohje. Wenn sie herausfinden würden wer Lloyd war und was er getan hat. Er beruhigte sich und erzählte was passiert war. "Mein Name ist Emanuel, momentan Heiler im Dienste von Lady Sky in Meldolis. Wie ihr richtig vermutet habt wurde ich vor Kurzem entführt. Alles was ich mitbekommen habe war das Geräusch des Meeres, anscheinend wollte mich mein Entführer auf eine andere Insel bringen. Das nächste woran ich mich erinnern kann, ist das ich an einem Strand lag, befreit von allen Fesseln, meine Wunden verdsorgt." Er machte ein erschrecktes Gesicht. "Habt ihr auf der Insel noch jemanden gefunden?"

      Samuel sah Emanuel aufmerksam an. "Wir haben einen toten Magier gefunden, den wir als verantwortlich für die Feuersäule vermuten, die uns hier her geführt hat. Da Ihr der einzige andere Magier auf der Insel seid, den wir entdeckt haben, vermute ich, dass Ihr seinen Tod herbeigeführt hat, doch habt Ihr ihn bisher nicht erwähnt. Ansonsten haben wir niemanden gefunden, da uns die Spuren vom Magier direkt zu Eurem Haustier geführt haben." Samuel schwieg, doch sein Blick verriet bewusst die offenen Fragen, als er Emanuel direkt ansah.

      Emanuel schwieg lang und fing an zu grinsen. Samuel war ihm auf eine merkwürdige Art und Weise sympathisch.
      "Ihr habt eine unglaubliche Beobachtungsgabe, Samuel. Ihr habt recht, ich habe die Fähigkeit Feuermagie zu wirken, wenn die Zustände dies erlauben. Und ja, im Endeffekt habe ich wohl den Feuermagier getötet...auch wenn ich Euch nicht sagen kann, wer von uns beiden die Feuersäule beschschworen hat. Allerdings habe ich dem Magier nicht den Todesstoss gegeben, sondern die Person, die mich gerettet hat, als ich hier auf der Insel erwacht bin." Bevor er weiter sprach, hoppste Chu ins Zimmer und sprang auf dessen Schulter.
      Emamuel fing an zu lachen, auch wenn dies relativ wehtat.
      "Er scheint Euch zu mögen. Den meisten Menschen zeigt er sich garnicht erst und ich habe es noch nie erlebt, das er jemandem ausser mir solche Zuneigung gezeigt hat."
      Er setzte sich nun vollends auf. "Ich hätte zwei Bitten an Euch. Sucht bitte den Mann der mir mein Leben gerettet hat, denn ich befürchte, dass er mit seiner aufbrausenden Natur eine undurchdachte Tat durchführen könnte, die ihn oder Euch in Gefahr bringt."
      Danach verzog er das Gesicht so gut es ging zu einem Lächeln: "und zweitens, schickt mir bitte denjenigen, der meine Wunden behandelt hat. Ich würde ihm gerne eins, zwei Dinge zeigen."

      Samuel lächelte ob der letzten Bemerkung und wandte sich zum Gehen. Währenddessen griff er mit seiner Fähigkeit nach dem Geist des Wesens auf seiner Schulter. "Na, passt du wieder auf ihn auf und kommst zu mir, wenn er Hilfe braucht?" "Ist gut." Samuel merkte, wie es auf den Boden hüpfte und schloss die Tür hinter sich.
      Auf dem Weg auf Deck, wo Arev sich zuletzt aufhielt, begegnete ihm einer seiner Matrosen. "Herr, Arev sucht Euch. Er hat einen weiteren Schiffbrüchigen auf Deck und möchte ihn Euch vorstellen." "Ist gut, ich war eh auf dem Weg auf Deck. Ach, sucht doch dafür Euren Kollegen, der den Schiffbrüchigen geheilt hat? Er ist eben aufgewacht und möchte ihn sprechen. Aber sagt ihm, er solle vorsichtig sein, wenn der Mann wieder schläft, hat seine Erholung Vorrang." Der Mann nickte und verschwand und Samuel beeilte sich auf Deck zu kommen. Arev kam ihm entgegen, um ihm ein paar kurze Informationen zu geben. Samuel wartete, bis er alles gehört hatte, bevor er Arev zuflüsterte: "Er ist jetzt wach. Es ist Emanuel. Als nächstes holen wir deinen Bruder." Ohne eine Reaktion abzuwarten drehte er sich um, lockerte unauffällig sein Schwert in der Halterung und ging zu dem Mann, um sich die gleiche Geschichte anzuhören, die zuvor Arev bereits von ihm gehört hatte.
      "Nun, Euer Kampfgefährte, sagt Ihr? Nun, er scheint einen Magier getötet zu haben, daher will ich seine Fähigkeiten nicht abtun, aber er schien mir nicht so, als wäre er zum Söldner geboren. Ihr übrigens auch nicht, aber ich will Euch mal glauben, solange ich nicht glauben muss, Ihr brächtet Gefahr für mich und meine Männer auf unser Schiff. Jedenfalls wird es Euch sicher freuen zu hören, dass Euer Kampfgefährte wach war und kurz mit mir sprechen konnte, bevor mich die Botschaft meines Gefährten hier erreichte. Eure Geschichte deckt sich übrigens mit seiner Erzählung, sonst würde ich Euch nicht so leicht trauen. Wenn Ihr also nur mit zum nächsten Hafen wollt, seid Ihr herzlich eingeladen, auch wenn ich Euch ein Treffen mit Emanuel nicht versprechen kann. Solltet Ihr jedoch mehr wollen, solltet Ihr das jetzt sagen. Ach und zwei Dinge noch: ich bevorzuge sehr wohl eine förmliche Aussprache, zumal meine Auftraggeber häufig diese verwenden. Und zweitens: da Ihr nicht völlig leichtsinnig wirkt, vermute ich, Ihr habt noch Ausrüstung auf der Insel, die Euch zu gefährlich schien, mit an Bord zu bringen. Das war klug von Euch, doch denke ich, Ihr wollt sie wieder haben. Also nehmt Euch eines der Boote dort und macht Euch auf den Weg, Arev hier scheint noch mit Emanuel reden zu wollen. Wir warten auf Euch, schließlich wollen wir unser Boot wieder haben. Ihr habt mein Wort - so, von Söldner zu Söldner." Samuel drehte sich um, nickte Arev zu, als Zeichen, dass der Neue akzeptiert war und Arev sich mit Emanuel unterhalten sollte. Immerhin wollte keiner noch länger als nötig hier bleiben, nun, wo Emanuel fit genug schien zu reisen...
    • Verwundert sah Arev wie der Fremde, der nun auf dem Schiff war, zu einem der kleinen Ruderboote eilte. 'Will Samuel den etwa auf der Insel lassen?' Ein Matrose der das Gespräch offenbar mitgehört hatte kam zu Arev. "Wir legen ab, sobald unser Mitreisender seine restliche Ausrüstung von der Insel geholt hat, Sir." Arev versuchte seine mäßige Begeisterung darüber zu unterdrücken. "Gut, aber sag nicht immer "Sir" zu mir. Ich heiße Arev, also nenn mich ruhig so." Der Matrose nickte mit etwas Verwunderung in seinem Blick und ging wieder an seine Arbeit. 'Diese ganzen Namenstitel, Sir, Herr, sie stehen irgendwie symbolisch für die Unausgeglichenheit in der Welt ... Naja, egal. Ich sollte mich wohl mal mit diesem Emanuel unterhalten.' Er ging unter Deck, vorbei an den wenigen Matrosen auf dem Schiff welche die Pause nutzten um etwas zu Speisen. "Matrosen, in welcher Kajüte liegt der Verletzte?" Einer der Matrosen zeigte in Richtung eines langen Ganges. "Da, ganz am Ende rechts hinein." Arev nickte ihm zu und ging eben diesen langen Gang entlang, bis er zu der Tür kam. Er klopfte kurz an die Tür und ging dann hinein. Vor ihm lag Emanuel, und auf seiner Brust lag dieses Tier, welches ihm schon auf der Insel aufgefallen war. Der so genannte Wunderheiler richtete sich offenbar angestrengt auf. Arev schloss die Tür hinter sich. "Du bist also dieser Emanuel, der Heiler von den Sky's? Mein Name ist Arev, und mein Auftrag war es dich zu finden und zurück zu Lady Sky zu bringen. Wir setzen demnächst Segel in Richtung Meldolis, wir warten nur noch auf Ayran. Erzähl mir doch bitte mal wie du auf diese Insel gekommen bist, wenn du dafür ausgeruht genug bist."

      "dann bis du also der Auftraggeber von Samuel." er betrachtete Arev. Er sah nicht danach aus, sich das Schiff pluds Crew und Samuel als Söldner leisten zu können. "Der Name Arev ringt mir in den Ohren. Ein Mann, der in meldolis ziemlich viel beliebtheit geniesst. Auf jeden Fall in den Kreisen, mit dennen ich zu tun habe. Er wartete eine angemessene Zeit um diese Worte sinken zu lassen. "Wie ich auf die Insel gekommen bin, kan ich dir nicht sagen. Ich kan mich nur noch daran erinnern, auf der Insel aufgewacht zu sein, vollkommen durchnässt und am ende meiner Kräfte.

      Erschrocken musste Arev nachdenken. 'Er soll von meinem Namen gehört haben? Und dann auch noch im positiven Sinne? Das kann ich mir nun nicht wirklich erklären '... Vor nachdenken vergaß er fast Emanuel. "Ähm, richtig, Samuel steht in meinem Auftrag. Nun ja, zumindest teilweise. Ehrlich gesagt, eigentlich wärest du mir völlig egal, wenn Lady Sky nicht so verdammt egoistisch wäre ... Jedenfalls mussten wir dich finden, um mein Anliegen erledigen zu können." Arev wollte nicht genauer darauf eingehen, immerhin sprach er mit jemand völlig fremden. "Aber mal etwas anderes, du sagst du kennst meinen Namen, darf ich fragen, woher?"

      "Nun, wie ihr sicher wisst bin ich Heiler, momentan im Dienste von lady Sky. Allerdings behandle ich nicht nur die Kinder im Waisenhaus. Meldolis hat das seichte problem, zu wenig gute Heiler zu haben. Also kümmere ich mich wo ich es kann auch um die...Personen, die nicht das Glück hatten, dort zu sitzen wo andere sich gütlich machen. Und beim Behandeln bekomme ich Informationen. Zum beispiel von einem Herren, der die Wachen aufmischt. Oder von jemandem, der den sogenannten Rettern der Stadt einen Korb gegeben hat," Emanuel erlaubte sich ein Grinsen. "Ihr habt teilweise mit euren Aktionen meine Patienten gerettet, Arev" Er dachte an all die Personen, die nur weil er nicht da sind nicht behandelt werden und fasste einen Beschluss." Lass dir gesagt sein: Diese Rettung hat ihre Bezahlung, aber solltest du mal einen Heiler suchen oder insgesamt Hilfe benötigen, stehe ich dir zur Verfügung."

      "Gut, das werde ich mir merken. Ich weiß ja wo ich dich finden kann, sofern du nicht erneut entführt werden solltest, oder vor der Arroganz der Sky's wegrennst." Er musste sich ein Lächeln verkneifen, und ging Emanuels Worte noch einmal durch. 'Jetzt kursiert mein Name auch noch in einigen kleinen Kreisen in Meldolis ... Offenbar zwar nur eine kleine, nicht allzu wichtige Gruppe, aber das kann manchmal schon ausreichen, um mich wieder in irgendwas hineinzuziehen ...' Er schaute wieder zu Emanuel. "Sag mal, Emanuel, weißt du einen Grund dafür dass dich jemand entführen wollte? Wenn du sagst es gibt in Meldolis wenig gute Heiler, müsste sich dein Entführer ja über dich informiert haben, also auch über deinen Arbeitsplatz. Warum solltest du, immerhin "nur" ein Heiler, für jemanden so wichtig sein dass er die unschuldigen, erkrankten Kinder in dem Waisenhaus sterben lässt?"

      Emanuels Lächeln verschwand. Es war nur für eine Sekunde, aber er wusste das Arev dies bemerkt hatte. "Ich fürchte als mein retter hast du wohl ein Anrecht darauf, wenigstens meine Vermutung zu hören.
      Sekten gibt es überall auf dieser Welt. Manche ganz harmlos, manche versteckt, aber eben manche auch mit vollkommen verkehrtem Gedankengut. Zum beispiel könnte es Personen geben die Glauben, wenn sie kleinen Kindern gefährliche magische Steine einpflanzen und diese Kinder das überleben, sie ihren retter gefunden haben. und glücklich darüber einen retter zu verlieren waren Sekten noch nie.
      "

      Arev wurde immer nachdenklicher. "Du verwirrst mich, Emanuel. Du willst mir also weis machen, eine Sekte sucht ihren "Retter" und möchte ihn dadurch finden, Kindern irgendwelche magischen Artefakte einzupflanzen? Klingt ziemlich ... Krank." Verwirrt aber auch beunruhigt schaute er zu Emanuel. "Wenn ich das richtig verstanden habe bist du also einer der wenigen, die diese "Behandlung" überlebt haben, und anscheinend bist du damals vor diesen Leuten geflüchtet." Es fiel ihm schwer diese Geschichte zu glauben, was allerdings eher daran lag, dass er sie nicht glauben wollte. "Wenn es diese Leute waren, wird das nicht ihr letzter Versuch gewesen sein, dich, ihren "Retter" oder was auch immer, zurückzuholen. Was willst du tun, wenn du wieder bei Lady Sky bist? Mit deiner Anwesenheit bringst du wahrscheinlich viele Leute in Gefahr, jetzt wo sie wissen wo sie dich finden, und so wie ich dich bisher kenne wirst du das nicht wollen"

      "Ich weiss es nicht." Emanuel seufzte. Dies war die Frage die er sich die ganze zeit schon selber stellte. "ich weiss nur das ich noch einmal nach Meldolis zurück kehren muss, um zu bestätigen, was ich nicht glauben möchte." Er rang mit sich bevor er leiser weiter sprach. "Eventuell werde ich wieder wie früher herumreisen und helfen wo ich kann. Oder ich besuche die hauptstadt. Fähige heiler werden immer und überall gesucht und dort sollte ich einigermassen sicher sein. mein problem ist nur..."Er stockte und legte langsam eine hand auf chus Rücken, der sich langsam verfärbte. Das Chu lag weiterhin ruhig da, als würde es dies garnicht bemerken. Als er fertig war, konnte man eine merkwürdige Flamme erkennen. "Immer wenn ich dieses Symbol verwende, also Feuermagie in irgendeiner Form einsetze, wissen sie wo ich ungefähr bin. Von daher bin ich wohl dazu verdammt mein Leben fliehend zu verschwenden."

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    • Obwohl diese Geschichte einfach nur schrecklich und unglaubhaft klang musste Arev anerkennen dass Emanuel die Wahrheit sprach, auch wenn er es nicht wirklich glauben wollte. "Ich kann dir leider auch nicht helfen." Arev vergaß für eine kurze Zeit alles um sich herum. "Aber ... du kannst nicht für alle Zeiten weglaufen ... Ich schätze, früher oder später werden sie dich dann finden. So wie es dieses mal der Fall war." Arev kam ein weiterer schlimmer Gedanke. "Sag mir, gab es noch weitere die diese Behandlung überlebt haben, oder warst du der einzige? Wer weiß, vielleicht probieren sie dieses Unterfangen weiterhin an anderen Menschen, und was passiert wenn sie irgendwann Erfolg haben, möchte ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen."

      Emanuels Magen verkrampfte sich. "Ich vermute, wenn sie noch jemanden mit diesen Fähigkeiten hätten, würden sie nicht so verzweifelt nach mir suchen. Um für diese Methode überhaupt in frage zu kommen, muss man heilmagie anwenden können. Wie ihr sicher wisst ist dies ein Talent, das selbst den meisten anderen magiern verwehrt bleibt.
      Das Ding das sie einem einpflanzen ist sowas wie eine Bombe, die sich von den Fähigkeiten eines Magiers ernährt. Bedeutet, umso länger ich lebe, umso stärker wird sie werden. Er zitterte bei den nächsten Worten. " bei der zeit die sie schon in mir sitzt, würde ich schätzen, das von meldolis nich mehr viel übrig bleiben würde, wenn sie hochgeht
      ."

      Wenigstens eine gute Nachricht. Anscheinend gab es nicht noch jemanden mit so einem ... ding ... in seinem Körper. "Das hört sich für mich so an als ob sie dich als ihre "Tötungsmaschine" benutzen wollen ... Dann wird diese Feuersäule die uns erst hierher geführt hat wohl auch damit zu tun haben." Arevs wurde besorgter und besorgter und wollte eigentlich nicht mehr weiterfragen, doch seine Neugier war nun auf dem Höhepunkt. "Du sagst, man muss Heiler sein, und dieser Stein ernährt sich von der Magischen Kraft ... Ist es nicht dann auch der Fall sein, dass je mehr Menschen du mit deiner Heilmagie heilst, dieses ... Ding ... in dir winzige Teile deiner benutzten Magie aufsaugt stärker wird?"

      Emanuels gesichtzüge wurden immer länger. "Wie stellst du dir Heilmagie vor, Arev? das ich meine Hände auflege und mit Energiedie kaputten Stellen wieder herstelle oder die kaputten zerstöre?" Emanuel lachte. "Nein, es ist deutlich simpler. Die Kräfte eines heilers zeigen dem Körper nur, wie er sich selbst helfen kann und mit einem steten zufluss von Energie können wir das bis zu einem gewissen Punkt beschleunigen. Bedeutet, meine Energie fliesst durch den Körper eines anderen Menschen, kann da aber nicht bleiben und wird auch nicht wie bei anderer Magie in eine andere Energieform umgewandelt. also fliesst sie wieder zurück in meinen körper...verstehst du worauf ich hinaus möchte?

      "Ich kenne mich leider nicht mit der Heilungsmagie aus ... Genauer genommen mit gar keiner Art Magie. Aber ich verstehe schon, was du meinst." Arev sah wie Emanuel nach und nach beunruhigter aussah. "Emanuel, du darfst nicht wegrennen. Diese ... Menschen ... Sie müssen aufgehalten werden. Bevor sie womöglich noch jemanden finden, der es wie du schafft, diese grausame Behandlung zu überstehen. Noch einmal werden sie nicht den Fehler machen und diese Person entkommen lassen. Und was dann passiert mag ich mir nicht vorstellen ..."

      "Ich bin ein einfacher Heiler, Arev" Emanuel lachte. "Ich kann weder Schwert mnoch Schild führen, oder mich mit den Fäusten verteidigen. ich kann momentan nicht mal feuer beschwören, etwas das ich ansonsten schon nicht wirklich für kampfeszwecke gebrauchen kann. Das einzige was ich neben der Heilmagie beherrsche ist ein Bogen...kein wirkliches Werkzeug um mich gegen eine gruppe von Personen zu wehren." Er versuchte das zittern unter kontrolle zu bekommen. Das Chu kuschelte sich an ihn ran. "Ich kann nichtmal die Bombe selber hochgehen lassen...ansobnsten hätte ich dies schon längst getan."

      "Irgendwer wird sie aber aufhalten müssen. Es ist eigentlich nicht mein Problem, aber wenn es stimmt was du erzählst, wird es das spätestens dann wenn sie dich finden." Es klopfte an der Tür. "Herein." Gileas betrat die Kabine. "Arev, wir setzen sogleich Segel in Richtung Meldolis. Ayran hat seine Sachen von der Insel geholt und befindet sich nun auf dem Schiff. Wenn ihr soweit seid Segeln wir los." Arev nickte ihm zu. "In Ordnung, Gileas. Ihr braucht nicht auf mich warten, ich bin gleich wieder an Deck. Sag Samuel er soll sich ans Steuer begeben." Gileas verließ die Kajüte von Emanuel. Arev sah noch einmal zu Emanuel. "Gut, ich werde mich mal wieder an Deck begeben. Ruh dich aus, und Denk nach, was du machen wirst ..." Arev verließ ohne eine Reaktion abzuwarten die Kabine.
    • Samuel sah Ayran zu, wie er sich ein Boot geben ließ und eigenhändig fertig machte. 'Offenbar traut er uns nicht ganz. Genug, um sich mitnehmen zu lassen, auch wenn er dabei kaum eine Wahl hatte. Und nicht genug, uns aus den Augen zu lassen. Aber nun, immerhin haben wir seinen Kampfgefährten mehr oder weniger entführt.' Nicht gewillt, untätig zu bleiben, ging er unter Deck und suchte den ehemaligen ersten Maat der Crew in seiner Kajüte auf, in die er sich bereitwillig wieder hatte einsperren lassen.
      "Seid gegrüßt, Herr," redete er ihn an und erntete ein höfliches Kopfnicken als Antwort. "Ich habe nicht viel Zeit, wir wollen gleich ablegen, sobald unser neuer Reisegefährte Ayran - ein Kampfgefährte des verletzten Heilers Emanuel, den wir auf der Insel gefunden haben," fügte er hinzu, als er den fragenden Blick seines Gegenübers bemerkte und ihm einfiel, dass er die letzten Ereignisse nicht mitbekommen hatte. Kurz klärte er ihn auf, bevor er fortfuhr: "Nun, Ihr habt Euch auf der Insel gut geschlagen. Wenn Ihr Interesse habt, könnt Ihr das Kommando über Eure Männer zurück haben, sofern Ihr Euch meinem Befehl unterstellt. Außer Arev habe ich keine zuverlässigen Männer, denen ich ein Kommando übergeben kann und Ihr seid nicht nur die Position, sondern auch die Männer gewohnt. Und Arev und ich können uns nicht immer nur zwischen Steuern und Takt schlagen abwechseln. Eure Männer sind gut darin, ihren Rhytmus zu finden, aber unbeaufsichtigt lassen mag ich sie an kritischen Grenzen dennoch nicht. Ihr würdet aber nicht mehr verdienen, als die Ruderer, das sage ich Euch gleich. 1 Goldmünze die Woche, mehr nicht. Und entscheidet Euch schnell. Ich brauche Euch jetzt, nicht in ein paar Tagen, so dass mein Angebot bis dahin seine Gültigkeit verlieren könnte." Der Maat schwieg lange, doch das hatte Samuel erwartet. Er lehnte sich an die Tür und zog nacheinander seine Waffen und prüfte sie. Dabei ließ er bewusst die versteckten Klingen außer Acht, da er dem Mann nicht mehr vertrauen wollte, als notwendig. Samuel hörte durch die Tür, wie Ayran zurück kam und von den Männern in Empfang genommen wurde, als sei er ein alter Freund. Samuel lächelte und in dem Moment antwortete der erste Maat. "Nun, Samuel, Ihr scheint nicht so herzlos zu sein, wie ich annahm, als Ihr meinen Kapitän tötetet. Nun, ich werde für Euch arbeiten, doch ich möchte das Recht, Euch meine Gefolgschaft jederzeit aufkündigen zu können. Gibt es noch etwas, was Ihr wollt?" "Ich wüsste gerne Euren Namen," entgegnete Samuel. Wenn sein Gegenüber überrascht war, so verbarg er es gut. "Man nennt mich Acair, Herr. Wie lauten Eure Befehle?" Samuel stutzte. Irgendetwas klingelte bei dem Namen. Aber nicht, als kenne er den Namen, sondern als bedeute dieser etwas. Aber er antwortete nur: "Nun, wir müssen zurück nach Meldolis. Ich möchte, dass Ihr uns so nah wie möglich ran bringt, ohne dass dieses Schiff auffällt. Wenn wir nah genug sind, werden Arev, Emanuel und ich mit einem Beiboot nach Meldolis übersetzen. Ayran will am nächsten Hafen raus, an dem wir anhalten, wir sollten in der Tat zwischendurch unser Proviant auffüllen. Ich wünsche außerdem, dass ihr weitestgehend Ruder und Takt übernehmt, solltet Ihr jedoch Unterstützung benötigen, stehen sowohl Arev als auch Ich zu Eurer Verfügung. Und schont die Männer. Wir wollen zwar nicht trödeln, aber wir haben es nicht eilig und könnten ihre Kraft brauchen, sollten wir in Gefahr geraten. Ach und nehmt dies, dass Ihr wisst, dass ich ehrlich bin." Mit diesen Worten schmiss er Acair eine Goldmünze zu und verließ die Kajüte.
      Samuel suchte Arev, um ihn über den Verlauf seines Gesprächs mit Acair in Kenntnis zu setzen, falls dieser Arevs Hilfe benötigte, dann ging er zu Ayran um ihm ein Zimmer zuzuweisen. "Wenn Ihr etwas benötigt, lasst es mich wissen. Die anderen Zimmer sind für Euch tabu, bis auf Weiteres auch das von Emanuel. Eventuell könnt Ihr bei Zeiten mit ihm sprechen, aber auch dann nur in Gegenwart von Arev oder mir. Ich kenne Euch nicht und auch wenn ich keinen Grund habe, Euch nicht zu trauen, ist Emanuel für uns zu wichtig, um ein Risiko einzugehen. Arev oder ich sagen Euch Bescheid, wenn wir anhalten um Proviant aufzustocken, dort könnt Ihr an Land gehen." Samuel wartete gar nicht erst, was Ayram zu erwidern dachte, sondern drehte sich um und ging auf Deck.
      Auf Deck angekommen, stellte er fest, dass die Segel noch nicht gesetzt waren. Schnell suchte er den nächstbesten Matrosen und sprach ihn an: "Seemann, sagt mir eines: warum sind die Segel noch nicht gesetzt? Wir wollten längst aufbrechen. Hat sich Acair noch nicht blicken lassen? Er sollte das Kommando über Euch wieder aufnehmen!" Bevor der Matrose noch etwas erwidern konnte, hörte Samuel ein Platschen zu beiden Seiten des Schiffes, dann einen Trommelschlag und ein Ruck ging durch das Schiff. "Herr, nennt mich nicht anmaßend, wenn ich Euch dennoch antworte: wir setzen keine Segel, weil lediglich ein schwacher Wind aus Richtung Meldolis kommt, so dass er uns nur behindern würde." Samuel nickte dem Mann nur zu, er hatte unterdessen die Schläge mitgezählt und festgestellt, dass Acair die Männer wirklich schonte, so dass sie nur langsam Fahrt aufnahmen. Er stellte sich an den Bug des Schiffes und, als er dort nicht den erhofften Ausblick hatte, kletterte er die Takelage hinauf bis in das Krähennest. Dort verharrte er einige Zeit, bis er merkte, dass sie offensichtlich nicht den Kurs nahmen, den sie von Meldolis aus genommen hatten - welcher der direkte Kurs gewesen wäre.
      Samuel kletterte hinunter und fand Acair am Steuer. "Acair, sagt mir: warum nehmen wir nicht den direkten Kurs nach Meldolis? Ich unterstelle Euch, dass Ihr Gründe habt, doch ich fordere Euch auf, sie mir zu nennen." "Verzeiht Herr, ich hatte einen Matrosen gesandt, Euch zu informieren, doch er scheint Euch nicht gefunden zu haben. Wir müssen einen längeren Weg nehmen. Der Wind ist uns nicht hold und die Kaiserliche Flotte patrolliert häufig auf der Route, die Ihr von Meldolis aus genommen habt. Es überrascht mich ehrlich, dass wir die einzigen waren, denen Ihr auf Eurem Weg begegnet seid. Jedenfalls denke ich, Ihr wollt nicht direkt in eine Patrollienflotte geraten, daher entschied ich mich, einen längeren, aber unauffälligeren Weg zu nehmen. Wenn Ihr damit nicht einverstanden seid ..." "Doch Herr, Ihr habt richtig gehandelt. Ich kenne mich mit der Seefahrt nicht so gut aus und gestehe, dass ich noch immer nicht recht weiß, ob ich Euch trauen kann. Wenn Ihr wieder einen Matrosen nach mir schickt, sagt ihm, er solle auch im Krähennest gucken. Und sagt es Arev ebenfalls, wenn Ihr ihn seht. Ich brauche ein wenig Ruhe und werde Ausschau halten, ob uns etwas gefährlich werden könnte." Mit diesen Worten verließ Samuel Acair und kletterte erneut ins Krähennest...
    • Er konnte es selber nicht glauben, aber er langweilte sich. Emanuel gönnte sich ein Grinsen und versuchte sich zu überlegen, wann er das letzte Mal wirklich Langeweile hatte...ihm viel nichts ein. Erst war er dauerhaft auf der Flucht und in Meldolis die ganze Zeit damit beschäftigt zu helfen.
      Er bemerkte das das Schiff langsamer wurde, obwohl sie noch bei weitem nicht lange genug unterwegs waren, um schon in Meldolis zu sein und wünschte er könnte nochmal mit Samuel reden. Wie als hätte er es laut ausgesprochen, hüpfte das Chu von seiner Brust und rannte durch die Tür. Es dauerte auch nicht lange bis es zusammen mit Samuel wieder zurückkehrte. Emanuel war beeindruckt wie ruhig das Chu im Umgang mit ihm war.
      "Samuel, ich muss mit euch reden" sagte Emanuel gefasst.
      "Ich habe nachgedacht." begann er langsam. "Mir ist bewusst das ihr mich nicht gerettet habt, weil ihr es so wolltet und das euch bereits eine Bezahlung erwartet so...seht dies mehr als Handel an." Er waretete kurz und fügte als kein Einspruch kam hinzu. "Ihr habt erzählt das ihr ein Schmied seid...also habe ich einen Auftrag für euch. es geht darum, das ihr aus einem Feuerstein 3 Ringe schmieden sollt...das Material dazu werde ich euch zur Verfügung stellen." Eigentlich wollte er es langsamer angehen, aber Samuels mal überrascht zu sehen war die Überhastung durchaus wert gewesen.

      Samuel versuchte, seine Überraschung zu verbergen, doch er sah an Emanuels Blick, dass ihm das nicht gelungen war. 'Warum bin ich eigentlich plötzlich so beliebt?' überlegte er leise. Er griff im Geiste nach dem kleinen Tierchen zu seinen Füßen, doch es schien nicht antworten zu wollen. 'Nun, einen Versuch war es wert', dachte er, während das Tier zu Emanuel auf's Bett hüpfte. Dann sah er den Heiler an und antwortete: "Nun, Emanuel, es stimmt, dich zu retten war ein Auftrag, doch wir hätten es auch getan, hätten wir dich zufällig auf der Insel gefunden. Bedenke, dass wir dich retteten, bevor wir deine Identität kannten. Ich bin zwar Söldner - und damit in den Augen vieler auf gleicher Stufe mit Dämonen - und nach der letzten Schiffskaperung betrachtet das Kaiserreich Arev und mich mit Sicherheit als Piraten - was noch schlimmer ist - aber das bedeutet nicht, wir seien herzlos. Ich werde deinen Auftrag gerne erfüllen, doch wirst du mir zwei Sachen erklären müssen. Zum einen sprachst du von einem Handel, was springt also für mich dabei raus? Und zum anderen erwähnte ich soeben zwar, dass einige mich auf gleicher Stufe mit einem Dämon sehen, das heißt aber längst nicht, ich sei einer. Wärest du also so freundlich mir zu erläutern, wie ich einen Feuerstein schmelzen oder gar schmieden soll?"

      Emanuel wollte sagen, das er ihn nicht für einen Dämon hielt, oder für einen schlechten menschen, sondern das er dachte, das dies die einzige Variante war, wie Samuel ihn nicht massiv übervorteilen würde...aber er traute sich nicht...auch wenn ihm der Wechsel auf das "du" aufgefallen war. Stattdessen sagte er.
      "Ich biete dir etwas an, was von einem unsagbaren wert ist. Ich biete euch einen der Ringe die ihr schmieden sollt." Als er merkte, das dies nicht den gewünschten Effekt hatte, fügte er hinzu: "Ein feuerstein sammelt oder verwertet Feuermagie" erklärte er. "Das bedeutet, wenn dieser Ring, oder sein träger in kontakt mit starker Hitze kommen würde, oder gar mit Feuer selbst, würde der Ring die Flammen aufnehmen...und der Träger bliebe unverletzt...Bis zu einer gewissen Grenze. Er kann einen gewissen teil speichern, aber hat natürliche keine unendliche kapazität. Er sollte euch vor starken temperaturen schützen, sowie vor einem grossteil der feuermagie und Kontakt mit normalen Flammen für eine gewisse zeit.
      Ich werde dem Ring die Eigenschaft geben, die Energie bis zu einem gewissen Punkt automatisch freizusetzen, damit der Ring nie an der Spitze seines Limits ist.
      " Er streichelte Chu. "Mein Freund wird dafür sorgen, das der Ring euch nicht zerfrisst und das ihr auf die gespeicherte Energie darin zugreifen könnt...Es reicht zwar nichtmal für einen feuerball, aber ein kleines Feuer kann man damit ohne Probleme entzünden. Allerdings ist die Kapazität zu gross...Der ganze Stein würde euch aufressen...also werden wir ihn in 3 Teile teilen. Ausserdem benötigt er eine gewisse Form, von der nicht abgewichen werden darf...der Punkt an dem euer talent zum tragen kommt."
      Als letztes sah er auf und fügte noch hinzu: "Und euern Dämon zum schmelzen habt ihr direkt vor euch."

      Samuel schwieg und betrachtete Emanuel nachdenklich. Wieder und wieder ließ er sich die Worte Emanuels durch den Kopf gehen. 'Ich finde einfach keinen Haken an der Sache. Das stört mich irgendwie. Obwohl ich Emanuel traue, erscheint mir das Angebot zu gut. Wir haben ihn nur gerettet, damit Arev seinen Bruder wieder bekommt und er bietet mir einen Schutzschild gegen Feuer. Ich weiß nicht ...' Er wusste, dass er das Tierchen zu Arevs Füßen nicht fragen brauchte, es schien der Meinung zu sein, dass Samuel alleine die Entscheidung treffen sollte. Sonst hätte es seine Versuche, seinen Geist zu erreichen, nicht abgewiesen. Schließlich sprach er: "Nun, Emanuel, ich will ehrlich zu dir sein. Wenn jemand anderes hier liegen und mir das Angebot unterbreiten würde, mir aus reiner Dankbarkeit einen Ring zu geben, der die von dir eben beschriebenen Fähigkeiten hat, hätte ich eine Falle vermutet und denjenigen wahrscheinlich sofort über Bord geschmissen. Aber aus irgendeinem Grund traue ich dir, so wie mir scheint, dass du mir vertraust. Und damit meine ich nicht nur meine Fähigkeiten als Schmied. Wenn du meinst, ich könne diese Ringe schmieden, dann will ich mein bestes versuchen, dich nicht zu enttäuschen. Wir müssen eh in Kürze anlegen, einige Vorräte auffrischen und uns nach Neuigkeiten aus Basilea und Meldolis umhören, bevor wir uns wieder vor die Augen der Kaiserlichen wagen. Dabei sollte sich ein Schmied finden lassen, dessen Schmiede ich gegen ein gewisses Entgeld verwenden kann. Auch wenn ich dafür lieber eine eigene Schmiede hätte, doch denke ich, du willst nicht so lange warten, bis ich ein Dorf gefunden habe, in dem ich nicht gesucht werde und dort eine Schmiede aufgebaut habe. Doch beantwortete mir zunächst noch einige Fragen. Erstens sagst du, du möchtest drei Ringe schmieden. Ich denke, einen beanspruchst du für dich, was dein gutes Recht wäre, auch wenn ich mich frage, ob du das nötig hast; aber der Dritte? Als Dank für Arev, oder dachtest du eher an Ayram? Zweitens erwähntest du, dein kuscheliger Freund würde einen Beitrag zu dem Ring leisten. Dass es kein gewöhnliches Tier ist, habe ich bereits auf der Insel in seinem Geist festgestellt. Aber was ist es? Und die dritte Frage darfst du als rhetorisch betrachten, wenn du möchtest, aber die Behauptung du seist der Dämon, war nicht ernst gemeint, nehme ich an, oder nicht?"

      Emanuel fing an zu lachen. Als er Samuels verdutztes Gesicht sah, sagt er: " Es tut mir leid, aber ich hätte niemals mit so einer direkten Zustimmung gerechnet." Er sammelte sich etwas und erwiderte dann: „Ich danke dir vielmals das du dich dazu bereit erklärst. Zu deinen Fragen...Nun, in der tat bin ich relativ gut gegen Feuer an sich geschützt, so das ich selbst keinen Ring selber beanspruchen werde. Ich wollte dir einen geben, als Entlohnung für deine Arbeit und als Dankeszeichen, Arev, da der Matrose der mich behandelte mir erzählt hat, das er praktisch gezwungen wurde nach mir zu suchen, da sein Bruder als Butler bei eurer Auftragsgeberin ist und einen für Ayram...dafür das er mir das Leben gerettet hat.“
      Er blickte auf das Chu, das bei seinem Anblick einen sanften Ton, ähnlich einem Schnurren machte und erklärte weiter: „Mein kuscheliger Freund ist ein sogenanntes Chu. Und es ist wirklich kein gewöhnliches Wesen. Es ist sehr intelligent, sehr treu und besitzt einen natürlichen Zugang zur Magie. Früher waren diese Wesen überall, aber heutzutage sind sie selten, da sie eine Fähigkeit besitzen, die kein anderes Wesen besitzt und einen unglaublichen magischen Wert hat. „ Er legte dem Chu eine Hand auf den Rücken, wo langsam eine blaue Rune erschien. „Es kann Magische Energie umwandeln und magische Symbole auf seinem Fell speichern...wes wegen diese Wesen beinahe ausgerottet wurden.“
      Emanuel nahm die Hand zurück und das Chu richtete sich auf und schaute direkt in Samuels Augen.

      Samuel spürte, wie sich das Chu mit seinem Geist verband. Er fühlte für einen kurzen Moment, dass er es hätte aussperren können, dann drängte sich der Geist so kräftig in seinen, dass er sich dessen nicht mehr sicher war. Im Geiste sah er Bilder, die das Chu ihm sandte. Bilder von Wäldern, in denen es mit seinen Freunden spielte. Dann hörte er die hell klingende Stimme des Chus. „Außerdem können wir Gefahr spüren und sehen, ob ein Mensch böse Hintergedanken hat oder nicht. Deswegen bin ich auf dich zugekommen im Wald und habe dir auch meinen Partner anvertraut. Weil du kein böser Mensch bist.“ Dann sprang das Chu vom Bett und setzte sich vor Samuel.

      Emanuel fügte schmunzelnd hinzu: „ ach ja...und wenn es genug Energie eines Wesens gespeichert hat und die nötige Motivation aufbringt, kann es auch nach belieben die Sprache imitieren.“ Er begann zu lachen, bis seine Züge langsam wieder ernst wurden. „Doch auf deine letzte Frage....habe ich keine Antwort.“

      "Ja, dass Chus reden, ist mir bekannt. Nun, ich werde sehen, was sich machen lässt, Emanuel. Ich weiß dein Angebot zu schätzen." Mit diesen Worten verlies Samuel das Zimmer.
    • Samuel verließ nachdenklich Emanuels Zimmer. 'Einen Ring, der einen nahezu unverwundbar durch Feuer macht, wäre durchaus ein mächtiges Geschenk. Am liebsten hätte ich dafür eine eigene Schmiede, aber solange wird Emanuel nicht warten wollen. Und ein paar Ringe sollten sich in nahezu jeder halbwegs ordentlichen Schmiede herstellen lassen. Und doch ist die Idee verlockend, mehrere, mächtigere Gegenstände herzustellen. Allerdings kann ich dazu nur meine Schmiedekunst und vielleicht meine Begabung gegenüber Tieren beisteuern. Bei einer anderen Gelegenheit Emanuel mal fragen, was dabei zu beachten wäre.'
      In der Zwischenzeit war Samuel am Steuer bei Acair angekommen. "Oberster, ich möchte aus mehreren Gründen vermeiden, direkt nach Meldolis zu reisen. Da wäre zum Einen die Tatsache, dass wir gut zwei Wochen weg waren, in denen sich viel getan haben könnte, zumal - und das ist auch schon der zweite Grund - der Überfall von Arev und mir auf Euer Schiff von der Kaiserlichen Flotte sicher nicht unbemerkt geblieben ist. Wie weit sind wir noch vom Handelszentrum entfernt?" "Herr, wir könnten Meldolis morgen früh erreichen. Wir sind bereits an den ersten Inseln des Zentrums vorbeigesegelt, derzeit in gleichbleibender Entfernung zu Meldolis um uns von Eurer vorherigen Route zu entfernen, wie ihr gewünscht hattet." "Gut. Sucht eine Insel am Rande des Handelszentrums, deren Städte groß genug für eine Schmiede sind, Emanuel und ich haben noch etwas zu erledigen. Dort können wir außerdem Vorräte für eine eventuell notwendige Flucht einzukaufen und Informationen über die aktuelle Lage in Meldolis zu sammeln. Ich möchte nicht unüberlegt in eine Falle rennen." "Höre ich da etwa einen Anflug von Feigheit heraus?" fragte Acair ihn mit einem Anflug von Spott in seiner Stimme. Und sein Blick ließ darauf deuten, dass er es genau so meinte. "Nein, Acair," entgegnete Samuel mit kalter Stimme. "Aber hättet Ihr nur halb so viel Wert auf Vorsicht gelegt wie ich, hätten niemals zwei Männer Euer Schiff im Alleingang erobern können." Acair biss die Zähne zusammen, blieb jedoch stumm. 'Besser für dich,' dachte Samuel. Laut und mit freundlicher Stimme fuhr er fort: "Eure Männer sind nicht schlecht ausgebildet, die Schwäche der Kaiserlichen ist weder Ausrüstung noch Ausbildung, sondern Arroganz. Könnt Ihr mir trotzdem zu Diensten sein, oder wollt Ihr das Schiff mit Ayran verlassen?" "Ihr würdet mich nicht auf der Stelle umbringen, wenn ich Euch verließe?" Acair gab sich keine Mühe, die Verwunderung in seiner Stimme zu verbergen. "Nein, Acair. Ich töte jeden, der sich mir in den Weg stellt und wenn Ihr mir offen in den Rücken fielt, hättet Ihr ein Messer in selbigem, bevor Ihr nur meinen Namen sagen könntet. Aber ich sehe keinen Grund, Menschen zu töten, nur weil sie nicht meiner Meinung sind oder meine Freunde sein wollen." Acair schwieg und Samuel ließ ihn gewähren, bis Acair antwortete. "Ist gut, Herr. Ich werde Euch so lange begleiten, wie Ihr meine Dienste benötigt. Ich habe Euch meine Dienste angeboten und werde nicht desertieren. Doch sobald Ihr mich aus Euren Diensten entlasst, habt Ihr nur eine Woche - nicht mehr - und die Kaiserlichen wissen alles, was ich über Euch erfahren konnte." Samuel nickte und drehte sich um. Bevor er die Treppe zum Oberdeck, wo er Ayran vermutete, betrat, drehte er sich noch einmal um und sprach: "Sucht mir eine Insel, auf die meine Beschreibung zutrifft. Und ankert so, dass man uns nicht gleich von allen umliegenden Inseln entdeckt. Ich gehe Ayran suchen und ihm berichten, dass wir demnächst ankern." 'Und doch denke ich, dass Ayran uns nicht so schnell verlassen will, wie er vorgegeben hat. Aber gut, vielleicht kann er uns noch behilflich sein.'
    • Auf Deck traf er zuerst auf Arev. "Ah, Arev. Gut, dass ich dich treffe. Wir legen demnächst auf einer Insel am Rande des Handelszentrums an. Wir werden ein paar Matrosen los schicken müssen, um Vorräte zu holen. Emanuel und ich haben noch etwas vor, wovon du auch deinen Anteil hast. Aber ich brauche jemanden, dem ich vertrauen kann und der Informationen über die aktuelle Lage in Meldolis und in Basilea herausfinden kann. Ich weiß, wie schnell du mit Leuten ins Gespräch kommst und weder Acair noch Ayran traue ich genug, mich über die wichtigen Dinge zu informieren. Du hingegen hast genau so viel zu verlieren wie ich - vielleicht sogar mehr."
      Arev schaute Samuel entgeistert an. "Wenn wir unbedingt anlegen müssen werde ich mich gleich darum kümmern." Er wandte den Blick wieder auf's Meer und hörte wie sich Samuel mit langsamen Schritten entfernte. 'Und wieder verlieren wir Zeit. Als ob wir nicht mal ein bisschen mit knappen Vorräten auskommen würden, das Hungergefühl ist mir schließlich schon lange nichts fremdes mehr.' Arev lehnte sich an die Reling. 'Wie war das? Er und Emanuel haben etwas vor von dem auch ich etwas hätte? Naja egal, ich werde wohl schnell ein paar Tavernen aufsuchen und mich mit den Leuten sowie den Wirten unterhalten. Für ein paar Kupferstücke lassen die schließlich schnell etwas springen.' Er schaute zu einem der Matrosen und rief ihm zu: "Weck mich bitte, sobald wir anlegen. Hab noch was zu erledigen." Der Matrose nickte und Arev schloss angelehnt an die Reling die Augen.
      Samuel sah in Arevs Blick, dass ihm der Zwischenhalt nicht gefiel. Doch er beschloss, es dabei zu belassen und weiter nach Ayran zu suchen. 'Ja, Arev, nicht nur du willst die Sache hinter dich bringen, aber du wirst deinen Bruder auch nicht sehen, wenn wir vorher gefangen genommen werden. Und ich habe lieber satte Matrosen, wenn wir drei Tage durchrudern müssen, um den Kaiserlichen zu entkommen - mit oder ohne deinen Bruder.' Samuel fand Ayran am Bug stehend und auf die Wellen starrend. 'Das muss man Acair lassen, er steuert das Schiff bis jetzt ohne auch nur die Hilfe von einem von uns.' Samuel trat neben Ayran und betrachtete die Wellen. Dabei fiel ihm auf, dass Ayrans Blick den Inseln zu gelten schien. "Nun, Ayran, wir werden demnächst anlegen, um unsere Vorräte aufzustocken. Emanuel möchte dir noch ein Abschiedsgeschenk machen, wenn alles gut geht, aber danach kannst du deiner Wege gehen. Freust du dich schon, deine Familie wieder zu sehen?"
      Mit einem gequälten Lächeln drehte sich Lloyd zu Samuel. „Familie? Meine Eltern und mein Bruder sind tot. Ich wüsste von keinem Familienmitglied, das noch leben würde… Ich habe keine Familie mehr. Oder vielleicht auch noch nicht. Das Leben steht schliesslich niemals still“, ergänzte er. Und auch wenn in seinem Gesicht während diesen Worten kaum eine Regung zu bemerken war, schien er bei seinen letzten Worten doch etwas von seiner Melancholie abgeworfen zu haben. Lloyd machte eine kurze Pause. „Ihr spracht von einem Abschiedsgeschenk?“ In seinen Worten lag zwar ein fragender Unterton, aber erneut bewegten sich seine Gesichtszüge kaum.
      "Ja, Emanuel hat etwas, das er für Euch, Arev und mich von mir anfertigen lassen möchte. Daher werden wir auf der nächsten Insel nach einer Schmiede suchen. Arev wird die Gastschänken besuchen und sich nach Neuigkeiten über Meldolis und Basilea umhören, Emanuel und ich werden nach einer geeigneten Schmiede suchen und ich werde Matrosen schicken, unsere Vorräte aufzustocken." Samuel überlegte. Irgendwas an Ayran war ihm aufgefallen, das er noch nicht fassen, noch nicht zuordnen konnte. "Ihr bewegt Euch auf dem Schiff wie ein Schatten. Sofern Ihr das Geschenk annehmen möchtet, bitte ich Euch, auf dem Schiff zu warten. Ich habe das Gefühl, dass Ihr nicht auf ein Schlachtfeld gehört, aber einzelne Angreifer leicht überraschen könnt. Wenn Emanuel und ich wiederkommen, oder Ihr nicht auf uns warten wollt, seid Ihr frei zu gehen. Ihr wart unser Gast, Ihr habt keine Verpflichtungen uns gegenüber. Wisst Ihr schon, wo Ihr hin wollt?"
      Lloyd zog eine Augenbraue hoch. Nun hatte ihn Samuel überrascht. „Wie Ihr wünscht, ich werde warten.“ Doch Samuels Fragen waren Lloyd unangenehm. Zwar war es ihm mit seiner jahrelangen Übung ein Leichtes, sich auf die Schnelle irgendwelche Antworten auszudenken, doch Samuel machte auf Lloyd einen unerfreulich routinierten Eindruck. Lloyd musste also aufpassen, keine zu konkreten Angaben machen, aber auch nicht so vage antworten, dass sein Gegenüber Verdacht schöpfen würde. „Aber nein, ich habe kein bestimmtes Ziel. Aber wenn Ihr nach Meldolis reist, ist mir das recht.“
      Samuel hatte mit dieser Antwort gerechnet, daher sagte er nichts. Er nickte Lloyd zu, als Zeichen für sein Einverständnis und eilte in seine Kajüte. Dort prüfte er schnell seine Ausrüstung, stellte sicher, dass alle Waffen sauber, scharf und griffbereit waren und untersuchte seine Rüstung nach Schwachstellen. Doch der Rüstungshändler hatte gute Arbeit geleistet und der Schmied ihm dank der eindrucksvollen Rüstung nur seine beste Ware verkauft, wie es schien, denn die Rüstung war von dem Marsch durch den Wald unbeeindruckt geblieben und seine Waffen noch scharf und stabil genug, jeden Kampf zu überstehen. Daher ging Samuel - ein wenig gelangweilt - wieder auf Deck und wartete auf das Zeichen zur Landung.
      Als das Schiff an einem abgelegenen Hafen ähnlich dem in Meldolis, wo Samuel das Schiff zuerst gesehen hatte, anlegte, zeigte sich die Routine und Verlässlichkeit seiner Mannschaft. Noch während Samuel vom Schiff sprang war Arev zwischen den nahen Bäumen verschwunden, bevor ihn jemand mit dem Schiff in Verbindung hätte bringen können, Ayran stand am Pier Wache, bereit, einzelne Männer vom Schiff fern zu halten und bei größeren Truppen blitzschnell auf dem Schiff zu verschwinden und Emanuel hatte sich an seiner Seite eingefunden, damit sie gemeinsam nach einer Schmiede suchen konnten, die ihren Ansprüchen gerecht wurde. Und die Soldaten, die Acair zum Besorgen des Nachschubs ausgewählt hatte, machten sich gemächlich mit großen Karren auf in die Stadt.